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Interview #2: Spielen bildet und verbindet

Die Gewinnerin des dritten Platzes der Zahnräder Bundeskonferenz Dr. Jinan Rashid erzählt uns in einem Interview von ihrem Projekt „Spielen bildet und verbindet“, ihren Zielen und Visionen. Es ist das weltweit erste Kommunikationsspiel rund um die fünf Säulen des Islams und erweckt daher sehr viel Neugier.

Dies ist das zweite Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.

ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Dr. Jinan Rashid: Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Religionen durch das eigens entwickelte Spiel über die 5 Säulen des Islam „The Top 5 For Life“ zu verbinden, um den Islam gemeinsam zu entdecken und dabei Lernen und Spaß haben, Nachdenken und ins Gespräch kommen auf einer spielerischen, kreativen und kommunikativen Art.

 

ZR: Wie kann man euch unterstützen/Was braucht ihr?

Dr. Jinan Rashid: Allgemein kann uns jeder als Multiplikator u./o. als Spielpate unterstützen, in dem er das Spiel in seinem Umfeld (Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen usw.  )bekannt macht und spielt. Spezielle Unterstützung brauchen wir im Bereich Marketing, Vertrieb und social media.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)

Dr. Jinan Rashid: Hinter dem Spielprojekt steht die Vision einer interaktiven Erlebnisausstellung zur Eröffnungssure der Korans (Sure El-Fatiha) für Kinder und Erwachsene, damit der Islam über das Auf-Fassen / Be-Greifen und Be-Denken zum Ver-Tiefen  und Ver-Binden führt.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Dr. Jinan Rashid: Neben sehr viel persönliche Motivation und Energie hat die Zahnräder Konferenz mein Projekt in kürzester Zeit stark ins Licht gerückt und einen sehr großen Schub nach vorne gegeben in jeder Hinsicht. Mein Projekt hat jetzt dank Zahnräder einen Düsenantrieb.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Dr. Jinan Rashid: Das eigene Projekt so sehen, wie einen Samen, den man in die Erde setz und pflegt bis daraus ein Baum wird der Früchte trägt. Also immer dran bleiben, nie aufgeben und sich in Geduld stark üben und bei jeder Hürde oder Herausforderung als Erstes Allah um Hilfe bitten (Bittgebet) und  das quranische „Lies“ als eine Aufforderung neue Welten zu entdecken und kreativ Lösungen zu finden, zu verstehen.

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Dr. Jinan Rashid: Gandhis Worte “Sei du die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst“.

 

 

By |Dienstag, 20 August, 2013|News, Projektinterviews|0 Comments

Interview #1: Deaf-Islam e.V., ein Projekt für Barrierefreiheit

Die Erstplatzierten der Zahnräder Bundeskonferenz Deaf-Islam e.V. erzählen uns in einem Interview von ihrem Projekt, ihren Zielen und Visionen. Deaf-Islam e.V. ist ein Verein gegründet von und für gehörlose Muslime im Jahre 2010. Das Interview wurde vom Zahnräder Presseteam mit dem Deaf-Islam Vereinsgründer Ege Karar geführt.

Dies ist das erste Interview einer Interviewserie, die wir mit den beliebtesten Teilnehmer-Projekten der Zahnräder Konferenz 2013 durchgeführt haben.


ZR: Worum geht’s bei deinem Projekt?

Ege Karar: Ziel des Projektes ist es, gehörlosen Muslimen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen, die ihnen bisher entweder völlig vorenthalten oder nur sehr schwer zugänglich waren. Um diesem momentan vorherrschenden Umstand entgegenzuwirken, müssen besonders nicht-gehörlose Muslime für die Bedürfnisse sprachlich-kulturell eingeschränkter Glaubensgeschwister sensibilisiert bzw. die diesbezüglichen Informationsdefizite abgebaut werden. So sind z.B. die Freitagsgebete in den Moscheen oder auch die Texte auf Internetseiten im Moment nicht barrierefrei, da sie keine Angebote in Gebärdensprache bereithalten. Unter Barrierefreiheit verstehen wir das Vorhandensein von Gebärdensprachvideos. Das mangelnde Wissen nicht-gehörloser Menschen setzt eine unbegründete Lesekompetenz gehörloser Menschen voraus. Die wenigsten Gehörlosen verfügen über eine solche Kompetenz, die aufgrund eines völlig anderen Sprachsystems nur schwer und -wenn überhaupt- durch eine besondere Förderung zu erreichen ist. Da wir uns auf eine Gruppe beziehen, die größtenteils aus Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besteht, dürfen wir nicht für alle ausnahmslos eine solche Förderung voraussetzen.

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ZR Team: Wie kann man euch unterstützen?

Ege Karar: Für die Freitagsgebete benötigen wir Gebärdensprachdolmetscher, die finanziert werden müssen. Hierbei können wir die Unterstützung von denjenigen brauchen, die sich mit dem Akquirieren von Geldern auskennen. In der Umsetzung von barrierefreien Internetseiten wäre die Unterstützung von Programmierern hilfreich. Nicht zuletzt brauchen wir dringend Fachkräfte aus den Bereichen Gebärdensprache, idealerweise Muslime,  und Islamwissenschaft, um die Idee, die hinter unserer Arbeit steckt, produktiv und professionell weiter zu entwickeln. Außerdem wünschen wir uns engagierte Mitglieder, die sich aktiv für gehörlose Geschwister einsetzen, um die muslimische Community in dieser Angelegenheit zu sensibilisieren und sie, so weit es geht, an die Öffentlichkeit zu tragen.

ZR Team: Wohin soll es gehen?

Ege Karar: Unser Ziel ist es, islamische Informationen zeitgleich und im gleichen Umfang zu erhalten, wie es bei hörenden Menschen der Fall ist, da unsere religiösen Pflichten und Verantwortungen genau die gleichen sind und gehörlos zu sein überhaupt kein Hindernis für das Befolgen dieser darstellen darf. Leider werden die meisten Beeinträchtigungen oft schnell in Verbindung mit einer Befreiung von religiösen Pflichten gebracht, was keineswegs der Fall ist. Besonders im Hinblick auf Gehörlose, muss diese Denkweise umgehend beseitigt werden, denn wir haben keine geistige Behinderung, sondern sind eine sprachliche und kulturelle Minderheit.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2013 mitgenommen?

Ege Karar: Auf der Zahnräder Konferenz in Heidelberg bin ich mit vielen Experten und Fachleuten in Kontakt gekommen und die Gespräche haben mir gezeigt, dass wir mit unserem Verein „Deaf Islam“ nicht alleine sind, sondern dass viele Menschen hinter und an unserer Seite stehen.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?

Ege Karar: Wie bei vielen anderen Startups hat man oft Probleme dabei, Mitstreiter zu finden, die man gerade am Anfang dringend nötig hat. Hier muss man sich auf die Suche nach Plattformen machen, bei denen man auf geeignete Unterstützer trifft, um das zu lösende gesellschaftliche Problem effektiv anzugehen. Wenn man die Mitstreiter gefunden hat und einen Plan ausgearbeitet wurde, fehlt es meistens an Geld, um die weiteren Schritte zu gehen. Man muss den Verein bzw. das Projekt bekannt machen, auf verschiedene Veranstaltungen gehen, um weitere Unterstützer zu finden. Meistens sind die Menschen bereit zu helfen, nur muss man das Problem an sie herantragen und diese dafür sensibilisieren. In unserem Fall hat uns das Zahnräder-Netzwerk ermöglicht, einen großen Sprung vorwärts zu machen, Mitstreiter sowie monetäre Unterstützer wurden auf uns aufmerksam oder wurden vermittelt.

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?

Ege Karar: An-Nu’man ibn Baschir (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtet, dass der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

„Das Gleichnis der Überzeugten in ihrer gegenseitigen Freundschaft und Barmherzigkeit sowie ihrem Mitgefühl füreinander ist wie der Körper eines Menschen: Wenn ein Glied leidet, so leidet der ganze Körper an Schlaflosigkeit und Fieber.“  (Buchari/ Muslim)

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Deaf-Islam e.V. auf Facebook: https://www.facebook.com/deafislamev

By |Sonntag, 4 August, 2013|News, Projektinterviews|0 Comments

Zahnräder gratuliert dem Avicenna-Studienwerk

Am Dienstag hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt gegeben, dass das neue Avicenna-Studienwerk in den Kreis der vom BMBF unterstützten Begabtenförderungswerke aufgenommen wird. Damit wird neben den drei bisher bestehenden konfessionell ausgerichteten Studienwerken ein viertes, islamisches, etabliert. „Dieser Schritt erkennt die Bedeutung von engagierten Muslimen für die Gesellschaft an und würdigt sowohl die Arbeit des Zahnräder-Netzwerks als auch das gesellschaftliche Engagement der Social Entrepreneurs, die sich im Zahnräder-Netzwerk zusammengefunden haben“, so der stellv. Vorsitze von Zahnräder e.V., Abdulkadir Topal. „Wir freuen uns, dass das Zahnräder-Netzwerk in die Mitgliederversammlung des Avicenna-Studienwerks gewählt wurde und werden unseren Beitrag zur akademischen Exzellenz der Muslime in Deutschland leisten.“

Das Avicenna-Studienwerk beabsichtigt, zum Wintersemester 2014/2015 mit der Förderung zu beginnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die vom Studienwerk vergebenen Stipendien finanzieren und plant, hierfür in den kommenden vier Jahren rund sieben Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Muslimische Studierende an deutschen Hochschulen können – ebenso wie die Stipendiatinnen und Stipendiaten der übrigen Begabtenförderungswerke – mit einem einkommensabhängigen Grundstipendium von bis zu 670 Euro im Monat und einem zusätzlichen Büchergeld gefördert werden. Promovierende erhalten pro Monat 1050 Euro. Neben überdurchschnittlichen Leistungen zählt bei der Bewerbung auch gesellschaftliches Engagement.

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Mehr Informationen auf http://www.avicenna-studienwerk.de/

By |Sonntag, 21 Juli, 2013|News|0 Comments

Die Zahnräder Konferenz 2013

Heidelberg – Tag 1

Über 100 junge Sozialunternehmer, Networker und Ideengeber – die Zahnräder Konferenz 2013 startete am 1. Konferenztag in Heidelberg mit vollem Erfolg.

Melih Kesmen, Gründer von Style Islam

Melih Kesmen, der Gründer von Style Islam, einem der führenden und populärsten muslimischen Mode- und Designlabels machte den Anfang auf eine humorvolle und amüsante Weise. In seinem Vortrag sprach der Unternehmer und Designer über seine Motivation, das Unternehmen zu gründen – zu einer Zeit, in der die Muslime unter Generalverdacht standen: dem 11. September 2001. Als Kesmen damals ein T-Shirt mit dem Aufdruck „I love my Prophet“ bedruckte, reagierten viele Freunde, Bekannte und sogar Fremde auf der Straße begeistert – wo man das T-Shirt denn kaufen könne, wollte man wissen. Kesmen erkannte die Gelegenheit und gründete zusammen mit seiner Frau StyleIslam. Seither ist StyleIslam gewachsen und produziert neben T-Shirts auch Accessoires oder auch funktionale Taschen, die als portable Gebetsteppiche genutzt werden können.

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© Seren Basogul

1 Minute. Knapp 50 Projekte.

Nur eine Minute hatten die teilnehmenden Projekte am Freitagabend Zeit sich und ihr Projekt, ihre Idee oder ihr Konzept vorzustellen. Mit Bildern, Videos und originellen Sprüchen versuchten sie das Publikum von sich zu überzeugen. Von Umweltinitiativen, Talentwettbewerben, Organspende-Aktionen bis hin zur mobilen Spende-Plattformen haben sich vielfältige Projekte mit ihren innovativen Ideen den Teilnehmern vorgestellt. Am Ende des Abends hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit vier Projekte in die zweite Runde zu wählen – 24 Projekte mit den meisten Stimmen hatten die Möglichkeit am zweiten Konferenztag dem Publikum ausführlicher vorzustellen.

Der Abend endete ausgelassen und gab den Teilnehmern Raum und Zeit Fragen zu stellen und sich auszutauschen – mit Spannung darauf, wer am nächsten Tag seine Projekte vorstellen wird.

Heidelberg – Tag 2

Nach dem Vortrag zu Innovation und Social Entrepreneurship von Ali Aslan Gümüsay, dem Vorsitzenden von Zahnräder und Doktorand an der Universität Oxford, ging es am zweiten Tag der Konferenz dann richtig los: 24 der knapp 50 Projekte, die am Abend des ersten Konferenztages kurz vorgestellt wurden, durften sich nun in einem längeren Vortrag vorstellen, mit den Teilnehmern diskutieren und ihr Wissen austauschen.

Vier Projekte stellten sich jeweils parallel in unterschiedlichen Räumen vor – eine schwere Entscheidung bei der großen Auswahl. „Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welchen Vortrag ich mir anhören sollte. Bei so vielen spannenden Projekten war die Entscheidung nicht immer ganz einfach“, sagte Redouan Aoulad-Ali, Teilnehmer und Aktiver bei Hima e.V..

Den Projektvorstellungen folgte ein Projektaustausch. In Gruppen fanden sich die Teilnehmer zusammen, um sich innovativ und kreativ über ihren Bereich auszutauschen. Denn im Austausch und beim Netzwerken entstehen manchmal die spannendsten Lösungen und Ideen.

Online Zusammenarbeiten, Social Media-Strategien und Think Tank

In der Workshop-Phase arbeiteten die Teilnehmer produktiv in drei Bereichen:

Abdulkadir Topal, der stellvertretende Vorsitzende des Zahnräder Netzwerks und Product Manager bei Firefox, leitete den Workshop über die Online-Infrastruktur in Vereinen und stellte den Teilnehmern die Frage „Wie kann man online besser zusammen arbeiten?“ In den nächsten Tagen sollen die Best Practise-Beispiele und Vorschläge, die das Team erarbeitet hat, auch online zugänglich werden.

Büsra Todil, Leiterin des Social Marketing Teams bei Zahnräder und Account Managerin bei Facebook in Irland, leitete gemeinsam mit Ehsaan Qadir, Design Ingenieur bei Airbus, die Teilnehmer in Projekt Development und Facebook Marketing ein.

Im Workshop Think Tank wurden die Teilnehmer unter der Leitung von Suna Damat (Leiterin) und Cihan Sügür vom internen Think Tank Team über die Aufbauphase des Zahnräder Think Tanks informiert und in einer Rollensimulation bereits erste Themen diskutiert. Zu der Zufriedenheit der Leiter: „Es war einfach erstaunlich, wie schnell die Leute dachten – schon viel weiter, als wir uns es vorgestellt hatten. Die TeilnehmerInnen nahmen uns zum Teil die Arbeit weg“, sagte Suna Damat nach dem Workshop.

Ausklang: ein Vortrag und eine Stadttour

Der Höhepunkt des Tages war der Vortrag von Ege Karar über den Verein Deaf Islam e.V., einem Verein für taube Muslime. Sympathisch, mit Witz und Humor eröffnete er den Teilnehmern einen neuen Blick auf die Welt – und zeigte gleichzeitig auch auf, welche Hürden taube Muslime erfahren und wo man ansetzen kann, um barrierefreie Moscheen und Gemeinden aufzubauen.

Der zweite Konferenztag endete mit einer musikalischen Einlage vom Musiker Tarik und einer gemeinsamen Stadttour durch Heidelberg. Die überwältigende Aussicht am Abend auf die Stadt vom Heidelberger Schloss war ein wundervolles abschließendes Erlebnis.  „Die Zahnräderkonferenz 2013 in Heidelberg war ein großer Erfolg! Es hat riesen Spaß gemacht und ich habe tolle Menschen kennen gelernt!“ sagte Tasnim Baghdadi, die in diesem Jahr zum ersten Mal an der Zahnräder Konferenz teilnahm.

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© Seren Basogul

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© Seren Basogul

Heidelberg – Tag 3

Am dritten und letzten Konferenztag war es endlich so weit: Die Preisverleihung.

Die drei Projekte mit den meisten Stimmen sollten mit einer kleinen finanziellen Hilfe für ihr Projekt belohnt werden.

Auf den 3. Platz dotiert mit 600 Euro schaffte es in diesem Jahr das Brettspiel „The TOP 5 For Life“ von Dr. Jinan Rashid, der Geschäftsführerin des Verlags Cube & Orbit. In dem Gesellschaftsspiel begeben sich die Spieler auf eine interessante Entdeckungsreise durch den Islam – mit dem Motto „Spielen bindet und verbindet“.

Das Projekt „NOUR Energy“ erhielt den zweiten Preis von 900 Euro. Nour Energy hat es sich zum Ziel gemacht, gemeinnützige Einrichtungen wie Moscheen zum Thema „Photovoltaik“ zu beraten und in der Durchführung von umweltschonenden, grünen Projekten zu unterstützen. „Wir möchten es uns nicht nehmen lassen, uns auch für die lobenswerte Arbeit der Zahnräder zu bedanken und ihre Leistungen zu würdigen“, sagte Nour Energy zum Abschluss, und „Darüber hinaus bedanken wir uns bei allen Teilnehmern für den freundlichen Austausch und die Bereicherung mit ihren Erfahrungen und erworbenen Kenntnissen.“

Unangefochtener Sieger der Konferenz war Deaf Islam e.V. Stellvertretend für Ege Karar nahm Funda Fidan den 1. Preis von 1.2000 Euro entgegen. Ege Karar feierte den verdienten ersten Platz mit den Worten: „Unser erstes Erfolgserlebnis, unsere erste Auszeichnung!“  Der Verein setzt sich für Barrierfreiheit innerhalb der muslimischen Gemeinden, so wie dem Zugang zu Texten und Predigten für taube Muslime ein. Der Einsatz und die Leidenschaft von Deaf Islam beeindruckte und berührte Teilnehmer wie Organisatoren sehr.

Der zusätzlich zum Preis der Teilnehmer vergebene Jury-Preis von 300 Euro ging an das Bibliotheksprojekt des Islamischen Zentrums in Dresden.

Die nächste Zahnräder Konferenz wird im Frühjahr 2014 voraussichtlich in Norddeutschland stattfinden. Bis dahin werden die Aktivitäten aber in den zahlreichen lokalen ZahnräderX Gruppen weitergeführt. Mehr Informationen zu Zahnräder X hier.

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@ Seren Basogul

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© Seren Basogul

By |Montag, 22 April, 2013|News|0 Comments

Der erste muslimische Think Tank Deutschlands wird gegründet

Seien Sie dabei, wenn der erste muslimische Think Tank Deutschlands zum Einsatz kommt und den Weg für Veränderungen ebnet!

Der Zahnräder Think Tank stellt im Rahmen des Zahnräder Netzwerkes ein eigenständiges Projekt dar und gibt muslimischen Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen, wie  Politik, Wirtschaft, Recht, Kunst und Kultur die Gelegenheit, gesellschaftsrelevante Problembereiche anzugehen und konstruktive Lösungswege zu entwickeln und Umsetzungsprozesse anzustoßen.

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© Younes Al-Amayra

Die zukünftigen Think Tank-Mitglieder

  • setzen sich beruflich oder ehrenamtlich mit gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinander
  • möchten ihr Wissen teilen und gezielt einsetzen
  • denken zukunfts- und lösungsorientiert
  • möchten den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Öffentlichkeit stärken
  • schauen gerne über den „Tellerrand“ und denken interdisziplinär

Der Zahnräder Think Tank wird gemeinsam Ideen und Projekte erarbeiten und zugleich einzelnen Expertinnen und Experten die Möglichkeit geben, ihre Ideen einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Zudem profitieren Think Tank-Mitglieder von einem interessanten und anregenden Austausch mit Expertinnen und Experten aus anderen Bereichen.

In Kürze erhalten Sie weitere Informationen zum Zahnräder Think Tank und dem Bewerbungsprozess. Bei Fragen melden Sie sich gerne bei Suna Damat unter s.damat@zahnraeder-netzwerk.de.

By |Dienstag, 5 März, 2013|News|0 Comments

Mach mit bei Zahnräder!

Seit der Gründung in 2010 ist Zahnräder immer mehr gewachsen, mittlerweile sind wir zu einem Team von über 60 Personen geworden mit zahlreichen Arbeits- und Projektgruppen und wir suchen noch weiter nach engagierten und interessierten Bewerbern!

Sei es im Konferenz Organisationsteam, im Finanzteam oder bei Marketing, Zahnräder gibt dir die Möglichkeit deine Fähigkeiten einzusetzen, mit tollen Leuten zusammenzuarbeiten und das Zahnräder Netzwerk weiter auszubauen. Ziel ist es, dass auch Du weiterkommst, Dich verwirklichen kannst und viel lernen kannst.

Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen: hr@zahnraeder-netzwerk.de

(Bei Klick auf das Bild gelangst zur Pdf-Datei mit den Beschreibungen der Positionen, die offen sind)

By |Freitag, 18 Mai, 2012|News|1 Comment

Archiv: Zahnräder Konferenz 2011

Wir befinden uns in einer kleinen Stadt in Norddeutschland, Petershagen nahe Minden. Der Kalender sagt uns, dass es der 7. Oktober 2011 ist. Die Teilnehmer der Konferenz sind größtenteils schon eingetroffen und haben sich mit den Räumlichkeiten der Jugendherberge schon vertraut gemacht.

© Younes Al-Amayra

Im großen Vortragssaal beginnt um 17 Uhr die Konferenz mit einer Rezitation aus dem Qur’an. Nach einer kleinen Einleitung und Begrüßung des Moderationsteams eröffnet Ahmad Abdelmonem vom AKE Bildungswerk die Vortragsreihe am ersten Abend. In seinem Vortrag vermittelte er Möglichkeiten zum Erlangen ideeller und finanzieller Unterstützung von Projekten und Initiativen.

Einen ersten Eindruck von gesellschaftlichen Projekten durch Muslime durften wir bei der Präsentation von Study Coach 2.0 erfahren, welche dieses Jahr die Auszeichnung zum Impulsprojekt gewonnen hatten. Study Coach 2.0 führt aktiv anhand eines ausgeklügelten Beratersystems Abiturienten/-innen und angehenden Studenten/-innen in und durch eine studentische Karriere.

Der Architekt Alen Jasarevic vermittelte den Anwesenden auf beeindruckende Weise und mit simplen, aber aussagekräftigen Fotos von innovativen Methode Moscheen zu entwerfen, welche mehr der mitteleuropäischen Lebenswirklichkeit entsprechen. Er zeigt Bildern aus der von ihm entworfenen Moschee in Penzberg im katholischen Oberbayern, welche in den lokalen als auch überregionalen Medien mehrmals lobend erwähnt wurde.

Als Ausklang für den Abend gab es eine interaktive Runde von „Human Bingo“, um das Netzwerken voran zu bringen und Kontaktbarrieren aufzuheben.

Tag 2

Bis 7:45 Uhr hatten die Teilnehmer Zeit ihre 20 „Lieblingsprojekte“ zu wählen, welchen dann die Möglichkeit gegeben wurde sich im Tagesverlauf in den Seminarräumen in Kleingruppen näher vorzustellen.

Die Projekte wurden in verschiedene Themengebebiete unterteilt. So gab es Projekte in der Kategorie Bildung, Kunst, Medien, Gesundheit/Medizin, Umwelt, Wissenschaft, Wirtschaft und der am häufigsten gewählten Kategorie: Soziales. Neben den Projekten gab es zu jedem Themengebiet auch immer Vorträge, die man besuchen konnte, um sich zu informieren und motivieren.

Gegen 17:00 Uhr stellte sich das „Netzwerk-Zahnräder“ selbst vor. Die neuen funktionellen Gruppen präsentieren sich in kurzen Abschnitten, so gibt es neben einem Organisationsteam, einem Presseteam, der Finanzabteilung und einigen weiteren, auch eine Human Ressources Abteilung (Personalwesen).

Der Abend wird abgerundet durch einen sehr beeindruckenden Vortrag von Erika Theißen, der Geschäftsführerin des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen e.V. (BFmF e.V.) in Köln. Mit dem mehrsprachigen und vielseitigen Angebot an Projekten im Bereich der Betreuung, Bildung und Begegnung schafft das BFmF eine vorbildliche Plattform für bisher mehrere Tausend–zum überwiegenden Teil weibliche – Muslime, aber auch für ca. 30% Nichtmuslime.
Mehrfach wurde das Zentrum schon ausgezeichnet. Die jüngste Auszeichnung erhielt Frau Theißen persönlich, nämlich das Bundesverdienstkreuz.

Der anschließend auftretende Poet unterhielt die Konferenzteilnehmer mit englischen Gedichten, die, aufgrund der sprachlichen Barriere, nicht immer auf Verständnis bei den Zuhörern stieß. Er unterstützt seinen Auftritt jedoch mit sehr aktiven Showelementen und gewann dadurch einen beachtlichen Teil der Gäste für sich.

Sollte das nun eigentlich der Schlusspunkt des Abendprogramms sein, ging es bei einigen Teilnehmern jetzt erst richtig los mit dem Netzwerken, Beraten, Unterhalten oder Kontakte-knüpfen und das bis tief in die Nacht.

Tag 3

Am letzten Tag stand das Netzwerken nochmal im Vordergrund. Die Teilnehmer schlossen sich in Themengruppen zusammen und nutzen die Arbeitsgruppenphase zum untereinander kurzschließen und zum Besprechen von Kooperationen. Die Ergebnisse werden anschließend präsentiert und die Erfolge der Konferenz – das erfolgreiche Vernetzen von klugen Köpfen – wurde eindrucksvoll veranschaulicht.

Als Abschluss der Konferenz fand die Gewinnerbekanntgabe statt. Den dritten Platz macht das Projekt „Saafi“, welches ehrenamtliches Engagement mit einem Preis fördern möchte. Auf Platz zwei landet das Umweltprojekt „Hima“, das für umweltbewusstes Handeln im Kontext des Islams sensibilisieren und aktiv die Situation verbessern möchte. Platz eins, und damit 2.000€, gingen an „I-Slam“, dem Islamischen Poetry Slam Contest von Muslimen für jedermann.

By |Freitag, 16 Dezember, 2011|News|0 Comments

Neu: Programmablauf der Konferenz 2011

Nun endlich ist der aktuelle Programmablauf der Konferenz 2011 fertiggestellt.

Tag 1 – Freitag, 07.10.2011           

15:00
17:00
17:15
18:00
18:45
19:45
20:45
Anreise & Anmeldung
Begrüßung
Kurzvortrag: Ahmad Abdelmonem, AKE Bildungswerk
Impulsprojekt
Abendessen
Impulsvortrag
World-Café

 

Tag 2 – Samstag, 08.10.2011

8:00
9:00
9:30
10:30
11:30
12:15
14:00
14:45
15:15
16:15
16:45
17:45
19:00
20:30
Frühstück
Vorstellung des Programms für Samstag
Themenvorstellung 1
Themenvorstellung 2
Themenvorstellung 3
Mittagspause  
Themenvorstellung 4
Kaffeepause
Themenvorstellung 5
Pause
Zahnräder in Bewegung-  ein Einblick in die funktionellen Gruppen
Abendessen
Referentin Erika Theißen, Geschäftsführerin des BFmF e.V.
Network- Abend mit musikalischem Ausklang

 

Tag 3 – Sonntag, 09.10.2011

8:00
9:00
9:30
12:00
13:00
14:00
15:00
Frühstück & Zimmerräumung
Kurze Vorstellung des Programms für Sonntag
Arbeitsgruppen
Mittagessen
Ergebnisvorstellung der Arbeitsgruppenphase
Gewinnerverkündung
Verabschiedung

 

Hier der Programmablauf zum Download.

 

 

By |Dienstag, 20 September, 2011|News|2 Comments

Bewerbungsschluss für die Konferenz 2011 heute!

Die interessantesten, kreativsten, innovativsten Projekte und Vorträge erreichten uns über die letzten Wochen. Nach Sichtung der vielen Bewerbungen sind wir erstaunt über das vielfältige Engagement so vieler Muslime in so vielen verschiedenen Bereichen. Wir freuen uns sehr, dieser Vielfalt eine Plattform des Wissenstransfers zu bieten und sind gespannt, wie diese unterschiedlichen Menschen die Konferenz füllen werden.

Das Konferenzteam spürt eine Mischung aus Spannung und Vorfreude auf die Konferenz und möchte auf diesem Weg alle Interessierten dazu aufrufen, sich heute noch über das Bewerbungsformular anzumelden. Hier geht es direkt zum Bewerbungsformular.

– Ihr Zahnräder Konferenzteam 2011

By |Donnerstag, 15 September, 2011|News|2 Comments

Die Referenten der Konferenz 2011

In weniger als einem Monat ist es soweit. Die Zahnräder-Konferenz 2011 findet statt! Dieses Jahr werden zwei hochkarätige Referenten ihre Gedanken, Ideen und Visionen mit den Teilnehmern der Konferenz teilen.

Alen Jasarevic – Architekt der Moschee im oberbayrischen Penzberg. Aus seiner Position heraus wird er von seinen Erfahrungen bei der Gestaltung und dem Bau der Moschee für die Islamische Gemeinde Penzberg e.V. berichten. Architektonisch werden mit dieser Moschee neue Wege erkundet und gegangen.
Mit einem Blick hinter die Kulissen wird uns Herr Jasarevic sicherlich viele Impulse und Visionen mit auf den Weg geben.

Erika Theißen – Geschäftsführerin des Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. (BFmF e.V.) in Köln. Der Verein engagiert sich durch Bildung, Beratung, Begegnung und Betreuung Frauen zu helfen, ihren Platz in der deutschen Gesellschaft zu finden und ihr Leben selbstbestimmt in Deutschland zu gestalten.
Sie wird anhand des BFmF e.V. den Werdegang einer Idee bis hin zu ihrer Verwirklichung darstellen. Dabei wird Frau Theißen auf Themen wie Aufbau, Leitung und Überleben einer NGO eingehen.

Mehr Infos dazu:
Islamische Gemeinde Penzberg e.V.
www.islam-penzberg.de

Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. (BFmF e.V.)
www.bfmf-koeln.de

 – Euer Zahnräder Konferenz Team 2011

By |Montag, 12 September, 2011|News|0 Comments