Deutschland wird bunter, Abiturientinnen auch. Mit dem Projekt „Technik braucht Vielfalt“ wollen Femtec. GmbH und LIFE e.V. zusammen mit Universitäten und Hochschulen junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund förderm und sie zum Studium der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) motivieren.
Damit das noch besser gelingen kann, müssen viele zusammenarbeiten: Universitäten, zivilgesellschaftliche Akteure, Schulen, insbesondere Migrant/innen-Selbstorganisationen und Unternehmen. Mit diesen Partnern sollen in den drei Modellregionen Berlin, Darmstadt und Stuttgart tragfähige Netzwerke aufgebaut werden, um ganz praktisch auszuprobieren wie es besser gehen kann.
Das Zahnräder Netzwerk hat am ersten Netzwerktreffen von „Technik braucht Vielfalt“ teilgenommen, um aktiv mitzuwirken und um Ideen als muslimisches Netzwerk in diesem Projekt einzubringen. Dabei lernten wir viele neue Projekte und Organisationen kennen, knüpften interessante Kontakte und begeisterten uns für die Ziele von „Technik braucht Vielfalt“.
Die Pressemitteilung des Projektes findest Du hier: Selbstdarstellung
Das Projekt geht jetzt in die Durchführungsphase und bietet zur Unterstützung der Studien- und Berufswahl Folgendes an:
- Uni-Kennenlerntag an der TU Berlin am 16.11.2012
- Experimentier- und Technik-Workshop an der TU Berlin im Dezember 2012
- Exkursion zu einem Unternehmen (Deutsche Telekom AG) im Januar/Februar 2013
Bewerbungsschluss ist der 07.11.2012.
Es wird empfohlen, an allen drei Veranstaltungen teilzunehmen. Für besonders interessierte Mädchen, die bei allen Veranstaltungen dabei waren, werden anschließend Kontakte zu Studentinnen, die die Schülerinnen weiter im Studienwahlprozess unterstützen vermittelt. Ausführliche Informationen, Info-Postkarten und das Anmeldeformular zum Download findet ihr auf der Internet-Seite: www.technik-braucht-vielfalt.de
Kontakt und Anmeldung für Mädchen:
Femtec.GmbH
Evelyn Westphal
Tel.: 030 – 314 27349
Das Projekt „Technik braucht Vielfalt - Neue Strategien und Netzwerke für mehr junge Frauen/Migrantinnen in MINT-Fächern“ wird im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen: 01FP12-25/-27).

Auch wenn ich dem Thema Geschlechterrolle in Hinblick auf dieses Projekt etwas kontrovers entgegen stehe, so finde ich es dennoch unterstützenswert, Mädchen in bestimmte Berufszweige hineinschnuppern zu lassen.
Sicherlich gibt es Mädchen, denen technisches Verständnis mehr gegeben ist, als anderen und es ist gut, in den verschiedenen Berufszweigen gemischt geschlechtliche Mitarbeiter zu haben. Aber es wird sicherlich auch weiterhin Berufe geben, in denen das eine oder eben das andere Geschlecht dominiert - allein wegen den jeweiligen körperlichen Voraussetzungen.
Vorteile der Zusammenarbeit ergibt sich beispielsweise in der Produktion bestimmter Güter - nehmen wir das Beispiel der Sonnenschutzproduktion, weil ich aus diesem Segment komme:
Die Fertigung eines Sensuna Plissee Faltenrollos beispielsweise wird in mehreren Produktionsschritten durchgeführt. Hier arbeiten Männer und Frauen zusammen und können voneinander lernen durch rotierendes Arbeitsverfahren - Männer im Lager und beim Zuschnitt für die grobe und oftmals körperlich mehr belastendere Arbeit, Frauen beim Zuschnitt und in der Qualitätskontrolle, … Durch wöchentlich rotierende Arbeitsplätze innerhalb der sonst noch anstehenden Arbeitsschritte kann man sich gegenseitig Tipps geben und seine Erfahrungen einbringen.
Frauen und junge Mädchen nun so gesondert zu fördern, erleichtert vielleicht im ersten Moment den Einstieg, da Hemmungen abgebaut werden, aber besser wäre doch, von vornherein sie auch mit den männlichen Arbeitsnehmern in Projektgruppen den jeweiligen Beruf näher bringen zu lassen.
Trotz allem gut, dass es Projekte wie diese gibt, die sich mit der Berufswahl junger Leute beschäftigen – großes Lob!