August 2014

Interview #ieat foods

By |Freitag, 1 August, 2014

Der Gewinner des dritten Platzes der #zrk14 ist das Projekt „ieat foods“. Die Idee ist es, Halal-Fertiggerichte in deutschen Supermärkten zur Verfügung zu stellen, wie es bereits in Großbritannien gelungen ist. Über den Kerngedanken und die Umsetzung berichten wir in einem sehr interessanten Interview.

Worum geht’s bei deinem Projekt?
Endlich mal ohne Bedenken im Supermarkt einkaufen zu können!
‘ieat foods‘ ist ein junges muslimisches Unternehmen aus Großbritannien, welches sich zur Aufgabe gemacht hat halal und tayyab Fertiggerichte zu produzieren und diese in gängigen Supermarktketten zu etablieren. Wäre es nicht mal schön bedenkenlos z.B. Lasagne kaufen zu können, ohne Furcht vor Zusatzstoffen und undurchsichtigen Fleischzusammensetzungen?

Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?
Wir sind sehr jung und gerade im Aufbau in Großbritannien, haben aber recht schnell gemerkt, dass der Zulauf für unsere Produkte unglaublich ist. Deshalb stehen Überlegungen an den Markt auf andere Länder ebenso auszuweiten, um ‘ieat foods‘ zu einer bekannten Marke steigen zu lassen. Hierzu brauchen wir jede Art von Hilfe, Know-how aber auch Kritik, was die Wünsche und der Erwartungen unserer derzeitigen Produktauswahl angeht, abgestimmt für den deutschen Markt und Gaumen.

Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Unser Wunsch ist es, dass ‘ieat foods‘ zu einem gängigen Supermarkt-Produkt für jeden Muslim und „Foodie“ wird. Wir stehen für hochwertige Fertiggerichte (keine Zusätze - nur Zutaten, aus der eigenen Küche), gerechte Tierhaltung und für eine nachhaltige Produktion.


Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2014 mitgenommen?
Das Interesse und die Bestätigung bei der Zahnräder Konferenz 2014 war großartig. Wir hätten uns kein besseres Feedback wünschen können, zumal es für uns die erste Begegnung mit unserer deutschen Zielgruppe war. Derzeit sind wir im Bearbeitungsprozess der zahlreichen Inputs und Anregungen.

Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
‘ieat foods‘ hat acht Jahre Entstehungszeit gebraucht, bis es tatsächlich in die britischen Einkaufsregale kam. Es war keineswegs einfach, aber man hatten den Traum von ethisch-korrekten und ökologischen Produkten, die ein gesundes konsumieren fördern sollten. Für diesen Traum wurde das Beste an Arbeit investiert, um nur das Beste den Kunden anbieten zu können. Seid genau und verfolgt euren Traum!

Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?
Share your values!

Juli 2014

Die ZahnräderX Iftare 2014

By |Sonntag, 27 Juli, 2014

Auch in diesem Jahr haben die lokalen ZahnräderX Gruppen im Ramadan zu gemeinschaftlichen Iftaren geladen. Wie im letzten Jahr waren auch in diesem Jahr externe Engagierte herzlich Willkommen. Dieser Einladung kamen zahlreiche ehrenamtlich Aktive dankend nach. So mischten sich auch viele Projekte unter die Zahnräder, aber auch einige lokale Moscheevereine. Wir stellen Euch kurz die einzelnen ZahnräderX Iftare mit einigen Impressionen vor.

Dieses Jahr wurden in sechs Bundesländern Iftare veranstaltet. Gestartet wurde am 7. Juli in München mit 12 Teilnehmenden. Gast war hier die lokale Islamische Hochschulgemeinschaft.

Weiter ging es in dem größten Bundesland Nordrhein Westfalen. In Köln fand am 8. Juli mit 22 Teilnehmenden das ZahnräderX Iftar statt. Mit dabei war auch HIMA (zweitplatziertes Projekt der Zahnräderkonferenz 2011, www.hima-umweltschutz.de) und Voices of Jasmin (www.voicesofjasmine.org), die bei der Zahnräderkonferenz 2014 als Projekt teilgenommen haben. Außerdem mit dabei waren Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Tuisa hilft.

Am 14. Juli veranstaltete ZahnräderX Baden Württemberg ihr Iftar in Mannheim mit 25 Teilnehmern, unter denen auch aktive der MHG Mannheim waren.

In Frankfurt veranstaltete ZahnräderX Hessen ihr Iftar am 16. Juli. Unter den 26 Teilnehmenden waren auch die Projekte Frimeo (Jurypreis der Zahnräderkonferenz 2014, https://frimeo.de), Nour Energy (die Zweitplatzierten der Zahnräder Konferenz 2013, www.nour-energy.com) und Mensch Westend – Die multikulturelle Stadtteilzeitung. Die Projekte nutzten die Chance sich den Teilnehmern nochmal näher vorzustellen und setzten auch hier unser Motto #daretoshare aktiv in die Tat um.

Das vorletzte Iftar wurde am 18. Juli 2014 in unserer Hauptstadt Berlin veranstaltet. Hier nahmen 35 Zahnräder und Engagierte teil. Unter anderem auch M.A.H.D.I. e.V. (Teilnehmer der Zahnräderkonferenz 2014, http://mahdi-ev.de), Mitglieder der Muslimischen Jugend Berlin und Vertreter von Young Müsiad.

Last but not least veranstaltete ZahnräderX Hamburg am 24. Juli mit 20 Teilnehmenden ihr Iftar in Hamburg. Mit dabei waren auch Engagierte von Islamic Relief und der Islamischen Hochschulgemeinde Hamburg.

Wir danken allen Engagierten für Ihre Zeit und freuen uns auf die nächste Gelegenheit sich besser kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. Die regional organisierten ZahnräderX Treffen bieten engagierten Muslimen die ideale Plattform zum Austauschen, Vernetzen und Zusammenarbeiten. Wenn auch Du Interesse hast Dich bei ZahnräderX einzubringen, melde Dich einfach unter [email protected].

Der erste Platz der Zahnräder Konferenz 2014: Süsswasser e.V.

By |Sonntag, 20 Juli, 2014

“Nur wer weiß, woher er kommt, weiß wohin er geht“.

Genau diesen Leitsatz von Theodor Heuss hat sich Süsswasser e.V. zu Herzen genommen. Der Verein hat sich die Unterstützung von Pflegefamilien, Sprachförderung und die Förderung der Kultur auf die Fahne geschrieben. Das Thema Pflegefamilie stößt gerade in der türkischsprachigen Community nicht auf hohe Resonanz. Für Süsswasser e.V. ist jedoch das richtige Erlernen der Muttersprache das Fundament für das Verstehen und Erlernen einer weiteren Sprache. Denn das Begreifen, Akzeptieren und die Teilhabe an Kulturen setzt die genaue Kenntnis der eigenen Herkunft voraus.

Der Verein versteht sich als „Nestbereiter“ für all jene Kinder, die temporär in Heimeinrichtungen untergebracht sind (aufgrund Krisensituationen) und auf ein fürsorgliches und liebevolles Zuhause warten. Zu diesem Zweck ist Süsswasser e.V. ständig auf der Suche nach türkischsprachigen Pflegeeltern, die dieser verantwortungsvollen Aufgabe sowohl mental gewachsen als auch emotional offen gegenüberstehen. In einem persönlichen Informationsgespräch wird den zukünftigen Pflegeltern Hilfestellung zum Thema Pflegeelternschaft gegeben, sie werden über Rechte und Pflichten informiert und Mitarbeiter von Süsswasser e.V. begleiten sie bei ihren „ersten Schritten“ zur offiziellen Bewerbung bei den jeweiligen Ämtern. Alle Hoffnung und jegliche Bemühungen zielen immer in eine Richtung: Kindern ein neues Zuhause finden! Dabei wirbt der Verein mit Informationsveranstaltungen auch generell um mehr Verständnis und versucht für diese Thematik zu sensibilisieren. Durch ihre Arbeit hilft Süsswasser e.V. jungen Menschen zu starken Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen und leistet somit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft aber auch für unsere Zukunft.

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Der junge Verein besteht aus engagierten Eltern, Erziehern, Lehrern, Sprachpädagogen und einigen fleißigen, freiwilligen Helfern. Kurzum das Team ist bunt gemischt und vielfältig. Und jetzt seid Ihr gefragt! Süsswasser e.V. braucht dringend Eure Unterstützung. Wenn Ihr Interesse an dem Projekt gefunden habt meldet Euch bei Süsswasser e.V. unter: [email protected]. Jede helfende Hand wird benötigt um das Projekt weiter mit Erfolg zu krönen. Nicht umsonst hat Süsswasser e.V. bei der diesjährigen Zahnräder Konferenz 2014 den ersten Platz gewonnen – wir wünschen weiterhin viel Erfolg und freuen uns dieses großartige Projekt unterstützen zu dürfen. Und natürlich gilt weiterhin unser Motto #daretoshare: Daher liked und shared dieses Projekt auf Facebook und Twitter!

 

Impressionen aus dem ZahnräderX Berlin Workshop

By |Mittwoch, 9 Juli, 2014

ZahnräderX Berlin Workshop

ZR Logo_zrx_berlinZahnräderX bietet die ideale Plattform zum Vernetzen und unterstützt die Professionalisierung muslimischer Social Entrepreneure. Denn sozial Engagierte leisten durch ihre vielfältige Arbeit, mit meist nur sehr begrenzten Mitteln einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. ZahnräderX Berlin startet nun deshalb mit der Workshop-Reihe rund um das Thema Social Entrepreneurship, um diese Engagierten und ihre Arbeit besser zu unterstützen.

Ziel der Workshops ist es, muslimische Engagierte und ihre Projekte durch Wissens- und Kompetenzvermittlung zu stärken, für eine professionelle und nachhaltige Umsetzung ihrer Ideen.

Workshop zu Öffentlichkeitsarbeit

Welche Methoden oder Plattformen kann ich nutzen, um meine Idee bekannt zu machen? Wie gewinne ich weitere Teilnehmende für mein Projekt? Wer kann mir helfen mein Projekt gut in der Öffentlichkeit zu platzieren und wichtige Netzwerke aufzubauen? Welche Form der Präsentation passt zu meinem Projekt?

Mit diesen und weiteren Fragen setzten wir uns gemeinsam im ZahnräderX Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit in Non-Profit Organisationen für sozial Engagierte am Samstag, den 21. Juni 2014 in Berlin mit dem Referenten Dr. Chaban Salih auseinander. Salih war u.a. tätig für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH, das Goethe-Institut und die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V.

Engagierte aus wichtigen Berliner und bundesweiten Vereinen und Initiativen waren beim ersten ZahnräderX Berlin Workshop dabei und arbeiteten an ihren Ideen und Konzepten u.a. die Gewinner der Zahnräder Bundeskonferenz von 2014 und 2011, Süßwasser e.V. und I,Slam, aber auch Engagierte vom M.A.H.D.I. e.V., von der muslimischen Hochschulgruppe Berlin, Young Müsiad und Hudschat an-Nisa‘.

Kontakt:
[email protected]

Ramadan – ein Monat des Netzwerkens und des sozialen Engagements

By |Sonntag, 6 Juli, 2014

Die erste Woche des Ramadan ist vorüber. Eine gewisse Routine hat sich eingestellt, der Körper hat sich an das Fasten gewöhnt. Langsam fällt das Fasten leichter. Jeden Tag wird auf das Fastenbrechen hingefiebert. Ein gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) mit Anderen ist bei vielen regelmäßig eingeplant und immer ein Highlight. Es werden interkulturelle Iftare organisiert, es gibt Fastenbrechen in der Moschee aber auch viele Universitäten organisieren ein gemeinsames Fastenbrechen. So kommen viele verschiedene Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen um gemeinsam nach Sonnenuntergang zu essen und zu trinken. Und genau hier möchte ich anknüpfen. Denn was hat der Ramadan eigentlich mit Social Entrepreneurship zu tun? Und wie kann ich den Ramadan für mein soziales Projekt nutzen?

Der Ramadan ist auch ein Monat des Netzwerkens. Zu keiner anderen Zeit im Jahr kommen so viele unterschiedliche Menschen zusammen. Egal ob du in der Moschee oder bei jemandem zuhause eingeladen bist, du wirst immer neue Menschen kennenlernen. All diese Menschen haben einen anderen kulturellen Hintergrund, etwas anderes gelernt und einen anderen Horizont. Daher kannst du im Ramadan so wichtige Kontakte knüpfen. Wenn du ein Projekt hast dann nutze die Chance in dieser gesegneten Zeit es anderen Menschen vorzustellen: #daretoshare. Auch wenn bisher nur eine Idee in deinem Kopf umherschwirrt besprich sie doch einfach mal mit deinem Sitznachbar bei dem nächsten Iftar. Sei gespannt was er dazu sagt und vielleicht gibt er dir die entscheidenden Tipps!

Foto              Photo by Wesam Kerayem

Der Monat Ramadan ist aber auch ein Monat des sozialen Engagements. Wenn praktizierende Muslime fasten, möchten sie ihre Seele reinigen. Dies passiert aber nicht nur durch das Fasten sondern durch viele soziale Aktivitäten und der Einsatz für die Benachteiligten unserer Gesellschaft. Man gibt mehr Acht auf seinen Nächsten. Ärmere oder alte Menschen werden unterstützt. Man bringt ihnen Essen oder lädt sie zum Iftar ein. Beziehungen zu den Nachbarn werden gepflegt und viele alte Kontakte und Freundschaften wieder neu belebt. Denn dieser Monat steht im Zeichen der Gemeinschaft. Das Fasten fördert Mitgefühl aber auch Großzügigkeit. Somit sind auch Spenden ein wichtiger Bestandteil dieser besonderen Zeit und helfen benachteiligten und bedürftigen Menschen.

Nutze diese gesegnete Zeit auch um dein soziales Projekt voranzubringen. Hab keine Scheu und präsentiere deine Idee den Menschen und knüpfe wichtige Kontakte: Denn Ramadan ist auch ein bisschen der Monat des Social Entrepreneurships!

Juni 2014

ZahnräderX Hamburg Meet & Greet

By |Dienstag, 24 Juni, 2014

Am Donnerstag, den 19.06.2014, trafen sich etwa 15 engagierte Muslime in Hamburg zum ZahnräderX Hamburg Meet & Greet mit dem Interkulturellen Institut für Inklusion e.V. (kurz I.I.I. e.V.).
Das ZahnräderX Hamburg Team stellte zunächst sich und das Zahnräder Netzwerk vor. Beim anschließenden Essen stellte Merve Demir, Gründerin und erste Vorsitzende des I.I.I. e.V., ihren Verein, ihre Ziele und Wünsche vor. Der Verein wurde Anfang 2014 gegründet und möchte sich für die Belange von Muslimen mit Behinderung einsetzen. Ziel ist es nicht nur die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu unterstützen sondern auch Menschen ohne Behinderung aufzuklären und zu sensibilisieren.
Besonders zielt der Verein auf die Barrierefreiheit von islamischen Gemeinden ab, um Muslimen mit Behinderung die Zugänge zu Gemeindeaktivitäten, Gemeinschaftsgebeten und religiösen Unterrichten zu erleichtern. Dies könne, so die Vorsitzende des I.I.I. e.V. durch die Übersetzung der Predigten in Gebärdensprache und Rampen zu den Örtlichkeiten bzw. der Beachtung erleichterter Zugänge bei der Planung von Moscheen erreicht werden.

Der Verein konzentriert sich derzeit auf die Arbeit mit gehörlosen Muslimen, da Merve Demir Gebärdensprache studiert und somit ihr Wissen einbringen kann. Um ihre Arbeit zu erweitern suchen sie jedoch nach weiteren engagierten Menschen, die sie dabei unterstützen.
Im Gespräch unter den Teilnehmenden stellte sich die Wichtigkeit eines kontinuierlichen Austauschs über solch bedeutende Initiativen, wie die des I.I.I. e.V. und andere Aktivitäten im Bereich des sozialen Engagements heraus, sodass die Idee eines umfassenden Netzwerks der muslimischen Community in Hamburg als Wunsch abschließend geäußert wurde. Dem möchte ZahnräderX Hamburg gerne nachkommen.
Wir freuen uns auf das nächste Treffen und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das spannende Gespräch.

ZahnräderX BaWü Meet & Greet

By |Dienstag, 24 Juni, 2014

Nach einer erfolgreichen Kick-Off Veranstaltung im November 2013 ist ZahnräderX BaWü nun in die nächste Runde gegangen! Am 19. Juni haben sich etwa 20 engagierte Muslime zu dem Meet & Greet in Mannheim unter dem MottoNetzwerken getroffen. Nach einem kurzen Kennenlernspiel und der damit verbundenen gegenseitigen Vorstellung fing auch schon das Rahmenprogramm an. Ibrahim Kahraman, der Vorsitzende des Zahnräder Netzwerks, hat den Nachmittag mit einer kurzen Einführungsrede eingeläutet, indem er über die Arbeit, den Sinn und die Motivation von Zahnräder berichtet hat.Gefolgt von einer Vorstellung des Projekts ieat foods von Zaynah Minden, die auf der diesjährigen Bundeskonferenz in Berlin den dritten Platz belegt hat.

Das Projekt, welches in Großbritannien schon besteht und erfolgreich von der Gründerin Shazia Saleem geführt wird, möchte nun auch in Deutschland Fertiggerichte vermarkten, die halal und tayyib sind. Im Austausch mit den vielen Interessierten wurde schnell klar, dass dies auch in Deutschland eine Marktlücke ist und solche Produkte sehnsüchtig erwartet werden.

Zum Schluss stand das gemütliche Kennenlernen und Netzwerken auf dem Plan. Bei Waffeln, Eis und vielen anderen Köstlichkeiten wurden zahlreiche neue Kontakte geknüpft, alte aufgefrischt und Meinungen ausgetauscht.Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Tag, der nach einer baldigen Wiederholung ruft! Diesem Ruf möchte das ZahnräderX Team mit gemeinsamen Iftar-Abenden und Workshops gerne folgen.

ZahnräderX Meet & Greets in Hamburg und BaWü!

By |Dienstag, 24 Juni, 2014

Am Donnerstag, dem 19.06.2014 trafen sich Interessierte zeitgleich einmal in Baden-Württemberg und einmal in Hamburg zu einem Meet & Greet mit den Gewinnerprojekten der Zahnräder Konferenz 2014.

In Baden-Württemberg hatte man die große Möglichkeit den drittplatzierten, ieatfoods näher kennenzulernen. Zeliha Öcal, Leiterin des ZahnräderX BaWü Teams berichtet:

Nach einer erfolgreichen Kick-Off Veranstaltung im November 2013 ist ZahnräderX BaWü nun in die nächste Runde gegangen! Am 19. Juni haben sich etwa 20 engagierte Muslime zu dem Meet & Greet in Mannheim unter dem Motto Netzwerken getroffen. Nach einem kurzen Kennenlernspiel und der damit verbundenen gegenseitigen Vorstellung fing auch schon das Rahmenprogramm an. Ibrahim Kahraman, der VorsitzBaWueende des Zahnräder Netzwerks, hat den Nachmittag mit einer kurzen Einführungsrede eingeläutet, indem er über die Arbeit, den Sinn und die Motivation von Zahnräder berichtet hat.Gefolgt von einer Vorstellung des Projekts ieat foods von Zaynah Minden, die auf der diesjährigen Bundeskonferenz in Berlin den dritten Platz belegt hat.
Das Projekt, welches in Großbritannien schon besteht und erfolgreich von der Gründerin Shazia Saleem geführt wird, möchte nun auch in Deutschland Fertiggerichte vermarkten, die halal und tayyib sind. Im Austausch mit den vielen Interessierten wurde schnell klar, dass dies auch in Deutschland eine Marktlücke ist und solche Produkte sehnsüchtig erwartet werden.

Zum Schluss stand das gemütliche Kennenlernen und Netzwerken auf dem Plan. Bei Waffeln, Eis und vielen anderen Köstlichkeiten wurden zahlreiche neue Kontakte geknüpft, alte aufgefrischt und Meinungen ausgetauscht.Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Tag, der nach einer baldigen Wiederholung ruft! Diesem Ruf möchte das ZahnräderX Team mit gemeinsamen Iftar-Abenden und Workshops gerne folgen.

In Hamburg stellte sich der zweitplatzierte der Konferenz vor, das Interkulturelle Institut für Insklusion e.V. (kurz: I.I.I.e.V.).

Am Donnerstag, den 19.06.2014, trafen sich etwa 15 engagierte Muslime in Hamburg zum ZahnräderX Hamburg Meet & Greet mit dem Interkulturellen Institut für Inklusion e.V. (kurz I.I.I. e.V.). Das ZahnräderX Hamburg Team stellte zunächst sich und das Zahnräder Netzwerk vor. Beim anschließenden Essen stellte Merve Demir, Gründerin und erste Vorsitzende des I.I.I. e.V., ihren Verein, ihre Ziele und Wünsche vor. Der Verein wurde Anfang 2014 gegründet und möchte sich für die Belange von Muslimen mit Behinderung einsetzen. Ziel ist es nicht nur die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu unterstützen sondern auch Menschen ohne Behinderung aufzuklären und zu sensibilisieren.

Besonders zielt der Verein auf die Barrierefreiheit von islamischen Gemeinden ab, um Muslimen mit Behinderung die Zugänge zu Gemeindeaktivitäten, Gemeinschaftsgebeten und religiösen Unterrichten zu erleichtern. Dies könne, so die Vorsitzende des I.I.I. e.V. durch die Übersetzung der Predigten in Gebärdensprache und Rampen zu den Örtlichkeiten bzw. der Beachtung erleichterter Zugänge bei der Planung von Moscheen erreicht werden. Der Verein konzentriert sich derzeit auf die Arbeit mit gehörlosen Muslimen, da Merve Demir Gebärdensprache studiert und somit ihr Wissen einbringen kann. Um ihre Arbeit zu erweitern suchen sie jedoch nach weiteren engagierten Menschen, die sie dabei unterstützen.

Im Gespräch unter den Teilnehmenden stellte sich die Wichtigkeit eines kontinuierlichen Austauschs über solch bedeutende Initiativen, wie die des I.I.I. e.V. und andere Aktivitäten im Bereich des sozialen Engagements heraus, sodass die Idee eines umfassenden Netzwerks der muslimischen Community in Hamburg als Wunsch abschließend geäußert wurde. Dem möchte ZahnräderX Hamburg gerne nachkommen. Wir freuen uns auf das nächste Treffen und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das spannende Gespräch.

Die ZahnräderX Teams sind unter folgender E-Mail Adresse erreichbar:

Hamburg:
[email protected]
Ansprechpartnerin: Tugba Uyanik

Baden-Württemberg:
[email protected]
Ansprechpartnerinnen: Zeliha Öcal & Zaynah R. Minden

 

Der zweite Platz der Zahnräderkonferenz 2014: Interkulturelles Institut für Inklusion e.V.

By |Freitag, 20 Juni, 2014

Eine junge Frau steht auf der Bühne und hält einen Vortrag. Du hängst an ihren Lippen. Ihre Lippen bewegen sich zwar, aber du verstehst einfach nichts. Du bemühst dich und willst unbedingt verstehen worum es geht, aber es gelingt dir einfach nicht. So ergeht es vielen Menschen auf der ganzen Welt. Für uns eine ungewohnte und beängstigende Situation. Wie soll man sich als tauber Mensch zurechtfinden? Welche Möglichkeiten gibt es, die den Alltag erleichtern und auf welche Hürden und Grenzen stoßen Menschen mit Behinderung? Auch unter Muslimen wird dieses Thema immer noch sehr stiefmütterlich behandelt. Muslime mit Behinderung werden selten vollweIMG_1504rtig in eine Gemeinde integriert und es herrscht zudem ein Mangel an Zugang zu Literatur, die auf die jeweilige Behinderung abgestimmt ist.

Das Interkulturelles Institut für Inklusion e.V. (kurz: I.I.I. e.V.) wurde gegründet um Menschen die eine Behinderung haben, den barrierefreien Zugang zu islamischen Inhalten, Tagungen und Räumlichkeiten zu verschaffen. Aber das I.I.I. e.V. wirbt auch um ein besseres Verständnis für Menschen mit Behinderung und klärt Missverständnisse auf. Wusstest du zum Beispiel, dass für gehörlose Menschen die Gebärdensprache die Muttersprache ist? Deutsch, Türkisch, Arabisch oder Englisch muss wie eine Fremdsprache dazu gelernt werden. Oder war dir klar, dass Gebärdensprache national ist? Das bedeutet, dass jedes Land eine eigene nationale Gebärdensprache hat. Trotzdem klappt die Verständigung auch international mit sogenannten „international signs“. Spannende Informationen wie diese bauen Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung ab und fördern eine Inklusion in die Gesellschaft. Vielen Menschen ohne Behinderung fehlt einfach das Wissen, was sich in Unsicherheit in Bezug auf das Verhalten gegenüber Menschen mit Behinderung niederschlägt. Dem I.I.I. e.V. geht es aber nicht nur um Gehörlose. Ziel ist es unter anderem auch einen barrierefreien Zugang zu Vorträgen, Moscheen und Veranstaltungen zu gewähren. Blinden Muslimen soll mit islamischer Literatur in deutscher Brailleschrift der Zugang zu Wissen und Weiterbildung erleichtert werden. Des Weiteren soll die Webpage www.iiiev.org zu einer barrierefreien Internetpräsenz mit Mediathek und Austauschplattform für blinde und gehörlose Muslime ausgebaut werden.

Der I.I.I. e.V. hilft Vorurteile abzubauen und wirbt für Verständnis und Empathie. Das Erlernen der Gebärdensprache zum Beispiel eröffnet ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten zur Kommunikation mit gehörlosen Muslimen. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat ist beim I.I.I. e.V. herzlich Willkommen, egal aus welchem Bereich er kommt.

Weil auch die Teilnehmer der diesjährigen Zahnräderkonferenz so begeistert von der Idee waren hat der I.I.I. e.V. verdient den zweiten Platz gewonnen. Wir gratulieren nochmals herzlich, freuen uns auf fruchtbare Zusammenarbeit und wünschen dem I.I.I. e.V. viel Erfolg mit ihrem Projekt. Vergesst nicht das Projekt zu liken und zu teilen auf Facebook, Twitter und Co: #daretoshare!

Der dritte Platz der diesjährigen Zahnräderkonferenz: ieat foods

By |Donnerstag, 5 Juni, 2014

In der Filiale einer beliebigen deutschen Supermarktkette. Die Auswahl ist riesig. Viele verschiedene Sorten Pizza warten darauf im Ofen knusprig zu backen. Trotz der großen Auswahl fällt die Entscheidung gezwungenermaßen leicht: Thunfischpizza. Daily Business für viele Muslime in Deutschland, denen es wichtig ist halal-zertifizierte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, aber die Zeit fehlt alles selbst zuzubereiten. Mit Thunfisch ist man da auf der sicheren Seite, aber eigentlich hätte man ja doch lieber eine Salamipizza oder die leckere Lasagne genommen.

IMG_1502ieat foods möchte diese Marktlücke nutzen und Halal-Fertiggerichte in gängigen deutschen Supermarktketten etablieren. In Großbritannien ist das junge muslimische Unternehmen bereits bekannt und äußerst erfolgreich gestartet. Aber ieat foods geht einen Schritt weiter als nur Halal-Produkte herzustellen. Das Ziel ist ein Produkt, welches halal bezwiehunsgweise tayyab aber gleichzeitig auch von hochwertiger Qualität ist. Das heisst es werden keine Zusätze verwendet, alle Zutaten stammen aus der eigenen Küche, das Fleisch wird aus artgerechter Haltung bezogen und eine nachhaltige Produktion liegt im Fokus. Dies soll den bedenkenlosen Konsum von Fertiggerichten ermöglichen. Endlich Lasagne als Fertiggericht ohne Sorge um Zusatzstoffe und undurchsichtige Fleischzusammensetzungen. So musst Du dir wirklich keine Sorgen machen, dass in deiner Lasagne Pferdefleisch ist. Kurz gesagt: ieat foods steht für eine gesunde und vollwertige Ernährung mit halal-zertifizierten Produkten ohne selbst den Kochlöffel schwingen zu müssen.

Weil auch die Teilnehmer der Zahnräder Konferenz 2014 die Idee so gut fanden, hat ieat foods den dritten Platz gewonnen und wird fortan von uns materiell und ideel unterstützt. Auch Ihr würdet das Projekt gerne unterstützen? ieat foods freut sich über jede Art von Hilfe, Know-How aber auch Kritik. Außerdem liked und shared auf Facebook, Twitter und Co. Und helft somit dem Projekt zu weiterem Erfolg: #daretoshare!