Seit dem 09.12.2017 vertreten zwei motivierte Frauen unser Zahnräder Netzwerk- Tugba Ilhan und Zeynep Alraqeb. Wir haben ihnen einige brennende Fragen aus der Zahnräder Community gestellt. Unter anderem erfahrt ihr was die beiden antreibt und welche Pläne und Wünsche sie für die Zukunft des Netzwerks mitbringen.

 

ZRN: Mit der Wahl als Vorstandsvorsitzende hat für euch eine spannende und herausfordernde Zeit begonnen. Was hat euch dazu inspiriert den Vorstandsposten zu übernehmen?   

Zeynep: Ein kurzer Rückblick auf das was das Netzwerk bisher ermöglicht und verändert hat – sei es unsere Gesellschaft zu bereichern oder den Lebensweg von einzelnen Menschen zu verändern. Die Idee und Arbeit des Zahnräder Netzwerkes weiterzuführen und weiterhin Zukunftsgestalter miteinander zu verknüpfen, etwas Großes zu schaffen, ist für mich Inspiration und Motivation mehr Verantwortung zu übernehmen.
Tugba: Ich glaube an das Potenzial des Netzwerks und denke, dass wir uns nur durch den Zusammenhalt von selbständigen und aktiven Muslimen in der Gesellschaft positionieren können.

ZRN: Ihr habt nun einige Zeit im Vorstandsposten hinter euch – seid ihr noch hochmotiviert dabei oder musstet ihr bereits einige schwierige Herausforderungen meistern?

Zeynep: Mehr Verantwortung bringt immer mehr Herausforderungen mit sich – große und kleine. Diese auf neue, kreative, innovative und vielleicht vorher unvorstellbare Wege zu meistern, ist hochspannend und sehr motivierend.
Tugba: Es wird weiterhin eine große Herausforderung bleiben bei einem rein virtuellen Netzwerk die Motivation zu erhalten. Wir wollen mehr offline Veranstaltungen planen, um den Zusammenhalt zu stärken. Auch wenn es sich ohne Vereinsräume schwieriger gestaltet, bin ich sicher, dass wir das Ziel auch erreichen.

ZRN: Euer Engagement bei ZRN ist… eine Herzenssache, Kampf um Ideale oder guter Punkt im Lebenslauf?

Vorstand: Definitiv eine Herzenssache. Zahnräder hat uns Freunde fürs Leben geschenkt. Dafür können wir nicht genug dankbar sein. Und natürlich Wissen. Wir habe so viel gelernt – und hoffen sehr, dass wir vieles auch weitergeben können.

ZRN: Welche persönlichen Ziele habt ihr euch für die Vorstandszeit gesetzt?

Zeynep:  Menschen bewegen. Sie verbinden. Veränderung in der Gesellschaft fördern.
Tugba: Als Berlinerin möchte ich mehr reisen und die Zahnräder live treffen. Diese Eindrücke und neuen Impulse helfen mir sehr bei meiner Arbeit. Zuletzt war ich in Frankfurt und war begeistert von den Teilnehmern.

 

ZRN: Was soll sich im Netzwerk, eurer Meinung nach, dringend ändern?

Vorstand: Wir sollten unseren gesamten Fokus nicht nur auf eine Konferenz legen, sondern über das Jahr verteilt mehrere Veranstaltungen und Workshops planen. 2018 muss Zahnräder mehr präsent sein! Wir wollen uns mehr offline vernetzen und uns austauschen.

ZRN: Was wird sich, eurer Meinung nach, im Netzwerk niemals ändern?

Zeynep: „Zahnräder-after-conference-feeling“ (aka extrem inspiriert, fasziniert, neue tolle Menschen kennengelernt, müde und unbeschreiblich glücklich auf die kommende gemeinsame Zeit und etwas traurig, dass man zurück zum „normalen“ Alltag muss…).
Tugba: Die Frage ob Skype oder Hangout …

ZRN: Welche Frage stellt ihr im Netzwerk am häufigsten?

Zeynep: Was und wie können wir gemeinsam etwas bewegen, uns gegenseitig helfen und vorankommen?
Tugba: Was denkst du darüber? Mir ist es sehr wichtig verschiedene Meinungen einzuholen und den Status quo immer zu hinterfragen.

 

ZRN: Ihr habt euch für Nachhaltigkeit als thematischen Schwerpunkt für das Vereinsjahr entschieden. Wie wollt ihr das Thema im Netzwerk positionieren?

Vorstand: Nachhaltigkeit zu fördern und zu schaffen ist im und außerhalb des Netzwerks eine Kernbotschaft. Egal ob ökonomische, soziale, ökologische und/ oder religiöse Bereiche Wir wollen nicht nur Veränderung in der Gesellschaft und beim Einzelnen, sondern stets nachhaltige Veränderung. Schließlich sind wir Zahnräder. Wir müssen uns bewegen. Immer.
Im Herbst 2018 wird das Zahnräder Netzwerk erstmals in Kooperation mit dem BMZ und Engagement Global eine bundesweite Konferenz zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen veranstalten, auf der hoffentlich mehr als 100 Teilnehmer zusammenkommen werden. Die Agenda 2030 schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

ZRN: Wie wollt ihr im Zahnräder Netzwerk Nachhaltigkeit fördern?

Vorstand: Konkret in dem wir für aktive Mitglieder Workshops oder Seminare anbieten zu Themen wie Innovation, Wirtschaft, Weiterentwicklung, Empowerment und Stärkung von Soft-Skills. Eine weitere Kernaufgabe des Vorstands ist es, die Vision zu gestalten und die Definition von Zielen sowie deren Erreichung nachhaltig zu verfolgen. Der Vorstand muss das große Ganze im Blick haben und für die Nachhaltigkeit sowie langfristige Gestaltung eintreten.

ZRN: Das klingt definitiv sehr spannend! Aber nun wollen wir etwas mehr von euch erfahren. Wer ist euer persönlicher Held?

Vorstand: Sehr viele. Je mehr wir auf tolle Menschen treffen, desto mehr Helden finden wir- vor allem im Zahnräder Netzwerk.

 

ZRN: Traditionen oder Neuanfang wagen?

Vorstand: Je nachdem. Traditionen sind genauso wichtig wie Neuanfänge. Manchmal muss man sich von altem loslösen können.

 

ZRN: Wen wolltet ihr aus dem Netzwerk schon immer mal persönlich treffen?

Vorstand: Am liebsten alle und vor allem diejenigen, deren Stimmen man aus den Telefonkonferenzen kennt, aber nie persönlich begegnet ist.

 

ZRN: Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade arbeitet?

Zeynep: Lesen, reisen, lachen – mit Familie und Freunde.
Tugba: Ich koche sehr gerne und höre dabei Podcast das entspannt mich sehr.

ZRN: Mit einem Blick in die Zukunft – wo seht ihr das Netzwerk in 5 Jahren? Und in 10?

Vorstand: 2030: Zahnräder veranstaltet eine Konferenz in London mit Menschen aus aller Welt.
ZRN: Danke, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt. Wir wünschen euch beiden viel Erfolg und Vergnügen in eurer Amtszeit und freuen uns in Zukunft mehr von euch zu hören.