Besinnlichkeit, viel Harmonie, etwas Besonnenheit liegen in der Luft. Vorfreude, viel Aufregung, etwas Hektik liegt zwischen den regen Akten der Vorbereitungen. Und Glück, ganz viel Spannung, etwas Hoffnung umgibt die kleinen Köpfe, die sich über die Hände der Erwachsenen beugen und je einen schnellen Kuss auf diesen lassen, um ein kleines Taschengeld einzuheimsen. Es gibt besondere Tage unter Muslimen, Tage, die nicht nur mit ihrer Bedeutung, sondern auch mit der Verbringung dieser herausstechen. Nach einmonatigem Fasten beglückte uns das sogenannte Eid-ul Fitr, das Ramadanfest, und nun beseelt die muslimischen Kreise das Eid-ul Adha, das Opferfest.

Auch im Netzwerk wird an diesen Tagen innegehalten, die Vorzüge und Eigenschaften dieser gedacht, von jedem geteilt und von allen genossen. Besonders an diesen Tagen wird die auch sonst erlebte Einheit, der engumschnürte Zusammenhalt hervorgehoben, durch Aktivitäten und gegenseiten Beglückwünschungen emporgehoben, auf den präsenten Netzwerksockel. Ramadan verlief mit dem Bündel an gemeinsamen Iftaren in verschiedenen Städten auf eine ganz spezielle und erinnerungsträchtige Weise. Um unterschiedlichen Tischen saßen unterschiedliche Zahnräder in völlig unterschiedlichen Orten, rund um Deutschland versprühte das Netzwerk seinen Teamgeist, seinen Kern des sozialen Miteinanders. Und auch am Ramadanfest war die große Festlichkeit über das Netzwerkonstrukt gelegt, jeder beglückwünschte jeden, jeder freute sich wie der andere.

Eid ist mehr als ein Tag zwischen emsigen Gratulationen vor Moscheen, tobenden Kindern in Haushalten. Es ist mehr als die süßlich duftenden Gerüche in den Wohnungen oder die zahllose Ladung an Schuhen der Besucher vor der Haustür. Das Wesensmerkmal dieser Tage ist das Gefühl der Einheit, der Fokus auf diesem und die gebührende Auslebung von Seiten der Muslime. Es stärkt das zwischenmenschliche Verbundenheitsgefühl enorm, die soziale Ader eines jeden pocht auf an diesen Tagen, an diesem Tag. In unermüdlichem Takt.

Nicht nur, dass Eid unter Muslimen das Gefühl einer gemeinsam gelebten Freude schafft, auch das dringende Bedürfnis jene Freude mit nicht gemeinen Gemütern zu teilen regt sich und lässt an Nachbarstüren klopfen, um Teller befüllt mit traditionellem Baklava, nur eine Art der unzähligen Süßspeisen an Eid, oder deftigem Essen mit einem überschwänglichem Lächeln zu übergeben. Eid ist eine konstante Erinnerung an die so manche Zeit zu schwinden scheinenden sozialen Prägungen unserer Gesellschaft. Tage, die auf Gemeinnützigkeit deuten, auf verblasste Handlungen wie das selbstverständliche Zulächeln und Beglückwünschen von zwei Fremden oder das harmonische Beisammensitzen, vermengt mit reellen, ehrlichen Gesprächen, fernab von technokratisch bedingten Screenshotbeschüssen und Selfiewellen. Besonders in einem sozial konnotierten Netzwerk, wie der unserem, sind solche Tage gelebte Reminder. Um dieser Auslebung gerecht zu werden, bedarf es nichts weiter als Authentizität und Offenheit innerhalb der Kommunikation, Besonnenheit und Rücksicht innerhalb der Handlungen mit-und untereinander. Und dies erlebten wir sowohl im gesamten Ramadan, wie im darauffolgenden Fest, als auch heute, am Opferfest.

Erneut durchleben wir all die wunderschön verbindenden Gefühle, die gemeinsamen Emotionen, die dieser mit Familie und Freunden bepackte Tag in allen Ecken Deutschlands versprühen lässt. Als das Zahnräder Netzwerk sind wir neben der festlichen Stimmung, auch dem sozialen Pushpotenzial des Eid bewusst und weisen mit Elan und Nachdruck auf dieses hin. Lasst uns den Eid nicht um unser, sondern um unser aller Willen verbringen. Um der gemeinschaftlichen Symbolik nicht nur nachzusinnen, sondern nachzuahmen.

Wir wünschen Euch, jedem Einzelnen da draußen, ein wunderschönes und gesegnetes Opferfest. Auf dass uns die besonders heute spürbare Einheit nie verlässt.

 

zrrr

Ein gelungenes Iftaressen von vielen: ZahnräderX Hessen