Februar 2014

Interview #7: Mensch!Westend

By |Freitag, 21 Februar, 2014

Das Projekt “Mensch!Westend” ist eine multikulturelle Stadtteilzeitung, die die Vielfältigkeit der dort lebenden Menschen als ein großes Potenzial wahrnimmt. Grundgedanke ist das harmonische Miteinander und die aktive Partizipation. Erdal Aslan, Chefredakteur und Leiter der Zeitung „Mensch!Westend“, erzählt in einem sehr spannenden und informativen Interview, wie die Idee zur Realität wurde.

Dies ist das siebte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben. 

Worum geht’s bei deinem bzw. eurem Projekt?
Die multikulturelle Stadtteilzeitung „Mensch!Westend“ widmet sich einem Thema, das jahrelang von deutschsprachigen Medien vernachlässigt worden ist: Menschen mit ausländischen Wurzeln als Leser und Macher zu gewinnen. Unsere in Kooperation mit dem Wiesbadener Kurier monatlich erscheinende Gratis-Zeitung versucht daher Migranten aus dem Wiesbadener Multikulti-Viertel Westend gezielt in die Berichterstattung einzubinden. Das heißt: Mindestens die Hälfte der Artikel handelt von ihren Themen, Problemen und Festen. Also von dem, was sie im Alltag beschäftigt. „Mensch!Westend“ ist aber keine Zeitung für Migranten, sondern für einen Stadtteil mit vielen Migranten (Anteil: knapp 50 Prozent). Uns geht es vor allem um das Miteinander: Die Menschen sollen mehr über sich und ihr Viertel erfahren – und sich eine Meinung darüber bilden, was in der Nachbarschaft vor sich geht.

Wie kann man euch unterstützen?/ Was braucht ihr?
Kritik, Feedback, Ideen oder Mitarbeit sind für jedes neu gestartete Projekt Gold wert - also bitte nicht zurückhalten! Darüber hinaus hilft schon die Bekanntmachung, das Weitererzählen oder zum Beispiel ein „Gefällt mir“ auf unserer Facebook-Seite weiter. Wir suchen zudem Mitarbeiter und Praktikanten, vor allem Menschen mit ausländischen Wurzeln aus der Region, die in den Journalismus reinschnuppern möchten. Und Menschen mit Verkaufstalent, die für „Mensch!Westend“ Anzeigen akquirieren und somit das wirtschaftliche Überleben sichern.

Was hast du von der Zahnräderkonferenz 2013 mitgenommen?
Mir waren die Meinungen der Teilnehmer immens wichtig. Ich habe bestimmt mindestens jeden zweiten Teilnehmer der Konferenz direkt angesprochen und die Idee vorgestellt. Ihr Feedback, ihre motivierenden Worte und Verbesserungsvorschläge sind in das Endprodukt eingeflossen.

Was hat dazu geführt, dass du deine Idee nach der Bundeskonferenz in die Realität umgesetzt hast?
Natürlich hat das positive Feedback der Konferenz-Teilnehmer eine wichtige Rolle gespielt. Darüber hinaus gab es weitere Faktoren, die zur Realisierung der Idee geführt haben: Unter anderem habe ich Interviews mit Experten geführt, wir haben ein Projektteam mit Vertretern verschiedener Abteilungen der Verlagsgruppe Rhein Main - zu der Mensch!Westend gehört - gegründet, um das bestmögliche Produkt zu kreieren. Auch hat die European Business School für uns die Wirtschaftlichkeit geprüft - mit dem Ergebnis, dass es einen Versuch wert ist.

Wie würdest du den Mehrwert der Konferenz beschreiben?
Auf der Zahnräder-Konferenz haben die Teilnehmer die Chance, ihre (auch noch nicht ganz ausgegorene) Idee, motivierten, kreativen und intelligenten Menschen zu präsentieren und deren Meinungen einzuholen. Zudem können sie üben, vor einem breiten Publikum eine Präsentation zu halten – und sich für die nächsten Male inspirieren lassen. Und natürlich ist das Netzwerken in der herzlichen Atmosphäre das große Plus der Konferenz. In der Berufswelt kann das eines Tages von großem Vorteil sein.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Unser Ziel ist es zunächst, „Mensch!Westend“ zu etablieren. Wir wollen erreichen, dass die Zeitung von allen Lesern, vor allem auch von Migranten angenommen wird. So dass sie weiterhin interessant für Anzeigenkunden bleibt - denn wir finanzieren die Zeitung nur über Werbung. Bisher sind wir auf einem sehr guten Weg. Doch wir wollen die Zeitung weiterentwickeln – und irgendwann weitere Viertel ins Auge fassen.

Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
Seid mutig, aber auch selbstkritisch, stellt euer Projekt so vielen Leuten wie möglich vor, habt keine Angst vor negativem Feedback oder Fehlern. Versucht Menschen aus ganz verschiedenen Milieus zu eurer Idee zu befragen. Investiert viel Energie in euer Projekt, denn ein neues Angebot/Produkt braucht Zeit, um Menschen zu erreichen – dessen muss man sich bewusst sein. Macht euch früh Gedanken, wie das Projekt finanziert werden kann. Und vor allem: Glaubt an eure Idee!

Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit motiviert?
Gib alles, was du hast und erwarte stets das Beste. Der Erfolg kommt schon irgendwann - nur Geduld.

Für weitere Informationen:
https://www.facebook.com/menschwestend

Januar 2014

Zahnräder Netzwerk - Rückblick 2013

By |Freitag, 24 Januar, 2014

Das Jahr 2013 war für das Zahnräder Netzwerk ein erfolgreiches und sehr spannendes Jahr. Wir freuen uns auf das Jahr 2014, das wir weiterhin zum Vernetzen und Fördern von Kreativen nutzen werden.
Das Zahnräder Netzwerk verfolgt das Ziel ein sozialer Inkubator von Muslimen für die Gesellschaft zu sein. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, haben wir uns für das Jahr 2014 viel vorgenommen und hoffen auf eure Unterstützung.
„Ein Zahnrad setzt Kraft in Bewegung“ – Dieses Motto haben wir im Jahr 2013 bestmöglich umgesetzt. Durch den nachhaltigen Austausch und die gegenseitige Unterstützung haben wir alle erkannt, dass wir gemeinsam viel erreichen können, mitgestalten können, verändern können und vor allem unser Miteinander bereichern können. Wir bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit sowohl intern als auch extern bestärken und unterstützen.

Januar 2013
Die Bewerbungsphase für die Zahnräder Bundeskonferenz wurde gestartet und machte durch die hohe Anzahl der Bewerbungen deutlich, dass auf der Bundeskonferenz viele tolle Ideen eine Plattform bekommen werden.
Auch die Tagung von „Mitten im Leben- Muslimische Jugenkultur in Deutschland“ , die am 30.01.2013 in Berlin sattfand, war ein erfolgreicher Start für das Jahr 2013, denn auch das Zahnräder Netzwerk war neben I,SLAM und JUMA vertreten.

März 2013
Der erste muslimische Think Tank Deutschlands wird gegründet
Aus unserem Netzwerk heraus hat sich die Idee zum ersten muslimischen Think Tank im gesamtem Bundesgebiet entwickelt. Der Zahnräder Think Tank ermöglicht es muslimischen ExpertInnen aus den verschiedensten Disziplinen, wie Politik, Wirtschaft, Recht, Kultur und Kunst gesellschaftlich relevante Problemfelder zu untersuchen und konstruktive Lösungen zu erarbeiten.

April 2013
Zahnräder Bundeskonferenz
Die Bundeskonferenz in Heidelberg war ein voller Erfolg und begeisterte alle TeilnehmerInnen. Es stellten sich viele tolle Projekte vor, die die Gesellschaft positiv beeinflussen wollen und aktiv partizipieren möchten. Die Teilnehmer verbrachten 3 intensive Tage miteinander, in denen sie viele neue Kontakte knüpften, sowie ihren Horizont erweiterten. Es war eine Konferenz, in der zahlreiche besondere Menschen aufeinander trafen und ihre Emotionen teilten. Gewinner der diesjährigen Konferenz war „Deaf Islam e.V.“, ein Verein, der sich für die Barrierefreiheit in muslimischen Gemeinden einsetzt, indem versucht wird die Gebärdensprache als Verständigungsbrücke zu etablieren.

Juni 2013
Das Zahnräder Netzwerk wurde zur Mitgliederversammlung des Avicenna-Studienwerks
gewählt und durfte seinen Beitrag zur akademischen Exzellenz der Muslime in Deutschland leisten. Das Avicenna-Studienwerk ist ein muslimisches Begabtenförderungswerk, welches den Grundgedanken hat „auf diese Weise an der Heranbildung verantwortungsbewusster und qualifizierter Persönlichkeiten mitzuwirken und diese angemessen auf Führungspositionen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft vorzubereiten.“
Im Juni erschien auch der spannende Beitrag im „enorm Magazin“ zu unserem Zahnräder Netzwerk, wofür wir uns herzlich bedanken.

Juli 2013
Die Bewerbungsphase für das erste muslimische Think Tank Deutschlands wurde gestartet. Wir freuen uns auf die zukünftigen Ideen und Arbeiten, denn es bewarben sich viele ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft.
ZahnräderX NRW trifft ZahnräderX BaWü!
Die Zahnräder X - Gruppen trafen sich erstmals zum gemeinsamen Fastenbrechen im Monat Ramadan. Aber auch in Hamburg, Berlin und Hessen gabs es gemeinsame Fastenbrechen.

ZahnräderX NRW Iftar

August 2013
Eine sehr interessante Interviewreihe ist aus unserer Bundeskonferenz 2013 heraus entstanden. Interviewt wurden besonders herausragende Projekte, die sich auf der Bundeskonferenz vorstellten. Die Interviews stießen auf große Resonanz, da man die Möglichkeit hat, die Projekte näher kennenzulernen.
Des Weiteren ist ein großartiger Artikel von „Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt“ veröffentlicht wurden, der das Zahnräder Netzwerk wie folgt beschreibt: „Über ethnische Grenzen und innerislamische Differenzen hinweg bringt Zahnräder Muslime aus unterschiedlichsten Fachbereichen zusammen.“ Auch für diesen Artikel bedanken wir uns herzlich.

September 2013
Eine spannende Kampagne wurde ins Leben gerufen: „Warum engagierst du dich?“ Dadurch wollten Zahnräder der Öffentlichkeit mitteilen, warum sie sich ehrenamtlich einsetzen und warum es wichtig ist, aktiv mitzuwirken.

Oktober 2013
MOCAfellows & MOCAfest 2013 in London beim 9th WIEF
Drei Zahnräder haben am World Islamic Economic Forum in London teilgenommen. Der Vorsitzender des Zahnräder Netzwerks Ali Gümüsay hat zu Institutionellem Wandel und Entrepreneurship vorgetragen und dabei die Aktivitäten von Zahnräder vorgestellt.
Die kreativen Zahnräder Nilgün und Tasnim haben an dem internationalen Kunst Festival in London teilgenommen und haben u.a. das Zahnräder Netzwerk vorgestellt. Netzwerken kennt keine Grenzen!

November 2013
Am 2.November fanden die Konferenzen der ZahnräderX Hessen und ZahnräderX BaWü statt. Auf diesen Plattformen konnten sich Projektteilnehmer austauschen, vernetzen und sich über Projektideen auszutauschen.

© Büsra Gürleyen

© Büsra Gürleyen

Dezember 2013
Das jährliche Mitgliedertreffen der Zahnräder ist eine Möglichkeit sich von der Online-Kommunikation zu lösen und sich live zu treffen und den Wandel, sowie die neuen Ziele für 2014 zu besprechen. Das interne Treffen in Duisburg war ein ganz besonderes Ereignis, da sich der neue Vorstand vorstellte. Der neue Vorstandsvorsitzende ist Ibrahim Kahraman, der von Said Haider, dem stellvertretenden Vorsitzenden, unterstützt wird. Ali Aslan Gümüsay, Kübra Gümüsay und Abdulkadir Topal werden dem Zahnräder Netzwerk nun mit ihrer Anwesenheit im Beirat zur Seite stehen.

Bericht zum Zahnräder Netzwerk in der „enorm“

By |Mittwoch, 22 Januar, 2014

Das Magazin „enorm“ hat einen gelungenen Artikel zu unserer Arbeit als Netzwerk für Social Entrepreneurship veröffentlicht, um zu veranschaulichen, was wir als Zahnräder Netzwerk erreichen.
Auch eines unserer Teilnehmerprojekte NourEnergy (Bundeskonferenz 2013) wurde in dem Beitrag mit ihrer Arbeit zur Photovoltaik vorgestellt. Wir bedanken uns bei Marc Winkelmann für den hervorragenden Artikel.
Hier könnt Ihr den Artikel aus der Ausgabe 3/2013 nachlesen.

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Artikel über das Zahnräder Netzwerk in der „enorm“

Abschiedstext vom Zahnräder Vorsitzenden Ali Aslan Gümüsay

By |Montag, 6 Januar, 2014

Für mich war und ist wichtig, dass man dann geht, wenn man kann; nicht, wenn man muss. Und so verabschiede ich mich jetzt vom Posten des Vorstandsvorsitzenden bei Zahnräder.

Die wichtigste und erste Aufgabe bei Zahnräder ist, einen Nachfolger zu finden. Ich denke, dass haben Abdulkadir Topal, Kübra Gümüşay und ich getan. Es gibt ein großartiges Nachfolge-Team mit Ibrahim Kahraman und Said Haider im Vorstand, das Zahnräder verändern und voranbringt iA. Im Kernteam sind außerdem so außerordentliche Persönlichkeiten wie Soufeina Hamed, Tuğba Uzak, Levent Kılıç, Büşra Todil, Nezar Mahmoud, Rafiqa Zahra und Suna Damat. Knapp 100 – wie ich finde ganz besondere – Personen wirken bei Zahnräder mit.
Abdulkadir Topal, Kübra Gümüşay und ich werden Zahnräder im Beirat erhalten bleiben.

Seit dem ersten Treffen im März 2010 in Oxford haben wir viel erreicht. Ein Blick auf die Zahnräder Website spricht Bände. Zahnräder hat sich etabliert als sozialer Inkubator für Social Entrepreneurship von Muslimen für die Gesellschaft. Wir unterstützen unzählige Projekte finanziell und ideell und haben Veranstaltungen, die bewegen.

Unser Inkubator ist ein größtenteils virtuelles Gründer- und Innovationszentrum. Soziales Unternehmertum bzw. Social Entrepreneurship befasst sich mit innovativen, meist markt-orientierten Lösungsansätzen, verknüpft mit einer Leidenschaft für ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Social Entrepreneurship ist damit eine unternehmerische Tätigkeit, die auf einen positiven gesellschaftlichen Wandel in den Bereichen Bildung, Armut, Umwelt oder Gesundheit zielt.

Soziales Unternehmertum im Zahnräder Netzwerk beruht auf den drei Säulen: Wert, Werte und spirituell-religiöse Weiterentwicklung. Wir streben nach ökonomischer (Wert), ökologisch-sozialer (Werte) und spirituell-religiöser Nachhaltigkeit. Wir unterstützen die muslimischen SozialunternehmerInnen bei der Verwirklichung ihrer vielfältigsten Projekte – von der Idee über die Umsetzung bis hin zum gereiften Ergebnis. Getreu dem Motto: von Muslimen für die Gesellschaft. Für mehr Teilnahme und Teilhabe an unserer Gesellschaft.

Zahnräder sind jedoch nicht die Strukturen oder beschriebenen Prozesse. Zahnräder sind die unglaublich und unersättlich leidenschaftlichen Menschen, die sich mit Körper, Herz und Verstand vollends der nachhaltigen gesellschaftlichen Veränderung widmen. Es sind solche Menschen, die das Mitarbeiten bei Zahnräder wie auch die Teilnahme an den Konferenzen zu einem Erlebnis machen, das ansteckt. Denn sie schafft eine Dynamik des Miteinander Füreinander.

Zahnräder ist intern wie extern gereift zu einer Plattform für professionelle Weiterbildung und Entwicklung sowie nachhaltige Betreuung und Unterstützung. So haben wir interne Weiterbildungsprozesse wie Online-Seminare, genannt Webinare, und speziell entwickelte Leitfäden für unsere TeamleiterInnen. Dazu bieten wir Schulungen und Workshops für Mitwirkende an, Module können z.B. sein Digital Work, Corporate Identity, E-Teams, Leadership, Religion & Wirtschaft, Islamisches Entrepreneurship sowie Vision & Innovation.

Zahnräder ist also ein Ort, wo Menschen lernen und lehren. Dabei möchten wir, gemeinsam bewusst Handeln und bewusstes Handeln ermöglichen und ermutigen. Ziel ist ein nachhaltiges und wertevolles Denken und Agieren in unserer Gesellschaft zu fördern. Wir suchen Menschen, die etwas bewegen möchten und dabei bewegen wir sie. Letztendlich ist Zahnräder gelebte Veränderung.

Wir sind eine Symbiose aus den Werten, die wir haben, und der Gesellschaft, in der wir leben und die wir mitgestalten. Dies ist unsere Identität, die wir erleben und aktiv leben. Wir werden weiter an uns arbeiten – als Individuum, Gemeinschaft und als Institution. Es gibt noch viel zu tun. Ich denke, Zahnräder ist hierfür in guten Händen.

Wir können an uns und durch uns wirken – das Ergebnis entsteht und besteht aus Gottvertrauen.

Ali Aslan Gümüşay, Dezember 2013
Beiratsvorsitzender, Zahnräder Netzwerk


Dezember 2013

Bericht des ZahnräderX Hessen Kick-Off

By |Montag, 23 Dezember, 2013

ZahnräderX Hessen Kick-off 2013 ZR Logo_zrx_hessen

Es ist der 02. November 2013 auf dem wundervollen Uni-Campus Westend in Frankfurt am Main. Der Saal füllt sich und die Teilnehmenden aus der Region Hessen warten gespannt, was sie heute erwartet.

Kennenlernen. Austauschen. Netzwerken.

Ein umfangreiches Programm, mit motivierenden Vorträgen, vielfältigen Projekten und der eigenen Projektvorstellung, steht ihnen bevor.

Ibrahim Kahraman vom Zahnräder Netzwerk führt durch die Auftaktveranstaltung des ZahnräderX Hessen Teams. Zu Beginn inspiriert Gülbahar Erdem mit einem Input zu ihrem Projekt MUSE e.V. Sie begeistert die Teilnehmenden und spricht ihnen Mut zu, eine Idee motiviert, bedacht und geduldig anzugehen. Dabei spricht sie selbst aus langjähriger Erfahrung. Ihr muslimischer Seelsorgeverein stellt sie vor vielfältige Herausforderungen, denen sie jedoch mit Selbstbewusstsein, Motivation und Engagement begegnet.

Als weiteren Input präsentiert Tanju Doganay das ebenfalls hessische Projekt und zugleich Zweiter Sieger der Zahnräder Bundeskonferenz 2013, NourEnergy e.V., die es sich zum Ziel gemacht haben, gemeinnützige Einrichtungen, wie Moscheen zum Thema Solartechnik zu beraten und in der Durchführung von umweltschonenden grünen Projekten zu unterstützen.
Nun wurde das Podium für die Teilnehmenden geöffnet, um ihre Ideen, Projekte und Engagement vorzustellen und dafür werben zu können. In den Präsentationen spiegelte sich das vielseitige Bild des muslimischen Engagements in Deutschland wider. Von Projekten zu Bildung, Ökologie, Kunst und Kultur, waren auch Ideen zum Interreligiösen Dialog und dem sozialen Bereich vertreten: das Iman-Zentrum, die Islamische Akademie Deutschland und z.B. auch eine App für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region, Frimeo und Muslim Talents.

Nach einer Feedbackrunde zu den Projektpräsentationen, wählten die Teilnehmenden aus allen Ideen drei Projekte aus, die sie besonders überzeugten:
der neu gegründete Seelsorgeverein Salam e.V., der Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands e.V. sowie das Mentoring-Projekt für benachteiligte Gruppen von Michelle Jackson wurden vom Publikum gekürt.

„ZahnräderX Hessen ist mit dem Kick-off nun sehr erfolgreich gestartet. Wir hoffen sehr darauf, zum Vernetzen der muslimischen Social Entrepreneure und Engagierten in Hessen beigetragen zu haben und sie auch künftig weiter unterstützen zu können“, sagt Harun Demircan, Leiter von ZahnräderX Hessen.

Wir bedanken uns insbesondere bei der Stiftung Sternenstaub für die großartige Unterstützung.

Alle Bilder gibt es in unserem Facebook Album:

ZahnräderX Hessen Kick-Off

By |Montag, 23 Dezember, 2013

ZahnräderX Hessen Kick-off ZR Logo_zrx_hessen

Am 02. November 2013 findet der ZahnräderX Hessen Kick-off in Frankfurt am Main statt. Damit bietet Zahnräder ambitionierten Muslimen aus Hessen die Chance, sich über Projektideen zu Social Entrepreneurship auszutauschen, zu netzwerken und durch neue Impulse gemeinsam ihr gesellschaftliches Engagement zu intensivieren. Alles unter dem bewährten Zahnräder-Motto: Gib deiner Idee eine Plattform!

Auf dem ZahnräderX Kick-off präsentieren engagierte Muslime aus Hessen ihre Ideen, Visionen und Projekte aus dem sozialen Bereich, der Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt oder Kunst und Kultur anderen sozial Aktiven aus dem ganzen Bundesland. ZahnräderX Hessen bietet lokalen Akteuren die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und dadurch Kräfte und Ressourcen zu bündeln, um Projekte noch zielführender zum Erfolg zu bringen. Auf regionaler Ebene und dementsprechend mit kurzen Wegen ist dies ein Potenzial, das sich lohnt, ausgeschöpft zu werden.

Die Teilnehmenden erwartet zudem ein Impulsvortrag von Gülbahar Erdem, Geschäftsführerin von Muse – Muslimische Seelsorge. Das erfolgreiche Projekt kooperiert mit der Stadt Wiesbaden und ist bundesweit einzigartig. Erdem weist breite Erfahrungen in der Projektarbeit auf und wird verschiedene Einblicke geben, was es braucht, um eine gute Idee erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Darüber hinaus stellt sich das Projekt NourEnergy aus Hessen vor, das bei der diesjährigen Zahnräder Bundeskonferenz in Heidelberg den zweiten Platz belegt hat. Nour Energy hat es sich zum Ziel gemacht, gemeinnützige Einrichtungen, wie Moscheen zum Thema Solartechnik zu beraten und in der Durchführung von umweltschonenden grünen Projekten zu unterstützen.

ZahnräderX Hessen bedankt sich für das große Interesse! Am 02. November ging es los, hier der Bericht zum ZRX Hessen Kick-Off!

ZahnräderX Hessen bedankt sich bei allen Unterstützern des ZahnräderX Hessen Kick-off 2013

 

sternenstaub links obenberk oben mitte

Rosmarin GanzRechtsislmaische kunstgalerie 2 Zeile

Muse unten linksNourEnergy unten rechts

Fachschaft unten bottom

 

Über ZahnräderX Hessen

In Frankfurt hat sich eine Gruppe engagierter Muslime zusammengefunden mit dem Ziel, kreativen, muslimischen Köpfen die Möglichkeit zu bieten, sich über bereits bestehende und geplante Projekte auszutauschen und diese zu unterstützen. ZahnräderX Hessen möchte einen Beitrag zum Austausch, Vernetzen und zur Zusammenarbeit leisten.

Leiter ZahnräderX Hessen: Harun Demircan

MOCAfellows & MOCAfest 2013 in London beim 9th WIEF

By |Montag, 9 Dezember, 2013

Nilgün Akinci & Tasnim Baghdadi vom Zahnräder-Team Corporate Design haben im Rahmen des neunten World Islamic Economic Forums in London am MOCAfest teilgenommen. Dabei haben sie viele neue Erkenntnisse und Kontakte knüpfen können und haben ihre Eindrücke als Video und Erfahrungsbericht festgehalten. Nilgün Akincis Bericht gibt einen exklusiven Rückblick auf das MOCAfest und bietet einen Einblick für zukünftige Fellows.

Das war ein Erlebnis ohne Gleichen. Es ist schwer diese 10 Tage in London in einem kleinen Beitrag zusammen zu fassen, da es für mich eine unglaubliche Bereicherung in meinem Leben bedeutet hat. Nach der Heimkehr, als ich geladen war voller Licht und Energie, jedoch ermüdet wi e von einer monatelangen Reise, konnte ich im Ansatz nachvollziehen, wie unser Prophet in einer Nacht das ganze Paradies bereist haben soll. Naja fast ;)

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Als Tasnim und ich uns für das Stipendium beworben habe, hatten wir keinerlei Erwartungen und als wirtschaftsferner Mensch hat mir der Name der Veranstalter World Islamic Economic Forum (WIEF) auch nicht viel gesagt. Aber eins war klar: das aufgestellte Programm des MOCAfellows-Workshops und die darauf folgenden MOCAfest-Ausstellung waren genau das, was mir als freischaffende visuelle Künstlerin gefehlt hatte: Struktur und Planung in der Vermarktung und Verbreitung meiner Werke.

Es wurden 10 internationale KünstlerInnen aus unterschiedlichen Gebieten gewählt: MusikerInnen, FotografInnen, DesignerInnen und visuelle KünstlerInnen. Die RednerInnen und VeranstalterInnen sind etablierte Figuren aus der Kunstlandschaft, die uns wertvolle Informationen vermittelt haben. Wir haben im dreitägigen MOCAfellows-Workshop gelernt wie wir uns einen Business Plan erstellen, Kontakte knüpfen, Finanzierung für Kunstprojekte ermitteln und unsere Arbeit nicht unter seinem Wert verkaufen (was wohl oft in muslimischen Communitys zu Schwierigkeiten führen würde: „Akhi, ich hab da so einen neuen Laden eröffnet, kannst du mir nicht mal ein Schild designen? Und auch gleich die Inneneinrichtung? Würdest du auch meine Hochzeitsfotos machen? Damit würdest du freilich eine gute Tat tun!“ und der Gleichen seien keine Seltenheit). Wir haben gelernt unsere eigene Arbeit wertzuschätzen und wertschätzen zu lassen; wie wir uns selbst „branden“ und als Produkt in unserer Nische auf dem Weltkunstmarkt vermarkten. Jeder hatte seine Schwächen und Stärken, und ich hatte besonders damit Schwierigkeiten, denn was genau macht denn eigentlich so eine Künstlerin? Das ist bei einem Beamten auch nicht so ganz klar, aber da hinterfragt niemand. Als Künstlerin jedoch muss ich mich genau damit außerhalb meiner Kunst beschäftigen, um den Draht zum Betrachter aufbauen zu können.

Der Zeitplan war dicht gewebt. Wir haben während des Workshops quasi unsere Selbst- und Fremdwahrnehmung revolutioniert, mussten dies aber bei einem Smalltalk mit Häppchen beim Empfang beim Londoner Bürgermeister verdauen, wo wir nach dem Workshop das erste Mal die Business-Konnotation in Form von hunderten Anzugträgern in einem Raum bemerkt haben. Schließlich ist das MOCAfest dazu gedacht, Business-PartnerInnen und KünstlerInnen einander näher zu bringen, um zukünftige Projekte gemeinsam realisieren zu können. Auch beim Gala-Dinner, wo Prince Charles persönlich eine Rede darüber gehalten hat, dass wir besonders in Zeiten der Krise über alternative Wege des Wirtschaftens nachdenken müssten, wurde einem der Umfang dieser Veranstaltung, a.k.a. 9th WIEF, klar.

Während wir Höhen und Tiefen durchlebt haben, sind wir Workshop-TeilnehmerInnen uns näher gekommen, als dies sonst mit zufällig zusammen gewürfelten Menschen möglich gewesen wäre. Es sind Tränen der Freude und der Erkenntnis geflossen. Während der Ausstellung auf dem MOCAfest kamen noch weitere unglaublich talentierte KünstlerInnen zusammen, die ausgestellt oder performt haben. Neben dem Rahmenprogramm mit Beiträgen der Kunstschaffenden haben wir teilweise aus dem Stegreif gejammt. Graffiti KünstlerInnen mit Vocalists, MusikerInnen, die unterschiedliche Instrumente gespielt haben (wie Sithar, Sethar, Harmonium, Percussion) jammten mit LeinwandkünslterInnen und KalligrafInnen, Film mit Klängen, alle vereint auf einer Bühne. Die Stimmung war durchgehend FANTASTISCH! (erlaubt mir dieses Capslocking) Und da man das alles nicht in Worte fassen kann sind hier meine zwei Empfehlungen für euch: schaut Euch unser Video an, falls Ihr es nicht schon getan habt und bewerbt Euch für das nächste MOCAfellows Programm im Dubai 2014!

Wir sind im Herzen zu einer Familie zusammengewachsen und meine Erkenntnis daraus ist: This is my tribe. I finally found you.

Nilgün Akinci
Zahnräder Netzwerk
Team Corporate Design

Oktober 2013

Interview #6: Schattenwelten

By |Montag, 28 Oktober, 2013

Das Projekt “Schattenwelten” versucht durch eine Veranstaltungsreihe diverse Künstler zusammenzubringen. Das Ziel dieses tollen Projektes ist es, die deutsche Kultur mitzugestalten und zu prägen. Hierfür wird versucht Künstler aus verschiedenen Bereichen zu versammeln. Weitere interessante Aspekte wurden uns im Interview näher gebracht.

Dies ist das sechste Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.


ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Schattenwlten: Da zitiere ich mal die Beschreibung unserer Facebookseite
- Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe, die Künstler aus verschiedenen Bereichen vereint: Lyriker, Musiker, Maler, Fotografen und Filmschaffende
- Zusammenspiel zwischen Worten, Klängen, Licht und Schatten
- Ein unerzwungener Umgang zwischen Künstler, Publikum und Veranstalter prägt die Atmosphäre
- Ein Lebensgefühl, das dir erlaubt du selbst zu sein, um dem Anderen sein sich selbst sein zu erlauben.
- Schattenwelten - Ein Abend der Künste

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Schattenwlten: Wir brauchen dringend euer Feedback!; jegliches Feedback ob Kritik oder Lob ist erwünscht. Gerne könnt ihr unsere Facebookseite dazu nutzen, zu liken, zu teilen, zu kommentieren, um eine lebendige Community aufzubauen - das wäre großartig.
Neben dieser großen Unterstützung wären Kontakte zu Künstlern, Musikern, Ton- und Lichtechnikern, Interessierten und andere Bühnen, mit denen wir uns inhaltlich und ideel vernetzen können, für uns interessant.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)

Schattenwlten: Nach Düsseldorf und hoffentlich auch Berlin soll Schattenwelten in weiteren Städten Fuß fassen. Dabei sollte das Motto von Schattenwelten zwar verinnerlicht werden, die Akzentuierung und Umsetzung kann aber gerne dem jeweiligen kulturellen Feeling der Stadt und der Leute angepasst werden.
Teil der Kultur Deutschlands zu sein, vielleicht sogar ein prägender, wäre ein tolles erreichtes Ziel!

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Schattenwlten: Viele freundliche, inspirierende, wunderbare Kontakte: die Wichtigkeit und die Chancen und Vorteile der Vernetzung sind nochmals richtig klar geworden.
Eine bewegende Konferenz, die uns dermaßen bewegt hat, dass wir darauf brennen andere zu bewegen.
Fachlich kompetenter, inhaltlicher Input, Anregungen, Inspiration, Freude …
Den Wunsch, bei der nächsten Konferenz wieder dabei sein zu dürfen, vielleicht um diesmal die fruchtbaren Ergebnisse der Konferenz zu präsentieren.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Schattenwlten: Vernetzt euch! Am Besten natürlich über die Zahnräder
Glaubt an eure Träume/Ziele!
Trennt euer Einkommen von eurem Startup/Projekt. Bleibt finanziell unabhängig, um euch ganz dem Erfolg des Spirits eures Projektes widmen zu können.
So kannst du du selbst bleiben!

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Schattenwelten: SEI DU!:
Lass dich nicht korrumpieren von deinen Wünschen und Begierden.
Lass dich nicht korrumpieren von den Erwartungen deiner Umwelt.
Sei Mensch und lass denn anderen sein Mensch sein.
Sei du, denn keiner ist wie du.

Interview #5: Grüne Banane

By |Dienstag, 8 Oktober, 2013

Das Projekt „Grüne Banane“ hat primär Kinder und Familien im Fokus und versucht diesen in vielerlei Hinsicht behilflich zu sein. Vor allem wird versucht, die passive Unterhaltung in den Familien zu beheben und ein aktives Miteinander zu schaffen. Näheres zu diesem tollen Projekt wurde uns bei einem interessanten Interview erzählt.

Dies ist das fünfte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.

ZR: Worum geht’s bei eurem Projekt?

Grüne Banane: grünebanane.de ist eine Webseite, die all jene pädagogischen und kreativen Ideen, die Vereine, Schulen und Familien für die Kinder in ihrem Umkreis zu islamischen Themen entwickelt haben, sammelt und kostenlos jenen Interessierten zur Verfügung stellt, die auf der Suche nach Bastelideen, Arbeitsblättern, Malvorlagen oder Geschichten sind.
Dazu bieten wir jedem, der seinen Inhalt zur Verfügung stellen möchte, an, diesen unter seiner Autorenschaft auf grünebanane.de zu veröffentlichen und somit auch auf sein Projekt/seine Schule oder seine Institution aufmerksam zu machen.
Alle Inhalte werden vorher mit einem ehrenamtlichen Redaktionsteam überarbeitet, im grünebanane.de-Look zum Download bereit gestellt und auf den Kanälen von grünebanane.de beworben.
Davon können alle profitieren: Vereine und Lehrer, die auf der Suche nach Inhalten für ihren Unterricht oder ihr Kinderfest sind, Eltern und Kinder, die ihre Freizeit ohne Bildschirm-Entertainment und statt dessen mit fördernden Inhalten verbringen wollen, und Institutionen und Anbieter von kindgerechten Produkten, die ihre Idee einem größeren Publikum präsentieren wollen.

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Grüne Banane: Macht grünebanane.de bekannt, so dass viele Kinder und Familien davon profitieren können.
Erzählt von dem Projekt in Eurem Bekanntenkreis, in Eurem Verein oder in Eurer Schule.
Und wenn Ihr selbst eine schöne Idee habt, dann schickt sie uns an [email protected].
Dann kann sie für viele Kinder zu einer Bereicherung und für Dich zu einer Sadaqa Dscharija werden.
Redaktionsmitglieder, die von Zuhause aus einige Stunden pro Woche aktiv mitwirken wollen, sind jederzeit herzlich willkommen.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Grüne Banane: Unser erklärtes Ziel ist es, die passive Bildschirmunterhaltung (Handy, Computer und Fernsehen) in den Familien zu reduzieren und Alternativen aufzuzeigen, wie man wieder gemeinsam in der realen Familienwelt Zeit gemeinsam mit Spiel und Spaß verbringen kann.Die Anregung, während Bastelarbeiten, Spielen und Knobelaufgaben, sich über die angesprochenen Themen zu unterhalten, sich gemeinsam mit einer Aufgabe zu beschäftigen und wieder real zu handeln, fördert das Sprachverständnis, die motorische Geschicklichkeit und die emotionale Bindung von Eltern und Kindern.Die Inhalte können darüber hinaus Familien auffordern, sich mit ökologischen, gesellschaftspolitischen, theologischen und sozialen Fragen auseinander zu setzen und neue bewusst-aktive Verhaltensweisen fördern…


ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Grüne Banane: Von der Zahnräder Konferenz habe ich viele neue Kontakte und einen exponentiellen Vernetzungsgrad mitgenommen. Die unglaubliche kreative Energie, die sich dort sammelt, war eine spannende Erfahrung, die Hoffnung auf die Zukunft macht.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Grüne Banane: Die muslimische Community ist für Startups kein einfaches Pflaster.
Man braucht einen langen Atem, denn auch wenn viele am Anfang „Ja“ rufen, sind nicht alle am Ende bei der Umsetzung dabei.
Davon darf man sich aber nicht entmutigen lassen, denn zu viele Projekte sind in dieser Phase gescheitert, und die Community hat gelernt, abzuwarten, ob ein Projekt auch wirklich langfristig Bestand hat.
Deshalb: Mit Gottvertrauen durchhalten…

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Grüne Banane: „Wer will schon gelb und reif sein“… das steht auf unseren Teamtassen. Aber auch „Bismillah – grün durchstarten“! Und genau diese Mischung aus Islam und den Bedürfnissen der Kinder gibt unserem Team jeden Tag kreative Bananenpower.

September 2013

Interview #4: Initiative Kabir

By |Dienstag, 24 September, 2013

Erdogan Karakayar erzählt uns in einem Interview über sein sehr interessantes Projekt: „Initiative Kabir“. Die Projektidee basiert auf der islamischen Bestattung in Deutschland und versucht, den in Deutschland lebenden Muslimen die Möglichkeit zu bieten, nach ihren Glaubensvorschriften bestattet zu werden.

Dies ist das vierte Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.

ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Erdogan Karakayar: Mein Projekt möchte, wie sicherlich viele andere Projekte auch, auf mehreren Zielebenen erfolgreich sein.
Im Grunde genommen möchte ich unserer hiesigen Gesamtgesellschaft vermitteln, dass Muslime hier geboren werden, sich hier sozialisieren und leben und auch hier sterben werden. Sie sind also, als Deutsche Muslime ein nicht-wegdenkbarer Teil dieser Gesellschaft und gehören zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses Landes.
Des Weiteren sollen in Deutschland lebende Muslime durch Initiative-Kabir.de auf die Möglichkeit der islamischen Bestattung in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn viele wissen immer noch nicht, dass es die Optionen gibt auch in Deutschland islamisch konform bestattet zu werden.

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Erdogan Karakayar: Schreibt mir, wenn in Eurer Nähe ein muslimisches Grabfeld existiert oder geschaffen werden soll.
Sendet mir selbstgeschossene Fotos und seid mein AnsprechpartnerIn, wenn ich jemanden für ein Interview zu diesem Grabfeld suche.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)

Erdogan Karakayar: Ich würde mir wünschen, dass alle muslimischen Grabfelder in Deutschland und im deutschsprachigen Raum (Österreich/ Schweiz) dokumentiert werden.
Ich würde mir wünschen, dass Menschen Initiative-Kabir.de als erste Info-Anlaufstelle zu muslimischen Grabfeldern besuchen und sich hier vorab informieren.
Durch diese Initiative soll eine langfristige Dokumentation der muslimischen Sepulkralkultur im deutschsprachigen Raum garantiert werden. Vielleicht kann ich dadurch zur Dokumentation (muslimisch) deutscher Geschichte beitragen.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Erdogan Karakayar: Zunächst empfand ich die Zahnräder Konferenz 2013 als extrem motivierend.
Ich habe noch auf keiner anderen Veranstaltung so junge, professionelle und hochmotivierte Menschen kennengelernt.
Es war toll andere Facetten und Lebenswelten von jungen Musliminnen und Muslimen in Deutschland zu sehen.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Erdogan Karakayar: Die Projektideen sollen nicht bloße Ideen bleiben, sondern realisiert werden. Ich habe mit Freunden den Weg gewählt einen Verein namens Mosaik-Deutschland.de in Heidelberg zu gründen.
Unsere Intention ist es, tollen Ideen den juristischen Rahmen zu schaffen, der es ihnen erlaubt eventuell interessierte Sponsoren zu gewinnen oder Projektgelder zu akquirieren.
Auf der Konferenz gab es meiner Meinung nach ganz viele Ideen, die das Potential haben ein realisierbares Projekt zu werden, das positiv in die Gesamtgesellschaft hineinwirken kann.

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Erdogan Karakayar: Es gibt genug Menschen auf der Welt, die Dich daran erinnern, wie schön das Leben ist. Vielleicht bin ich derjenige auf dieser Welt, der die Menschen daran erinnert, dass es den Tod gibt und dass das Leben endlich ist.