Interview #Frimeo

Frimeo überzeugte auf der #zrk14 mit der Idee, Kunden und regionale Anbieter mit einer App zusammenzubringen, und gewann damit den Jurypreis. Ein Projekt, was Social Entrepreneurship sehr gut wiederspiegelt.

Worum geht’s bei deinem Projekt?
In der Region gibt es viele Anbieter, die in Hofläden, Marktständen, Bäckereien, Metzgereien und kleinen Manufakturen besondere Lebensmittel aus eigener Herstellung anbieten. Jedoch ist es im städtischen Alltag manchmal gar nicht so leicht auf diese unabhängigen Anbieter aufmerksam zu werden, wenn man als Kunde nicht an den aufgestellten Schildern am Straßenrand vorbeikommt.
Deshalb haben wir das Start-Up frimeo gegründet. Mit einer innovativen App wollen wir ab September Kunden und regionale Anbieter über das mobile Internet zusammenbringen. Mit dieser App kann jeder auf einem Blick die regionale Vielfalt entdecken und darüber hinaus arbeiten wir auch daran, dass man diese besonderen Lebensmittel online bestellen kann.

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Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?
Da wir ab September die App für iPhones anbieten, freuen wir uns, wenn von Anfang an viele dabei sind und uns vorab im Marketing unterstützen. Also, empfehlt frimeo weiter an eure Freunde, an Journalisten und mögliche Anbieter von regionalen Lebensmitteln in eurer Umgebung. In unserem Online-Magazin und in Social Media bieten wir schon jetzt einen ersten Vorgeschmack und stellen interessante Anbieter und Beiträge zum Thema regionale Lebensmittel vor.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Wir werden erst einmal im südhessischen Raum starten und wollen natürlich auch bald bundesweit vertreten sein: mit der App soll jeder auf einem Blick die regionale Vielfalt von Kiel bis zum Bodensee entdecken können.
Auch wollen wir mit frimeo einen Beitrag leisten für ein neues Bewusstsein in der Ernährung sowie für faire Preise und Produktionsbedingungen in der Lebensmittelherstellung. Deshalb liegt es uns sehr an Herzen das Vertrauen für die besondere Qualität und den Ursprung der regionalen Lebensmittel zu stärken.

Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2014 mitgenommen?
Die Zahnräder Konferenz ist ein toller Ort der Inspiration und die Begeisterung für die vielen kreativen Projekte steckt dort jeden an. Die Möglichkeit mit Gleichgesinnten und Journalisten zu netzwerken ist sicherlich dasSpannendste.

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Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
Wir sind keine alten Hasen um schon weise Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Nur eins: die Basis für jede erfolgreiche Unternehmung ist sicherlich ein gutes Team, in dem jeder in seinem Bereich Spitze ist und in dem man sich auch persönlich gut versteht.

Was ist das Motto, das dich in deinem Projekt motiviert?
Das Motto von frimeo ist die regionale Vielfalt zu entdecken. Wir sind immer wieder erstaunt, dass wir in unserer Umgebung regelmäßig auf neue Anbieter regionaler Lebensmittel stoßen, von denen wir vorher nicht wussten. Und der intensive Geschmack von frisch geerntetem Gemüse, leckeren Senfkreationen und selbstgemachtem Käse sind für uns persönlich immer wieder ein Highlight.

By |Friday, 22 August, 2014|News|0 Comments

Interview #Süsswasser e.V.

Süsswasser e.V. ist der Gewinner der Zahnräder Bundeskonferenz 2014. Mit dem Projekt sollen Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gewonnen und unterstützt werden, um den pflegebedürftigen Kindern ein möglichst gewohntes und vertrautes Umfeld bieten zu können. In einem sehr spannenden Interview wird detailliert über die Arbeit des Vereins berichtet.

Worum geht’s bei eurem Projekt?
Unser Herzenswunsch als Vereinsmitglieder ist primär die Beratung, Unterstützung und Begleitung von Familien mit Migrationshintergrund zur Pflegeelternschaft für Kinder, die aus unterschiedlichen Gegebenheiten und Konstellationen heraus nicht in ihren eigenen, ursprünglichen Familien leben können und temporär in Heimeinrichtungen untergebracht werden müssen. In einem solch drastischen Einschnitt im Leben eines Kindes, die den Verlust des gewohnten, vertrauten Umfelds bedeutet, zielen unsere Bemühungen auf die Gewinnung von Familien mit Migrationshintergrund zur Übernahme einer so wichtigen und existenziellen Aufgabe: dem Kind ein fürsorgliches, neues Zuhause bieten! Wir als Verein setzen all unsere Kraft, Kompetenz und Einfühlungsvermögen zur Begleitung der Pflegeeltern in dieser verantwortungsvollen Aufgabe darin, dem Kind in dieser ganz besonderen Krisensituation ein stabiles, den individuellen Bedürfnissen entsprechendes Umfeld zu bieten und darüber hinaus, persönliche Entwicklungsperspektiven zu schaffen und zu fördern. Wir engagieren uns für die Pflegeelternschulung als Voraussetzung und Vorbereitung auf diese wichtige Aufgabe, begleiten sie fachlich und menschlich und gewährleisten den reibungslosen Zugang zur laufenden Aufgabe: dem Kind ein fürsorgliches, neues Zuhause bieten!
Wir als Verein setzen all unsere Kraft, Kompetenz und Einfühlungsvermögen zur Begleitung der Pflegeeltern in dieser verantwortungsvollen Aufgabe darin, dem Kind in dieser ganz besonderen Krisensituation ein stabiles, den individuellen Bedürfnissen entsprechendes Umfeld zu bieten und darüber hinaus, persönliche Entwicklungsperspektiven zu schaffen und zu fördern. Wir engagieren uns für die Pflegeelternschulung als Voraussetzung und Vorbereitung auf diese wichtige Aufgabe, begleiten sie fachlich und menschlich und gewährleisten den reibungslosen Zugang zur laufenden Beratung und Coaching. Unsere Vereinsarbeit ist engmaschig geknüpft mit dem freien Träger der Jugendlhilfe „Familien für Kinder“, der überparteilich und konfessionell ungebunden ist und dem Jugendamt Berlin Neukölln, welches uns mit ihrer qualifizierten und multiprofessionellen Personalausstattung beratend beiseite steht.

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Wie kann man euch unterstützen/ Was braucht ihr?
An erster Linie steht das Networking! Durch Informationsveranstaltungen und Workshops supporten wir die durch die Integrationssenatorin Frau Kolat und Jugendsenatorin Frau Sandra Scheeres letzten Jahres ins Leben gerufene Werbekampagne: „Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht“ im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit. Es besteht mehr Bedarf von Pflegefamilien mit Migrationshintergrund in solch einer multikulturellen Stadt wie Berlin mit vielfältigen und auch bilingualen Partnerschaftskonstellationen. Unsere Aktivitäten zielen auf eine größere öffentliche Aufmerksamkeit der Pflegeelternschaft insbesondere bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, den öffentlichen Medien und der Fachwelt. Denn, viele Familien mit Einwanderungsgeschichte wissen einfach nicht, dass auch sie Pflegefamilien werden können. Daher benötigen wir insbesondere Unterstützung in dieser Werbekampagne zur Gewinnung weiterer Pflegefamilien mit Migrationshintergrund, damit jedes Kind in einem familiären Umfeld aufgefangen wird statt in einer Heimeinrichtung. Daher benötigen wir Fürsprecher wie Zahnräder als unser Sprachrohr zur breiteren, öffentlichen Wahrnehmung unseres Anliegens.

Wohin soll es gehen (Ziele/Träume)?
Unser Weg wird bestimmt durch unseren Vereinsziel: der Förderung der Sprache und der Kultur, frei nach Bourdieu: Mit dem Kulturellen Wissen und mit Kulturellen Fähigkeiten können sich die Chancen der Kinder auf ein ausgeglichenes und selbstbestimmtes Leben verbessern.” Neben der Unterstützung von Pflegefamilien setzen wir uns für die Förderung der Muttersprache und der Herkunftskultur ein: Die Sprache ist nicht nur ein gesellschaftliches Kommunikationsmittel, sondern auch ein Grundelement für die individuelle Entwicklung der Kinder. Ausgebildete muttersprachliche Lehrer geben den Kindern Vorlesestunden in türkischer Sprache und animieren Sie zur Teilnahme an fantasievollen Kreisspielen, an lustigen Tänzen und kreativen Theatervorführungen. Wir bringen Spiele, Reime und Fingerspiele bei und breiten mit den Kindern gemeinsame Tänze, Rollen- und Theatervorführungen in türkischer Muttersprache vor. Wir versuchen einen direkten Bezug zur türkischen Kultur herzustellen, indem wir die Kultur anschaulich und verständlich vorstellen, wie die Vorführung von bekannten Schattenspielen (Hacivat und Karagöz). Weisheiten vom spitzzüngigem Nasreddin Hoca kindgerecht erzählt und nachgespielt. Wir organisieren Feste zu türkischen Feiertagen und basteln kleine Präsente mit den Kindern für die Kinder. Unser Ziel ist die Wissensvermittlung und Sprachförderung der Kinder als ein elementarer Grundstein für eine gelungene Integration. Gemeinsam und unermüdlich arbeiten wir tagtäglich für unsere Vision: glückliche, erfolgreiche Kinder!

Was habt ihr von der Zahnräder Konferenz 2014 mitgenommen?
„Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt“ schreibt Albert Schweitzer. Diese Worte beschreiben so ziemlich genau das, was wir als Verein bei der Zahnräder Konferenz in Berlin gesehen, empfunden und auf unserem weiteren Vereinsweg mitgenommen haben. Wir haben uns inspirieren lassen von der spannenden Atmosphäre der Ideen, Projekten und Visionen in seinen unterschiedlichsten und farbenfrohen Ausprägungen. Eines hatten alle Teilnehmer gemeinsam: die Welt (Gesellschaft), in der wir leben, aktiv mitzugestalten und eine tragfähigere Basis für die Zukunft (Kinder) schaffen. Ihr schreibt auf eurer Homepage: „Ein Zahnrad kann Kraft in Bewegung umsetzen“. Genau das ist euch auch an diesem Konferenztag gelungen. Danke Zahnräder!

Was würdet ihr anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
Vision-Mission-Motivation
Von einer Vision begeistert zu sein, ist wohl eines der ältesten, natürlichsten und grundsätzlichsten Prinzipien, mit denen Menschen sich selbst und andere begeistern und führen. Alle Dinge beginnen mit einer Vision, alle Dinge haben ihren Ursprung in der Vision, auch unsere, doch alle Dinge müssen dann auch noch ins Werk gesetzt werden. Unsere Vision ist der Traum eines idealen Zustands in der Zukunft, jedem Kind ein fürsorgliches Zuhause bieten zu können. Der Schlüssel zu diesem Idealbild ist die persönliche Motivation und Engagement jedes einzelnen Vereinsmitglieds und der Zweck, warum unser Verein existiert. Was wir anderen Projekten mit auf den Weg geben können: der Glaube an die (Vereins)-Vision, an die eigene Leistungsfähigkeit, an die eigenen Fähigkeiten als das beste Rüstzeug auf dem Weg dahin, diese Welt für unsere Kinder ein Stück heiler zu gestalten.


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Was ist das Motto, das euch in eurer Arbeit motiviert?
Immer, wenn Erfolge zu feiern sind, immer, wenn geleistete Arbeit im angemessenen Rahmen anerkannt wird, immer, wenn ein Mitglied durch neue Ideen, dem Aufbau gewinnbringender Beziehungen und an neuen Fähigkeiten wächst und sich von Misserfolgen nicht demotivieren lässt, immer, wenn wir unserer Vision einen weiteren Schritt näher kommen und ein lachendes, glückliches Kind vor unserem geistigen Auge erscheint, ja all das ist, was uns täglich antreibt und motiviert.

By |Friday, 15 August, 2014|News|1 Comment

Interview #III e.V.

Das Interkulturelle Institut für Inklusion e.V. (Gewinner des 2. Platzes auf der #zrk14) setzt sich für Menschen mit Behinderung ein und versucht Barrieren abzubauen, welche den betroffenen Menschen den Zugang zu diversen Angeboten und alltäglichen Dingen versperren. Es ist ein tolles Projekt, das das Zusammenleben und die Inklusion als Selbstverständlichkeit versteht und dieses Bewusstsein stärken möchte. Weitere interessante Aspekte wurden uns im Interview näher gebracht.
Worum geht’s bei deinem Projekt?
Interkulturelles Institut für Inklusion e.V. wurde gegründet, um Menschen, die eine Behinderung haben, den barrierefreien Zugang zu islamischen Inhalten, Tagungen und Räumlichkeiten zu verschaffen.

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Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?
Im Moment befindet sich unser Institut im Aufbau. Für 2014 haben wir uns vorgenommen erst einmal unser Netzwerk aufzubauen und zu erweitern. Gerade in der Startphase können wir die Kosten für fachkundige Gebärdensprachdolmetscher, Anmietung von Räumlichkeiten und die Anreise von Referenten nicht alleine stemmen. Um dennoch die Professionalität unserer Arbeit zu gewährleisten, sind wir auf Hilfe angewiesen. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn wir Mitglieder für unseren Verein gewinnen können, denn nur mit der Unterstützung von engagierten Menschen haben wir die Möglichkeit, personell und finanziell zu wachsen.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Wir wollen uns gegen die Ungerechtigkeit einsetzten und zielen darauf ab, eine Barrierefreiheit überall dort herzustellen, wo islamische Informationen angeboten und islamische Praktiken vollzogen werden, um den körperlich eingeschränkten, blinden und gehörlosen Muslimen, den islamischen Alltag zu erleichtern. Die Unwissenheit der Menschen bezüglich des Umgangs mit behinderten Menschen möchten wir aufklären und die Gemeinden, Organisationen und generell die islamische Gesellschaft ankurbeln, die zukünftigen Projekte umzusetzen und dabei die Inklusion der Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen.

Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2014 mitgenommen?
Die Zahnräder Konferenz schafft die Möglichkeit sich unter der islamischen Gesellschaft kennenzulernen, auszutauschen und füreinander etwas anzutreten, d.h., dass hier nicht nur ein Schwall von Worten entsteht, sondern, dass im Nachhinein auch Taten geschehen, um unsere Gesellschaft zu verbessern und in Einklang zu bringen und, um die muslimischen Mitbürger für ihre jeweiligen innovativen Projekte, personal und finanziell zu unterstützen. Somit profitiert man von dieser Bereicherung in der Zukunft und kann dadurch die nötigen Netzwerke die bedingt sind aufbauen und professionell durchstarten.
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Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
An erster Stelle ist die reine Absicht eines Menschen wichtig, was sich auch auf die Arbeit, das Team und das Projekt auswirkt. Für uns steht an erster Stelle die wunderbare Absicht „Fisabilillah“ (Auf dem Wege Allahs) an der Spitze unserer Arbeit. Daher können wir den Menschen diese Absicht nur weiter empfehlen. Ohne Allahs Willen ist eine Arbeit (leiderwarum leider?) nicht segenreich und dies macht sich bemerkbar in allen Feldern dieses Projektes. Die Absicht, der Einklang, die fachliche Kompetenz und die Bereitschaft der Mitarbeiter spielen eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes und die Motivation bleibt bestehend. Ohne diese Grundvoraussetzungen ist eine erfolgreiche Umsetzung nicht möglich.
Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: “Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: »Wer einem Gläubigen eine Bedrängnis von den Bedrängnissen dieser Welt nimmt, dem nimmt Allah eine Bedrängnis von den Bedrängnissen des Tages der Auferstehung. Und wer einem Bedrängten einen Ausweg verschafft, dem verschafft Allah den Ausweg im Diesseits und im Jenseits. Und wer einen Muslim schützt, den schützt Allah im Diesseits und im Jenseits; und Allah hilft Seinem Diener, so lange Sein Diener seinem Bruder hilft. Und wer einen Weg einschlägt, um Wissen zu erlangen, dem erleichtert Allah den Weg ins Paradies.«” (Muslim).
By |Friday, 8 August, 2014|News|0 Comments

Interview #ieat foods

Der Gewinner des dritten Platzes der #zrk14 ist das Projekt “ieat foods”. Die Idee ist es, Halal-Fertiggerichte in deutschen Supermärkten zur Verfügung zu stellen, wie es bereits in Großbritannien gelungen ist. Über den Kerngedanken und die Umsetzung berichten wir in einem sehr interessanten Interview.

Worum geht’s bei deinem Projekt?
Endlich mal ohne Bedenken im Supermarkt einkaufen zu können!
‘ieat foods‘ ist ein junges muslimisches Unternehmen aus Großbritannien, welches sich zur Aufgabe gemacht hat halal und tayyab Fertiggerichte zu produzieren und diese in gängigen Supermarktketten zu etablieren. Wäre es nicht mal schön bedenkenlos z.B. Lasagne kaufen zu können, ohne Furcht vor Zusatzstoffen und undurchsichtigen Fleischzusammensetzungen?

Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?
Wir sind sehr jung und gerade im Aufbau in Großbritannien, haben aber recht schnell gemerkt, dass der Zulauf für unsere Produkte unglaublich ist. Deshalb stehen Überlegungen an den Markt auf andere Länder ebenso auszuweiten, um ‘ieat foods‘ zu einer bekannten Marke steigen zu lassen. Hierzu brauchen wir jede Art von Hilfe, Know-how aber auch Kritik, was die Wünsche und der Erwartungen unserer derzeitigen Produktauswahl angeht, abgestimmt für den deutschen Markt und Gaumen.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Unser Wunsch ist es, dass ‘ieat foods‘ zu einem gängigen Supermarkt-Produkt für jeden Muslim und „Foodie“ wird. Wir stehen für hochwertige Fertiggerichte (keine Zusätze - nur Zutaten, aus der eigenen Küche), gerechte Tierhaltung und für eine nachhaltige Produktion.


Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2014 mitgenommen?
Das Interesse und die Bestätigung bei der Zahnräder Konferenz 2014 war großartig. Wir hätten uns kein besseres Feedback wünschen können, zumal es für uns die erste Begegnung mit unserer deutschen Zielgruppe war. Derzeit sind wir im Bearbeitungsprozess der zahlreichen Inputs und Anregungen.

Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
‘ieat foods‘ hat acht Jahre Entstehungszeit gebraucht, bis es tatsächlich in die britischen Einkaufsregale kam. Es war keineswegs einfach, aber man hatten den Traum von ethisch-korrekten und ökologischen Produkten, die ein gesundes konsumieren fördern sollten. Für diesen Traum wurde das Beste an Arbeit investiert, um nur das Beste den Kunden anbieten zu können. Seid genau und verfolgt euren Traum!

Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?
Share your values!

By |Friday, 1 August, 2014|News|0 Comments

Exklusives Interview: Dr. Murat Ünal

Einer unserer renommierten Referenten auf der Zahnräder Konferenz 2014 ist Dr. Murat Ünal. Abgesehen von seiner akademischen und beruflichen Laufbahn ist es besonders interessant, dass er sich dem Thema “Multiple Ties and Social Capital’s Impact on Board Membership” widmete. Seine Forschung handelt von der sozialen Netzwerk-Analyse und der -Visualisierung. Vor allem die Rolle sozialer Netzwerke in der Strategieentwicklung und -Implementierung bei Unternehmen sowie der Einfluss sozialer Netzwerke auf die Corporate Governance stehen in seiner Arbeit im Vordergrund. Seid gespannt!

In einem sehr interessanten Interview gibt er uns einen Einblick über seine persönliche Anregungen und seine Erwartungen an die Konferenz.

Welche Person hat dich in deinem Leben am meisten inspiriert?
Mein Großvater „Gazi Hasan Ünal“, er war ein einzigartiger Mensch und nutzte jede Gelegenheit auf die Bedeutung des Lernens hinzuweisen, insbesondere für unsere Entwicklung und unseren Beitrag zur Gesellschaft. Er wies immer darauf hin, dass das Materielle vergänglich ist und dass jedoch die Dinge, die wir lernen und durch kontinuierliche Entwicklung verbessern einen immensen Wert darstellen. Er gab immer das Beispiel des Krieges, den er erlebt hatte und zeigte auf, dass Menschen alles verlieren können (Hab und Gut), aber nicht das was sie im Kopf haben. Er ist 1998 verstorben und ein sehr gutes Beispiel für einen Menschen dessen Herzlichkeit und Vorbildrolle man nie vergessen wird und der dadurch immer weiterlebt, sogar bei seinen Enkelkindern, die ihn nie persönlich kennenlernen konnten.

Wenn du noch einmal die Möglichkeit hättest deinen Werdegang zu durchleben, was würdest du anders machen?
Ich denke man sollte vorausschauen und sich nicht zu sehr von der Vergangenheit beirren lassen. Die Dinge, die ich anders machen würde setze ich künftig konsequent um und mache alles nur erdenkliche um Sie zu erreichen, dabei sollte man auch jeden Tag genießen und sich freuen, dass man selber und vor allem die Menschen die man liebt bei Gesundheit sind. Ich habe hoffentlich erst die Hälfte meines Lebens hinter mir, noch wichtiger die andere Hälfte vor mir und diese sollten man nutzen, um Dinge anders zu machen und nicht zurückzuschauen und sich vorstellen „ach hätte ich doch“ ;o) Es ist also nicht nur das kontinuierliche an sich selber zu arbeiten, aber das Gelernte auch konsequent weiterzugeben.

Was ist in deinem Werdegang besonders gut gelaufen und was hätte schief gehen können?
Alles ist relativ und man kann nicht wirklich sagen was „schief gehen“ bedeutet. Daher gehe ich davon aus, dass relativ gesehen alles gut gelaufen ist und ich mich weiterhin darauf fokussieren sollte an mir selber zu arbeiten und mich persönlich weiterzuentwickeln. Leider können wir nicht alles planen, aber durch Eifer und harte Arbeit unser Glückspotential erhöhen, denn dadurch schaffe ich eine bessere Wahrscheinlichkeit die Dinge zu erreichen. Besonders freue ich mich darüber, dass ich meine akademische Laufbahn sozusagen mit meiner beruflichen optimal kombinieren konnte und die Ausbildung Grundlage für mein berufliches Weiterkommen wurde. So konnte ich Erfahrungen und vor allem Daten aus meiner Arbeit in die wissenschaftliche Tätigkeit mit einfließen lassen, um sie relevanter zu machen, aber auch zugleich die Rigorosität der wissenschaftlichen Arbeit als Grundlage für unsere praxisorientierte Tätigkeit nutzen, was uns heute weltweit differenziert. Ich möchte weiterhin mit dieser zweigleisigen Ausrichtung fortfahren, denn es bereichert einen Menschen sehr, insbesondere auch intellektuell. So verbringe ich weiterhin rund 30% meiner Zeit mit der Forschung.

Wenn du einer großen Gruppe von Menschen einen Ratschlag geben könntest, was wäre er?
Für einen Netzwerkanalytiker ist das klar. Wir alle sind Teil eines Ecosystem, in dem alles mit allem vernetzt ist. Jeder in diesem System hat eine Bedeutung und wir können auch nur bestehen, wenn wir das Gleichgewicht in diesem Ökosystem Aufrecht erhalten. Ich würde mir wünschen, dass wir alle in unseren Entscheidungen uns nicht primär von „materiellen Dingen“ treiben lassen und auch nicht Verbindungen opportunistisch eingehen. Wir sollten immer bereit sein in andere Menschen zu investieren ohne eine Erwartung, dass es sich auch auszahlen wird. Denn das Lächeln und Glück eines Menschen, der weiterkommt durch deine Unterstützung, kannst du mit nichts auf der Welt bezahlen.

Was erwartest du von der Konferenz?
Ich bin zuversichtlich, dass ich sehr interessante Personen kennenlernen werde und sehr viel für mich mitnehme. Ich bin auch überzeugt, dass es eine sehr angenehme Atmosphäre sein wird, nachdem was ich bereits aus den Kontakten mit Zahnräder-Netzwerk Kollegen mitgenommen habe. Alle sind committed und bei der Sache und vor allem sehr außergewöhnliche Menschen, das ist sicherlich ein sehr guter Indikator für die Qualität der gesamten Gruppe. Vor allem erwarte ich, dass Menschen offen in die Diskussionen gehen und bereit sind viel zu lernen und natürlich auch alternative Perspektiven schätzen und sich aktiv aber auch mit einer positiven Einstellung sich miteinbringen.

Wie bereitest du dich auf die Konferenz vor?
Ich werde eine interessante Präsentation zusammenstellen, in der ich nicht nur auf die soziale Netzwerkanalyse, das Sozialkapital und vor allem die Bedeutung von sozialen Netzwerken eingehe (bitte nicht mit sozialen Medien verwechseln ;o) für jeden einzelnen im Raum, sondern auch anhand Dutzender Beispiele aufzeige, warum es für die Anwesenden von höchster Relevanz ist. Ich werde auch Elemente miteinbringen, die insbesondere auch für die Gründung von Startups von Wichtigkeit sind. Darüber hinaus freue ich mich einfach nur sehr auf unser Get-together und kann es kaum erwarten ;o)

By |Thursday, 10 April, 2014|News|0 Comments

Interview #7: Mensch!Westend

Das Projekt “Mensch!Westend” ist eine multikulturelle Stadtteilzeitung, die die Vielfältigkeit der dort lebenden Menschen als ein großes Potenzial wahrnimmt. Grundgedanke ist das harmonische Miteinander und die aktive Partizipation. Erdal Aslan, Chefredakteur und Leiter der Zeitung “Mensch!Westend”, erzählt in einem sehr spannenden und informativen Interview, wie die Idee zur Realität wurde.

Dies ist das siebte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben. 

Worum geht’s bei deinem bzw. eurem Projekt?
Die multikulturelle Stadtteilzeitung „Mensch!Westend“ widmet sich einem Thema, das jahrelang von deutschsprachigen Medien vernachlässigt worden ist: Menschen mit ausländischen Wurzeln als Leser und Macher zu gewinnen. Unsere in Kooperation mit dem Wiesbadener Kurier monatlich erscheinende Gratis-Zeitung versucht daher Migranten aus dem Wiesbadener Multikulti-Viertel Westend gezielt in die Berichterstattung einzubinden. Das heißt: Mindestens die Hälfte der Artikel handelt von ihren Themen, Problemen und Festen. Also von dem, was sie im Alltag beschäftigt. „Mensch!Westend“ ist aber keine Zeitung für Migranten, sondern für einen Stadtteil mit vielen Migranten (Anteil: knapp 50 Prozent). Uns geht es vor allem um das Miteinander: Die Menschen sollen mehr über sich und ihr Viertel erfahren – und sich eine Meinung darüber bilden, was in der Nachbarschaft vor sich geht.

Wie kann man euch unterstützen?/ Was braucht ihr?
Kritik, Feedback, Ideen oder Mitarbeit sind für jedes neu gestartete Projekt Gold wert - also bitte nicht zurückhalten! Darüber hinaus hilft schon die Bekanntmachung, das Weitererzählen oder zum Beispiel ein „Gefällt mir“ auf unserer Facebook-Seite weiter. Wir suchen zudem Mitarbeiter und Praktikanten, vor allem Menschen mit ausländischen Wurzeln aus der Region, die in den Journalismus reinschnuppern möchten. Und Menschen mit Verkaufstalent, die für „Mensch!Westend“ Anzeigen akquirieren und somit das wirtschaftliche Überleben sichern.

Was hast du von der Zahnräderkonferenz 2013 mitgenommen?
Mir waren die Meinungen der Teilnehmer immens wichtig. Ich habe bestimmt mindestens jeden zweiten Teilnehmer der Konferenz direkt angesprochen und die Idee vorgestellt. Ihr Feedback, ihre motivierenden Worte und Verbesserungsvorschläge sind in das Endprodukt eingeflossen.

Was hat dazu geführt, dass du deine Idee nach der Bundeskonferenz in die Realität umgesetzt hast?
Natürlich hat das positive Feedback der Konferenz-Teilnehmer eine wichtige Rolle gespielt. Darüber hinaus gab es weitere Faktoren, die zur Realisierung der Idee geführt haben: Unter anderem habe ich Interviews mit Experten geführt, wir haben ein Projektteam mit Vertretern verschiedener Abteilungen der Verlagsgruppe Rhein Main - zu der Mensch!Westend gehört - gegründet, um das bestmögliche Produkt zu kreieren. Auch hat die European Business School für uns die Wirtschaftlichkeit geprüft - mit dem Ergebnis, dass es einen Versuch wert ist.

Wie würdest du den Mehrwert der Konferenz beschreiben?
Auf der Zahnräder-Konferenz haben die Teilnehmer die Chance, ihre (auch noch nicht ganz ausgegorene) Idee, motivierten, kreativen und intelligenten Menschen zu präsentieren und deren Meinungen einzuholen. Zudem können sie üben, vor einem breiten Publikum eine Präsentation zu halten – und sich für die nächsten Male inspirieren lassen. Und natürlich ist das Netzwerken in der herzlichen Atmosphäre das große Plus der Konferenz. In der Berufswelt kann das eines Tages von großem Vorteil sein.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Unser Ziel ist es zunächst, „Mensch!Westend“ zu etablieren. Wir wollen erreichen, dass die Zeitung von allen Lesern, vor allem auch von Migranten angenommen wird. So dass sie weiterhin interessant für Anzeigenkunden bleibt - denn wir finanzieren die Zeitung nur über Werbung. Bisher sind wir auf einem sehr guten Weg. Doch wir wollen die Zeitung weiterentwickeln – und irgendwann weitere Viertel ins Auge fassen.

Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
Seid mutig, aber auch selbstkritisch, stellt euer Projekt so vielen Leuten wie möglich vor, habt keine Angst vor negativem Feedback oder Fehlern. Versucht Menschen aus ganz verschiedenen Milieus zu eurer Idee zu befragen. Investiert viel Energie in euer Projekt, denn ein neues Angebot/Produkt braucht Zeit, um Menschen zu erreichen – dessen muss man sich bewusst sein. Macht euch früh Gedanken, wie das Projekt finanziert werden kann. Und vor allem: Glaubt an eure Idee!

Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit motiviert?
Gib alles, was du hast und erwarte stets das Beste. Der Erfolg kommt schon irgendwann - nur Geduld.

Für weitere Informationen:
https://www.facebook.com/menschwestend

By |Friday, 21 February, 2014|News, Projektinterviews|0 Comments

Zahnräder Netzwerk - Rückblick 2013

Das Jahr 2013 war für das Zahnräder Netzwerk ein erfolgreiches und sehr spannendes Jahr. Wir freuen uns auf das Jahr 2014, das wir weiterhin zum Vernetzen und Fördern von Kreativen nutzen werden.
Das Zahnräder Netzwerk verfolgt das Ziel ein sozialer Inkubator von Muslimen für die Gesellschaft zu sein. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, haben wir uns für das Jahr 2014 viel vorgenommen und hoffen auf eure Unterstützung.
“Ein Zahnrad setzt Kraft in Bewegung” – Dieses Motto haben wir im Jahr 2013 bestmöglich umgesetzt. Durch den nachhaltigen Austausch und die gegenseitige Unterstützung haben wir alle erkannt, dass wir gemeinsam viel erreichen können, mitgestalten können, verändern können und vor allem unser Miteinander bereichern können. Wir bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit sowohl intern als auch extern bestärken und unterstützen.

Januar 2013
Die Bewerbungsphase für die Zahnräder Bundeskonferenz wurde gestartet und machte durch die hohe Anzahl der Bewerbungen deutlich, dass auf der Bundeskonferenz viele tolle Ideen eine Plattform bekommen werden.
Auch die Tagung von “Mitten im Leben- Muslimische Jugenkultur in Deutschland” , die am 30.01.2013 in Berlin sattfand, war ein erfolgreicher Start für das Jahr 2013, denn auch das Zahnräder Netzwerk war neben I,SLAM und JUMA vertreten.

März 2013
Der erste muslimische Think Tank Deutschlands wird gegründet
Aus unserem Netzwerk heraus hat sich die Idee zum ersten muslimischen Think Tank im gesamtem Bundesgebiet entwickelt. Der Zahnräder Think Tank ermöglicht es muslimischen ExpertInnen aus den verschiedensten Disziplinen, wie Politik, Wirtschaft, Recht, Kultur und Kunst gesellschaftlich relevante Problemfelder zu untersuchen und konstruktive Lösungen zu erarbeiten.

April 2013
Zahnräder Bundeskonferenz
Die Bundeskonferenz in Heidelberg war ein voller Erfolg und begeisterte alle TeilnehmerInnen. Es stellten sich viele tolle Projekte vor, die die Gesellschaft positiv beeinflussen wollen und aktiv partizipieren möchten. Die Teilnehmer verbrachten 3 intensive Tage miteinander, in denen sie viele neue Kontakte knüpften, sowie ihren Horizont erweiterten. Es war eine Konferenz, in der zahlreiche besondere Menschen aufeinander trafen und ihre Emotionen teilten. Gewinner der diesjährigen Konferenz war “Deaf Islam e.V.”, ein Verein, der sich für die Barrierefreiheit in muslimischen Gemeinden einsetzt, indem versucht wird die Gebärdensprache als Verständigungsbrücke zu etablieren.

Juni 2013
Das Zahnräder Netzwerk wurde zur Mitgliederversammlung des Avicenna-Studienwerks
gewählt und durfte seinen Beitrag zur akademischen Exzellenz der Muslime in Deutschland leisten. Das Avicenna-Studienwerk ist ein muslimisches Begabtenförderungswerk, welches den Grundgedanken hat “auf diese Weise an der Heranbildung verantwortungsbewusster und qualifizierter Persönlichkeiten mitzuwirken und diese angemessen auf Führungspositionen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft vorzubereiten.”
Im Juni erschien auch der spannende Beitrag im “enorm Magazin” zu unserem Zahnräder Netzwerk, wofür wir uns herzlich bedanken.

Juli 2013
Die Bewerbungsphase für das erste muslimische Think Tank Deutschlands wurde gestartet. Wir freuen uns auf die zukünftigen Ideen und Arbeiten, denn es bewarben sich viele ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft.
ZahnräderX NRW trifft ZahnräderX BaWü!
Die Zahnräder X - Gruppen trafen sich erstmals zum gemeinsamen Fastenbrechen im Monat Ramadan. Aber auch in Hamburg, Berlin und Hessen gabs es gemeinsame Fastenbrechen.

ZahnräderX NRW Iftar

August 2013
Eine sehr interessante Interviewreihe ist aus unserer Bundeskonferenz 2013 heraus entstanden. Interviewt wurden besonders herausragende Projekte, die sich auf der Bundeskonferenz vorstellten. Die Interviews stießen auf große Resonanz, da man die Möglichkeit hat, die Projekte näher kennenzulernen.
Des Weiteren ist ein großartiger Artikel von “Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt” veröffentlicht wurden, der das Zahnräder Netzwerk wie folgt beschreibt: “Über ethnische Grenzen und innerislamische Differenzen hinweg bringt Zahnräder Muslime aus unterschiedlichsten Fachbereichen zusammen.” Auch für diesen Artikel bedanken wir uns herzlich.

September 2013
Eine spannende Kampagne wurde ins Leben gerufen: “Warum engagierst du dich?” Dadurch wollten Zahnräder der Öffentlichkeit mitteilen, warum sie sich ehrenamtlich einsetzen und warum es wichtig ist, aktiv mitzuwirken.

Oktober 2013
MOCAfellows & MOCAfest 2013 in London beim 9th WIEF
Drei Zahnräder haben am World Islamic Economic Forum in London teilgenommen. Der Vorsitzender des Zahnräder Netzwerks Ali Gümüsay hat zu Institutionellem Wandel und Entrepreneurship vorgetragen und dabei die Aktivitäten von Zahnräder vorgestellt.
Die kreativen Zahnräder Nilgün und Tasnim haben an dem internationalen Kunst Festival in London teilgenommen und haben u.a. das Zahnräder Netzwerk vorgestellt. Netzwerken kennt keine Grenzen!

November 2013
Am 2.November fanden die Konferenzen der ZahnräderX Hessen und ZahnräderX BaWü statt. Auf diesen Plattformen konnten sich Projektteilnehmer austauschen, vernetzen und sich über Projektideen auszutauschen.

© Büsra Gürleyen

© Büsra Gürleyen

Dezember 2013
Das jährliche Mitgliedertreffen der Zahnräder ist eine Möglichkeit sich von der Online-Kommunikation zu lösen und sich live zu treffen und den Wandel, sowie die neuen Ziele für 2014 zu besprechen. Das interne Treffen in Duisburg war ein ganz besonderes Ereignis, da sich der neue Vorstand vorstellte. Der neue Vorstandsvorsitzende ist Ibrahim Kahraman, der von Said Haider, dem stellvertretenden Vorsitzenden, unterstützt wird. Ali Aslan Gümüsay, Kübra Gümüsay und Abdulkadir Topal werden dem Zahnräder Netzwerk nun mit ihrer Anwesenheit im Beirat zur Seite stehen.

By |Friday, 24 January, 2014|News|0 Comments

Interview #6: Schattenwelten

Das Projekt “Schattenwelten” versucht durch eine Veranstaltungsreihe diverse Künstler zusammenzubringen. Das Ziel dieses tollen Projektes ist es, die deutsche Kultur mitzugestalten und zu prägen. Hierfür wird versucht Künstler aus verschiedenen Bereichen zu versammeln. Weitere interessante Aspekte wurden uns im Interview näher gebracht.

Dies ist das sechste Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.


ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Schattenwlten: Da zitiere ich mal die Beschreibung unserer Facebookseite
- Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe, die Künstler aus verschiedenen Bereichen vereint: Lyriker, Musiker, Maler, Fotografen und Filmschaffende
- Zusammenspiel zwischen Worten, Klängen, Licht und Schatten
- Ein unerzwungener Umgang zwischen Künstler, Publikum und Veranstalter prägt die Atmosphäre
- Ein Lebensgefühl, das dir erlaubt du selbst zu sein, um dem Anderen sein sich selbst sein zu erlauben.
- Schattenwelten - Ein Abend der Künste

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Schattenwlten: Wir brauchen dringend euer Feedback!; jegliches Feedback ob Kritik oder Lob ist erwünscht. Gerne könnt ihr unsere Facebookseite dazu nutzen, zu liken, zu teilen, zu kommentieren, um eine lebendige Community aufzubauen - das wäre großartig.
Neben dieser großen Unterstützung wären Kontakte zu Künstlern, Musikern, Ton- und Lichtechnikern, Interessierten und andere Bühnen, mit denen wir uns inhaltlich und ideel vernetzen können, für uns interessant.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)

Schattenwlten: Nach Düsseldorf und hoffentlich auch Berlin soll Schattenwelten in weiteren Städten Fuß fassen. Dabei sollte das Motto von Schattenwelten zwar verinnerlicht werden, die Akzentuierung und Umsetzung kann aber gerne dem jeweiligen kulturellen Feeling der Stadt und der Leute angepasst werden.
Teil der Kultur Deutschlands zu sein, vielleicht sogar ein prägender, wäre ein tolles erreichtes Ziel!

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Schattenwlten: Viele freundliche, inspirierende, wunderbare Kontakte: die Wichtigkeit und die Chancen und Vorteile der Vernetzung sind nochmals richtig klar geworden.
Eine bewegende Konferenz, die uns dermaßen bewegt hat, dass wir darauf brennen andere zu bewegen.
Fachlich kompetenter, inhaltlicher Input, Anregungen, Inspiration, Freude …
Den Wunsch, bei der nächsten Konferenz wieder dabei sein zu dürfen, vielleicht um diesmal die fruchtbaren Ergebnisse der Konferenz zu präsentieren.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Schattenwlten: Vernetzt euch! Am Besten natürlich über die Zahnräder
Glaubt an eure Träume/Ziele!
Trennt euer Einkommen von eurem Startup/Projekt. Bleibt finanziell unabhängig, um euch ganz dem Erfolg des Spirits eures Projektes widmen zu können.
So kannst du du selbst bleiben!

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Schattenwelten: SEI DU!:
Lass dich nicht korrumpieren von deinen Wünschen und Begierden.
Lass dich nicht korrumpieren von den Erwartungen deiner Umwelt.
Sei Mensch und lass denn anderen sein Mensch sein.
Sei du, denn keiner ist wie du.

Interview #5: Grüne Banane

Das Projekt “Grüne Banane” hat primär Kinder und Familien im Fokus und versucht diesen in vielerlei Hinsicht behilflich zu sein. Vor allem wird versucht, die passive Unterhaltung in den Familien zu beheben und ein aktives Miteinander zu schaffen. Näheres zu diesem tollen Projekt wurde uns bei einem interessanten Interview erzählt.

Dies ist das fünfte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.

ZR: Worum geht’s bei eurem Projekt?

Grüne Banane: grünebanane.de ist eine Webseite, die all jene pädagogischen und kreativen Ideen, die Vereine, Schulen und Familien für die Kinder in ihrem Umkreis zu islamischen Themen entwickelt haben, sammelt und kostenlos jenen Interessierten zur Verfügung stellt, die auf der Suche nach Bastelideen, Arbeitsblättern, Malvorlagen oder Geschichten sind.
Dazu bieten wir jedem, der seinen Inhalt zur Verfügung stellen möchte, an, diesen unter seiner Autorenschaft auf grünebanane.de zu veröffentlichen und somit auch auf sein Projekt/seine Schule oder seine Institution aufmerksam zu machen.
Alle Inhalte werden vorher mit einem ehrenamtlichen Redaktionsteam überarbeitet, im grünebanane.de-Look zum Download bereit gestellt und auf den Kanälen von grünebanane.de beworben.
Davon können alle profitieren: Vereine und Lehrer, die auf der Suche nach Inhalten für ihren Unterricht oder ihr Kinderfest sind, Eltern und Kinder, die ihre Freizeit ohne Bildschirm-Entertainment und statt dessen mit fördernden Inhalten verbringen wollen, und Institutionen und Anbieter von kindgerechten Produkten, die ihre Idee einem größeren Publikum präsentieren wollen.

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Grüne Banane: Macht grünebanane.de bekannt, so dass viele Kinder und Familien davon profitieren können.
Erzählt von dem Projekt in Eurem Bekanntenkreis, in Eurem Verein oder in Eurer Schule.
Und wenn Ihr selbst eine schöne Idee habt, dann schickt sie uns an [email protected].
Dann kann sie für viele Kinder zu einer Bereicherung und für Dich zu einer Sadaqa Dscharija werden.
Redaktionsmitglieder, die von Zuhause aus einige Stunden pro Woche aktiv mitwirken wollen, sind jederzeit herzlich willkommen.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Grüne Banane: Unser erklärtes Ziel ist es, die passive Bildschirmunterhaltung (Handy, Computer und Fernsehen) in den Familien zu reduzieren und Alternativen aufzuzeigen, wie man wieder gemeinsam in der realen Familienwelt Zeit gemeinsam mit Spiel und Spaß verbringen kann.Die Anregung, während Bastelarbeiten, Spielen und Knobelaufgaben, sich über die angesprochenen Themen zu unterhalten, sich gemeinsam mit einer Aufgabe zu beschäftigen und wieder real zu handeln, fördert das Sprachverständnis, die motorische Geschicklichkeit und die emotionale Bindung von Eltern und Kindern.Die Inhalte können darüber hinaus Familien auffordern, sich mit ökologischen, gesellschaftspolitischen, theologischen und sozialen Fragen auseinander zu setzen und neue bewusst-aktive Verhaltensweisen fördern…


ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Grüne Banane: Von der Zahnräder Konferenz habe ich viele neue Kontakte und einen exponentiellen Vernetzungsgrad mitgenommen. Die unglaubliche kreative Energie, die sich dort sammelt, war eine spannende Erfahrung, die Hoffnung auf die Zukunft macht.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Grüne Banane: Die muslimische Community ist für Startups kein einfaches Pflaster.
Man braucht einen langen Atem, denn auch wenn viele am Anfang „Ja“ rufen, sind nicht alle am Ende bei der Umsetzung dabei.
Davon darf man sich aber nicht entmutigen lassen, denn zu viele Projekte sind in dieser Phase gescheitert, und die Community hat gelernt, abzuwarten, ob ein Projekt auch wirklich langfristig Bestand hat.
Deshalb: Mit Gottvertrauen durchhalten…

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Grüne Banane: „Wer will schon gelb und reif sein“… das steht auf unseren Teamtassen. Aber auch „Bismillah – grün durchstarten“! Und genau diese Mischung aus Islam und den Bedürfnissen der Kinder gibt unserem Team jeden Tag kreative Bananenpower.

Interview #4: Initiative Kabir

Erdogan Karakayar erzählt uns in einem Interview über sein sehr interessantes Projekt: “Initiative Kabir”. Die Projektidee basiert auf der islamischen Bestattung in Deutschland und versucht, den in Deutschland lebenden Muslimen die Möglichkeit zu bieten, nach ihren Glaubensvorschriften bestattet zu werden.

Dies ist das vierte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.

ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Erdogan Karakayar: Mein Projekt möchte, wie sicherlich viele andere Projekte auch, auf mehreren Zielebenen erfolgreich sein.
Im Grunde genommen möchte ich unserer hiesigen Gesamtgesellschaft vermitteln, dass Muslime hier geboren werden, sich hier sozialisieren und leben und auch hier sterben werden. Sie sind also, als Deutsche Muslime ein nicht-wegdenkbarer Teil dieser Gesellschaft und gehören zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses Landes.
Des Weiteren sollen in Deutschland lebende Muslime durch Initiative-Kabir.de auf die Möglichkeit der islamischen Bestattung in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn viele wissen immer noch nicht, dass es die Optionen gibt auch in Deutschland islamisch konform bestattet zu werden.

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Erdogan Karakayar: Schreibt mir, wenn in Eurer Nähe ein muslimisches Grabfeld existiert oder geschaffen werden soll.
Sendet mir selbstgeschossene Fotos und seid mein AnsprechpartnerIn, wenn ich jemanden für ein Interview zu diesem Grabfeld suche.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)

Erdogan Karakayar: Ich würde mir wünschen, dass alle muslimischen Grabfelder in Deutschland und im deutschsprachigen Raum (Österreich/ Schweiz) dokumentiert werden.
Ich würde mir wünschen, dass Menschen Initiative-Kabir.de als erste Info-Anlaufstelle zu muslimischen Grabfeldern besuchen und sich hier vorab informieren.
Durch diese Initiative soll eine langfristige Dokumentation der muslimischen Sepulkralkultur im deutschsprachigen Raum garantiert werden. Vielleicht kann ich dadurch zur Dokumentation (muslimisch) deutscher Geschichte beitragen.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Erdogan Karakayar: Zunächst empfand ich die Zahnräder Konferenz 2013 als extrem motivierend.
Ich habe noch auf keiner anderen Veranstaltung so junge, professionelle und hochmotivierte Menschen kennengelernt.
Es war toll andere Facetten und Lebenswelten von jungen Musliminnen und Muslimen in Deutschland zu sehen.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Erdogan Karakayar: Die Projektideen sollen nicht bloße Ideen bleiben, sondern realisiert werden. Ich habe mit Freunden den Weg gewählt einen Verein namens Mosaik-Deutschland.de in Heidelberg zu gründen.
Unsere Intention ist es, tollen Ideen den juristischen Rahmen zu schaffen, der es ihnen erlaubt eventuell interessierte Sponsoren zu gewinnen oder Projektgelder zu akquirieren.
Auf der Konferenz gab es meiner Meinung nach ganz viele Ideen, die das Potential haben ein realisierbares Projekt zu werden, das positiv in die Gesamtgesellschaft hineinwirken kann.

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Erdogan Karakayar: Es gibt genug Menschen auf der Welt, die Dich daran erinnern, wie schön das Leben ist. Vielleicht bin ich derjenige auf dieser Welt, der die Menschen daran erinnert, dass es den Tod gibt und dass das Leben endlich ist.

By |Tuesday, 24 September, 2013|News, Projektinterviews|0 Comments