HIMA - islamisch, grün, nachhaltig
Oft hören wir von Herausforderungen, die uns in unserem Alltag, in der Familie, in der Schule, Uni oder Arbeit begegnen. Doch selten hören wir von einer Herausforderung, die unser Lebensstil und seine Folgen auf die Umwelt betreffen. Und noch seltener hören wir Muslime, die sich zu diesem Thema äußern und die sich tiefgründig mit dem Schwerpunkt ‚Islam und Umwelt‘ beschäftigen. Um diese Lücke zu füllen, stellte Noureddin A. die Projektidee „Grüner Blickwinkel - Umweltschutz aus islamischer Perspektive“ auf der Zahnräder-Konferenz 2010 vor und konnte mehrere Interessierte für das Projekt gewinnen. Später initiierte die evangelische Akademie Loccum im gleichen Jahr die Tagung “Wie grün ist der Islam?” um einen Einblick in die islamischen Bezüge zu Umwelt und Nachhaltigkeit zu gewähren. Mit denen in Loccum dazu gewonnen Interessenten kommt es nach den wöchentlichen Internet-Sitzungen zur Gründungsversammlung von HIMA im April 2011. HIMA - der Begriff ist eine traditionelle Maßnahme für Naturschutz, die in mehreren Ländern weiterhin angewandt wird. In HIMA wollen wir ein ethisches, ökologisch-nachhaltiges Handeln – motiviert von der islamischen Umweltethik fördern und eine Auseinandersetzung mit diesem Themenschwerpunkt voranbringen.
Wir haben HIMA zu Aktivitäten und Neuigkeiten befragt:
Wie läuft es derzeit bei HIMA?
HIMA formiert sich gerade zu einer Organisation und ist außer mit der üblichen Koordinierungs- sowie Öffentlichkeitsarbeit, damit beschäftigt die Mitglieder professionell zu schulen, um aus ihnen repräsentative Multiplikatoren zu machen. Das enorm positive Feedback bei dem MJD-Meeting 2011 zeigte uns, was für eine große Lücke mit HIMA, so Allah will, geschlossen wird.
Wie begegnen andere dem HIMA-Projekt?
Teilweise entgegnete HIMA überschwängliche Freude über eine längst überfällige Auseinandersetzung mit dem Themen-Komplex: „Natur- und Umweltschutz aus islamischer Perspektive“. Zum Beispiel haben wir mit unserer „Seedbombs“ - (Guerillia Gardening) Aktion beim MJD-Meeting ein Gefühl dafür vermitteln können, wie einfach es ist selbst die wünschenswerte „Veränderung“ zu sein. Am besten wachsen wir allerdings an konstruktiver Kritik. Jeder ist dazu aufgefordert die Wege über E-Mail oder Facebook nicht zu scheuen, um uns auf Dinge aufmerksam zu machen die wir übersehen haben.
Wie hat sich HIMA weiterentwickelt?
Wir sind pragmatischer und effektiver geworden und haben Skype, Mixxt & Co. genutzt. Formal-juristisch wird HIMA umgehend ins Vereinsregister eingetragen. Es gelingt HIMA zunehmend nützliche Netzwerke aufzubauen und unsererseits wichtige Informationen zu islambedingt-nachhaltigem Handeln anzubieten. Und wir erreichen zunehmend eine breitere Öffentlichkeit durch Homepage, Facebook und Infoflyer. Insgesamt ist die damalige Projektidee durch Kontinuität „reifer“ geworden.
Was sind die nächsten Schritte?
Wir wollen jetzt nicht viel verraten, aber euch erwartet ein sehr spannendes Projekt, ein Wettbewerb, woran jede Person teilnehmen kann. Mehr verraten wir nicht! Wir befinden uns in der Vorbereitungsphase und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Projekt erst Anfang 2012 starten, wenn Allah will. Bis dahin sind wir im Bereich der Erwachsenenbildung, der Aufklärung über Umweltthemen und Islam tätig. So haben wir schon ein Bio-Fairtrade Frühstück in einer Moschee organisiert. Von solchen Projekten wird man in naher Zukunft noch viel mehr hören. Unsere Nachrichten und Neuigkeiten kann man auf der HIMA-Homepage verfolgen: www.hima-org.com und auf Facebook: “HIMA-Umwelt-und-Naturschutz-aus-islamischer-Perspektive“
Vielen Dank für das Interview!
