Dezembertreffen 2016 #beamaker

Während einige lieber auf der gemütlichen Couch sitzen und die Eiskristalle am Fenster beobachten, setzen sich andere freiwillig der Kälte aus. So auch das Zahnräder Team, dass wieder einmal zum alljährlichen Dezembertreffen zusammengekommen ist. Dieses Mal verschlug es uns in den Süden, wir setzen uns in das Auto, in den Zug und den Flixbus, um aus Stuttgart, Berlin, Duisburg, Lübeck, Vechta, Augsburg, Wiesbaden, Hamburg sowie unzähligen weiteren Städten zusammenzufinden.

40 Zahnräder haben im kältesten Monat des Jahres ihr Immunsystem auf die Prüfung gestellt und Mannheim mit ihrer positiven Energie erfreut: Am Samstagmorgen trafen alte und junge Zahnräder aufeinander, die sich in den Bereichen HR, PR, IT, Finanzen, Think
Thank, ZahnräderX und Mentoring engagieren und gemeinsam unsere Zahnräder zum drehen bringen.
Es herrschte eine großartige Stimmung. Für die einen war das Treffen eine Gelegenheit alte Gesichter aus der vergangenen Bundeskonferenz in München wiederzusehen und für andere eine Möglichkeit Leute kennenzulernen, die man sonst nur aus der Online-Zusammenarbeit kennt. Alles in allem lässt sich sagen, dass unsere Jugendherberge mit Zufriedenheit, Dankbarkeit und Gemeinschaftsgefühl erfüllt war.


Das Programm begann mit einer inspirierenden Koranrezitation von Yener Alarslan und Mutlu Öz. Im Anschluss hielt Selma Laiouar, Leiterin der ZahnräderX BaWü, eine herzliche Begrüßungsrede, in welcher sie den Teilnehmern des Treffens einen Blick hinter die Kulissen gewährte: Die Zahnräder Mutlu Öz, Hatice Kürtül, Meryem Sevim, Ulla Al-Khafadji, Merve Kayikci und Nil Kirbas organisierten mit viel Eifer, Fleiß und Sorgfalt das Dezember-Wochenende.

An dieser Stelle gilt besonderer Dank auch an Samira Ghozzi, die obwohl sie sich derzeit in Tunesien befindet, die Veranstaltung in Mannheim mitorganisiert hat.

Nach dieser Einführung in das Wochenende, erfolgte eine Besprechung der aktuellen
Situationen der Teams Finanzen, Think Thank, HR, PR, ZahnräderX, IT und Mentoring. Nach regem Gedankenaustausch gönnten sich die Zahnräder die wohlverdiente Mittagspause, woraufhin die Vorstellung der einzelnen Zahnräder Teams und deren neuen Mitglieder erfolgte, die von nun an tatkräftig mit am Rad drehen werden.

Der nächste Programmpunkt gestaltete sich aus einer tiefgreifenden, rückblickenden Analyse der beiden Vorstandsmitglieder Soufeina Hamed und Said Haider, in der es darum ging was das Netzwerk bisher erreicht hat und wo wir heute stehen. Anschließend wurde dieser Rückblick genutzt, um einen Relaunch zu setzen:
Unter der Agenda 2017 fällt die Podiumsdiskussion, die in Berlin noch vor den Wahlen unter der Leitung von Assad Dar organisiert wird. Alle bisherigen Gewinner-Projekte, die Allstars, sollen in einem ReCap zusammengefasst und veröffentlicht werden. Die Entwicklung, sowie die aktuelle Herausforderung der bisherigen Gewinner-Projekte seit ihrer Auszeichnung durch Zahnräder, soll evaluiert und analysiert werden. Die
nächste Bundeskonferenz im Jahr 2018 wird neben Sozial- und ehrenamtlichen Unternehmen auch klassische Startups mit einbeziehen können. Im ersten Quartal
plant das HR-Team mit einer Recruiting-Kampagne neue Aktive Mitglieder anzuwerben. All diese Punkte, die Said angesprochen hat, wurden im weiteren Verlauf des Treffens aufgegriffen und rekapituliert.

Damit solch ein Wochenende auch wirklich als gelungen bezeichnet werden darf, bedarf es einer sympathischen und unterhaltsamen Moderation, die wir in diesem Fall in Selma gefunden haben und die durch ihr talentiertes Auftreten überzeugt hat. Mit Lebkuchen, Spekulatius, Plätzchen und einer Packung Teamgeist setzten sich die Zahnräder in einem World Cafe zusammen und führten mit Elan und Tatendrang Brainstormings durch, führten hitzige Diskussionsrunden und eine ideenreiche Auseinandersetzung. Großes Interesse erweckte besonders die geplante Podiumsdiskussion.

Zum Schluß wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen von den jeweiligen Repräsentanten unter dem tiefblauen Himmel Mannheims vorgestellt, wo sie von unzähligen Fragen durchlöchert wurden. Wie in München erschallte auch in der Jugendherberge Mannheim der leidenschaftlich-motivierte Aufruf: #beamaker!

Während der ideenreichen und produktiven Arbeitsphasen war das Social Media Team leidenschaftlich dabei, einzigartige Momente festzuhalten. Unser Fotograf Ömer Sefa wandte überaus viel Mühe dafür auf, kreative Shots zu kreieren, während die Snapchatterin Sumeyya Soylu Momentaufnahmen an jene Neugierige übertrug, die nicht teilnehmen konnten oder einfach nur gerne die Zahnräder Aktivitäten verfolgen wollten.

Am Abend erfreuten sich Feinschmecker und Genießer bei Unterhaltung und Gelächter am wohlverdienten kulinarischen Menü und durften auf diese Weise den anstrengenden, doch erfolgreichen Tag ausklingen lassen.

Tag 2 begann mit Augenringen, die sich nun nach der langen Hinfahrt des Vortages bemerkbar machten. Doch konnte der Tag nach dem Willkommensgruß der wunderbaren Moderatorin Selma und dem 2. Teil der Koranrezitation starten. Darauf folgte eine weitere Besprechung der Ergebnisse des World Cafes mit anschließender Kaffeepause, die von Gedankenaustausch und Reflexion geprägt war.
Der Tag näherte sich allmählich seinem Ende zu und eine etwas betrübte Abschiedsstimmung machte sich unter den Zahnrädern breit. Da kam das unterhaltsame interaktive Rate-Quiz des Organisationsteams unter der Moderation von Merve gerade recht. Beim Quiz ging es vor allem darum, trotz eisiger Kälte viel Grips zu zeigen und als Zahnrad unter Beweis zu stellen wie gut man seine Zahnradfreunde einzuschätzen kann. Trotz der niedrigen Temperaturen, überzeugten die Zahnräder selbstverständlich mit guten Ergebnissen!
Nach einem leckeren Mittagessen standen nun die Ehrungen an, bei dem die ein oder andere Träne floss. Alumnis wurden gekürt und mit einem kleinen Dankeschön ausgezeichnet.

Said hielt eine rückblickende Abschlussrede, in der er die Ergebnisse des Treffens festhielt. In einem Abschlussvideo sind die Highlights des Dezembertreffens sowie des gesamten Zahnradjahres noch einmal festgehalten. Diese und weitere unvergessliche Bilder sind tief in die Herzen der Teilnehmer verankert.

Die Zahnräder verließen die Jugendherberge mit aufgefrischter Motivation, Inspiration und mit neuem Tatendrang.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Zahnrädern, die das Rad auch im eisigen Winter zum Rollen gebracht haben!

By |Montag, 6 Februar, 2017|News|0 Comments

Alle Räder führen nach Bayern – #beamaker

Durch den malerischen Nordwesten Münchens schallt in diesen Tagen eine entschieden aber motivierend ertönende Aufforderung: #beamaker! Geballter Ansporn hinter ein kleines Sonderzeichen gepresst, macht er schon Wochen und Monate vor Beginn der sechsten Zahnräderkonferenz eine beachtliche Runde durch die soziale Netzwerklandschaft, lässt mit jedem Posting und jeder SaveTheDate-Grafik ein kleines Stückchen mehr Aufregung zurück, und vor allem ein großes Stück an Freude.

Denn der Mai begann gut und trat mit Vorfreude im Gepäck hervor, das Pfingstwochenende richtete sich derweil mit seiner Ankunft für eines der spannendsten Events dieses Jahres her. Ambitionierte Menschen aus allen Ecken Deutschlands trafen sich vom 13. bis zum 16.Mai im Münchner Umland, machten eine behagliche Idylle zu einem dynamischen Dreh-und Angelpunkt des Social Enterpreunerships. Keynote SpeakerInnen, ReferentInnen, StartUps, InteressentInnen und Teilnehmende – sie alle kamen mit verschiedensten Visionen, Einfällen und Gedanken, gebündelt und geschliffen, um sie dem Ideenpool der Zahnräder zuzuwerfen und aus vielen einzelnen Impulsen eine große treibenden Kraft zu kreieren.

Wuppertal, Petershagen, Heidelberg, Berlin, Köln, München

Am Freitag also begann die langersehnte Konferenz, die sechste im Bunde und Nachfolgerin fünf sich selbst übertreffender Organisationen. Es schien, München wusste von der Vorfreude. Das Wetter spielte überraschend gut mit, außer ein paar milden Brisen schien die Sonne durch. Gegen Mittag fuhren die ersten Autos vor, die ersten Teilnehmenden trafen ein und wurden vom Empfangskomitee mit breitem Lächeln und vorbereiteten Namenslisten begrüßt. Alles lief in akkurater Sorgfalt und nach Ablauf, trotzdem lag die Stimmung in einer angenehm lockeren Zwanglosigkeit, viele Bekannte sahen sich nach langer Zeit wieder, viele noch Fremde lernten sich kennen. In der Luft lag Wiedersehen und Aufeinandertreffen, die Geräuschskulisse passte sich mit den herzhaften Lachern, dem aufgeregtem Gemurmel und leicht hektisch eilenden Schritten der Gesamtstimmung der Auftaktsveranstaltung an, die mit einer kurzen Begrüßungsrede des Konferenzleiters Ismar Nesiren und der Vorstellung des Konferenzteams begann.

Unser Social-Media Team war auch dieses Jahr vollstens beschäftigt, sorgte fleißig für die virtuelle Anwesenheit aller. Auf Handyscreens wurde ununterbrochen getippt, die Kamerauslöser im Minutentakt zum Knipsen gebracht, Smartphones zum gewissenhaften Aufnehmen aller schönen Momenten – und von diesen gab es reichlich – in die Höhe gehoben. Neben Facebook, Instagram und Twitter reihte sich dieses Jahr zum ersten Mal auch die Messaging-App Snapchat ein, mit der Nutzer fast stündlich den Ablauf der Konferenz verfolgen konnten; von den Zwischenpausen, den Workshops bishin zu lustigen 1Minute-Einzel-Interviews Teilnehmender auf ausgeklügelte Fragen unserer diesjährigen Snapchatterin Sumeyya Soylu.

Was bei solchen Veranstaltungen, vor allem wenn sie mehrtägig sind, mit der bedeutsamste Faktor ist, sind die Moderatoren. Ihr Auftreten und ihre Art zeichnen den Verlauf aus und sind entscheidend für die durchgehende Atmosphäre der Gesamttreffs. So war es umso erfreulicher, dass Gülçimen Güven und Ümit Konuray die Moderatorrolle mit Bravour über die Zahnräderbühne brachten. Getreut dem diesjährigen Motto interagierten sie mit dem gespannten Publikum, boten immer mal wieder das Mikro an und ermutigten so zur regen Teilnahme, wodurch die Position jedes Einzelnen als ein bedeutender Teil des Gesamtgefüges, aber auch als potenzieller und individueller Maker gekonnt betont wurde. 

Wer sagt Team und Individuum seien widersprüchlich?

Die perfekte Mischung aus Teamspirit und individueller Geist war das erfolgreiche Rezept des Konferenzwochenendes. So fruchteten auf leerem Boden durch die Aufteilung der Teilnehmenden in 10 Gruppen herausragende 10 Ideen, 10 mögliche Projekte. Es wurde viel geschrieben, gezeichnet, gepinnt. Doch besonders viel wurde gebrainstormt. Wenn so viele kluge Köpfe zusammenkommen, sich mit völlig unterschiedlichen Expertisen involvieren, kann es schon leichtens zu einem Feuerwerk der Eingebungen kommen. Daher fiel es denkbar schwer unter allen Projektideen einen Sieger festzulegen. Die Wahl fiel schlußendlich auf optimosque – was dann ein ganzes Jahr an Mentoring gewann.

In diversen Workshops wurden zudem Fragen diskutiert, eine angenehm freundschaftliche Ebene für den bereichernden Ideen- und Meinungsaustausch hergestellt. Dabei konnten die Themenbereiche nicht unterschiedlicher ausfallen. Als Triebfeder und Speaker fungierten auch dieses Mal tolle Persönlichkeiten wie Shai Hoffmann und Florian Hoffmann, inspirierten mit ihren packenden Vorträgen, kurbelten den Motivationspensum mit kraft- und energievollen Worten noch einmal auf das Maximum an.

Neben diesen fesselten auch die StartUp- und ProjektinitiatorInnen das Publikum mit klugen Präsentationen und gehaltvollen Projekten. Dieses Jahr wurde erstmals auch Geflüchteten Raum für Projektideen geboten. Auch hier fiel die Siegerkürung bei der breiten Spitzenauswahl nicht minder schwer:

StartUps:

1.Platz: EDC&C

2.Platz: Unfilterne

3.Platz: WoW

Newcomer:

1.Platz: Restart

2.Platz: Arduino & Programming for Refugees

3.Platz: Recht auf Uni

Zum Abschluss der faszinierend aber doch erschöpfenden Tage, stand der bis ins Detail hinein wundervoll konzeptionierte Gala Abend an. Die Bühne bot Platz für musikalisches Talent wie dem starken Gesang von Nadina Memagic und einem fast schon märchenhaften Harfe Vorspiel von Houda El-Messari. Während im Hintergrund schönstmöglichste Live-Musik lief, konnten die ZahnräderInnen noch ein letztes Mal an diesem Abend bei angenehmstem Flair netzwerken und die Stimmung genießen, bevor es dann am Montag hieß: Time to say goodbye.

Aber, es war ja ohnehin nur ein Abschied auf Zeit. Der nächste Zahnräderflash kommt bestimmt.

Wir beglückwünschen die Sieger und alle StartUp- und ProjektinitatorInnen, danken dem Konferenzteam der 6. Zahnräderkonferenz für ein erneutes Übertreffen, neues Überragen und positives Überraschen im wunderschönen München – und allen Teilnehmenden, ohne die sich eine noch so perfekt geplante Konferenz niemals zu solch einem denkwürdigen Flash entwickeln könnte.

 

By |Donnerstag, 26 Mai, 2016|News|0 Comments

Get Together in Berlin

Das ZahnräderX Berlin Team lädt zu einem Get Together – Brunch am Ostermontag ein! Gemütliches Beisammensein, Austausch und gutes Essen bestimmen das Programm.

Extra Bonus: Ihr wollt Euch für die im Mai bevorstehende Konferenz bewerben, habt aber diverse Fragen und wünscht Euch Unterstützung? Wir stehen persönlich mit Rat und Tat zur Seite!

Wann: Montag, 28. März 2016, ab 11 Uhr
Wo: Café Bilderbuch, Akazienstr. 28, 10823 Berlin (nahe Kaiser-Wilhelm-Platz)

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

GetTogether_ZRX-Flyer-Berlin 2016 (1)

Das zweite Meet & Greet in Berlin – dieses Mal mit dem Interkulturellen Institut für Inklusion

ZahnräderX Berlin LogoWelche Angebote für blinde Muslime gibt es? Mit welchen Hindernissen müssen sich gehörlose Muslime im Alltag auseinandersetzen? Was sollten wir als Community künftig beachten, um Menschen mit Behinderung an ihrer Teilnahme und Teilhabe zu stärken?

Am 11. März 2016 lädt ZahnräderX Berlin ein zum Meet & Greet mit dem Gewinner der Zahnräder Konferenz:  Dem Interkulturellen Institut für Inklusion e.V.

Imen Sijen, Schatzmeisterin des Interkulturellen Instituts für Inklusion e.V., stellt ihren Verein und ihr Ziel sich insbesondere für die Barrierefreiheit von Muslimen mit Behinderung einzusetzen, vor.

Beim Meet & Greet bekommt Ihr die Möglichkeit den Verein näher kennenzulernen. Ganz im Sinne der Zahnräder gibt es viel Zeit zum Netzwerken und Austauschen über Perspektiven, Ansprüche und Möglichkeiten des sozialen Engagements.

 

Über das interkulturelle Institut für Inklusion e.V.

Der Verein unterstützt und fördert Menschen, welche aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen wie auch sprachlichen Minderheit im alltäglichen Leben vielen Barrieren ausgesetzt sind. Ein Anliegen des Vereins ist es, Menschen mit und ohne Behinderung eine Plattform zur Begegnung zu schaffen. Hierbei liegt der Fokus auf der Förderung der deutschen Sprache und der Gebärdensprache. Zur Arbeit des Vereins gehört auch die Ausbildung von Personen, die in der Lage sind, die neuartige und schwierige Vermittlungsfunktion auf den Sektoren der Religion, Kultur und Bildung zu übernehmen sowie der Aufbau eines auf nationaler und internationaler Ebene fungierenden Netzwerkes von qualifizierten Fachkräften.

 

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann melde Dich an.

Bringt die Zahnräder in Bewegung und seid dabei!

 

Wer:                           Sozial Engagierte und Interessierte

Wann:                        Freitag, 11. März 2016, 18.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

Wo:                            Bewohnertreff Kaffeeklatsch im Pallasseum, Potsdamer Str. 172 c/d,

10783 Berlin-Schöneberg, nahe U-Bhf Bülowstr. (im Hinterhof)

Anmeldung:             Berlin@zahnraeder-netzwerk.de

 

Lest hier unser Interview mit I.I. e.V..

BuKo2016_ZRX-Flyer-Berlin 2016

Interview #ZINWO

Die Interviewreihe der Projekte unserer Zahnräderkonferenz geht mit dem Startup-Projekt „ZINWO“ in die nächste Runde. Das Startup erstrebt und erarbeitet die Gründung einer zinsfreien Investment- und Wohnungsgenossenschaft. Interessiert? Das Interview gewährt einen spannenden Einblick in die Arbeit des „ZINWO“-Teams!

ZR: Lieber Ismar, stelle dich bzw. stellt euch in maximal 5 Sätzen persönlich vor.
Wir sind engagierte Akademiker, multinational und multireligiös, mit unterschiedlichsten Backgrounds und Berufserfahrungen. In München lebend, sind wir seit mehreren Jahren ehrenamtlich in diversen Organisationen tätig. Unser Ziel ist es eine zinsfreie Investment- & Wohnungsgenossenschaft zu gründen. In Deutschland existiert eine Marktlücke für zinsfreie Immobilieninvestition. Des Weiteren ist es in Deutschland noch nicht möglich Neubauwohnungen ohne Kreditzinsen zu finanzieren. Wir wollen diese Marklücke schließen und zinsfreien Immobilieninvestition und zinsfreier Immobilienfinanzierung ermöglichen. Unser Produkt hilft denjenigen die eine bezahlbare Wohnung suchen und denjenigen die zinsfrei Ihr Geld gewinnbringend investieren wollen.

ZR: Wie ist das Startup aufgebaut, wer ist daran beteiligt?
Wir sind gerade fünf Leute in Team.

ZR: Was bestrebt das Startup, was sind die Grundintentionen?
Ziel ist es eine Alternative auf den Markt zu bringen, die auf fairen und ethischen Handelsprinzipien basiert und der Gesellschaft einen gesunden und nachhaltigen Nutzen bringt.

ZR: Was für eine Unterstützung wünscht ihr euch von außen?

Investoren: Für die Realisierung von Wohnungen suchen wir noch Investoren. Wir bieten eine attraktive Dividende, wenn Sie bei der ZINWO ihr Geld zinsfrei anlegen. Falls wir Ihr Interesse für dieses neue Konzept wecken konnten, schreiben Sie uns bitte eine kurze E-Mail oder registrieren Sie sich auf dieser Webseite. Über die nächsten Schritte werden wir Sie dann aufklären.

Mitglieder: Die Wohnungsgenossenschaft lebt von Ihren Mitgliedern. Falls Sie sich eine bezahlbare Miete, einen Wohnungskündigungsschutz und/oder eine bezahlbare Eigentumswohnung wünschen, sind Sie mit einer Mitgliedschaft bei der ZINWO gut beraten. Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail oder registrieren Sie sich auf dieser Webseite.

Crowdfunding: Um den finanziellen Start der ZINWO zu gewährleisten, starten wir demnächst die ZINWO Crowdfunding Kampagne. Interessierte informieren wir zeitnah über unseren E-Mail Verteiler.

Mitarbeiter: Für eine starke Genossenschaft suchen wir auch starke Mitarbeiter, die bereit sind die ZINWO mit aufzubauen und auf Kurs zu bringen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail, kontaktieren Sie uns einfach.

ZR: Was sind die derzeitig wichtigsten Ziele des Startups?
Unser Ziel ist es ein nachhaltiges, skalierbares und replizierbares Modul zu entwickeln, das man weltweit umsetzen kann um ein zinsfreies Wirtschaftssystem zu entwickeln und zu fördern. Unser Konzept steht schon bereit und wir sind der guten Hoffnung, dass in den kommenden Monaten die Genossenschaft gegründet wird.

ZR: Wie siehst du das Startup in 5 Jahren?
2-3 Wohnobjekte mit mehreren Wohneinheiten. ZINWO in anderen Bundesländern und Städten verbreitet.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Bundeskonferenz 2015 mitgenommen – für dich als Person und für das Startup im Ganzen?
Wir brauchen neue Impulse, Ideen und Lösung für alle Probleme die uns tagtäglich beschäftigen. Auf der Konferenz findet man viele Personen die genau das machen und die bereit sind große Risiken einzugehen, um für die Gesellschaft etwas Gutes zu tun. Die Konferenz und das positive Feedback haben mich inspiriert weiterzumachen und das Startup voranzubringen.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/StartUps mit auf den Weg geben?
Klares Ziel vor Augen haben und nie aufgeben. Das alleine reicht aber nicht. Damit man seine Idee/sein Startup weiterbringen kann, muss man sich mit anderen austauschen und Mitstreiter & Unterstützer finden.

ZR: Was braucht man am dringendsten um den ersten Schritt Richtung eigenes Projekt/Startup zu schaffen? Wie hast du jene Eigenschaft aus dir schöpfen können?
Die sozial Entrepreneurs müssen Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme finden. Die Lösungen dürfen aber nicht neue Problem für die Gesellschaft bringen.

ZR: Wenn du das ZINWO in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?
fair – ethisch – sozial

 

ZR: Wir bedanken uns für das interessante Gespräch!

By |Mittwoch, 20 Januar, 2016|News|0 Comments

Es ist Zeit für ein weiteres Meet & Greet: ZahnräderX Niedersachsen lädt Euch ein

12095032_1216853821661719_8005792869090618523_o

Willst Du Deiner Idee eine Plattform geben? Dann bist Du genau hier richtig, denn das Zahnräder-Netzwerk bietet Muslimen, angetrieben und motiviert von ihrer Idee, die Chance ihr Projekte vorzustellen und mit kreativen Engagierten weiterzuentwickeln. Networking ist da ein großes Stichwort: Durch die jährliche Bundeskonferenz sowie den Netzwerktreffen können zahlreiche Kontakte geknüpft und Synergien gebündelt werden, um gemeinsam einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Das Zahnräder Netzwerk kommt erstmals in die Löwenstadt Braunschweig! Lerne das Netzwerk mit seiner Vision, seinen Zielen und Mitgliedern kennen. Zudem wird sich das Projekt „Lichtpaten“, Gewinner des Publikumspreises der Zahnräderkonferenz 2015, vorstellen. Getreu dem Motto „Flüchtlingen helfen, statt sie auszugrenzen“ ist das Projekt „Lichpaten“ ein Beispielprojekt für engagierte Flüchtlingshilfe und besonders aktuell von großer Bedeutung.

Beim Meet & Greet erhaltet Ihr die Möglichkeit, das Projekt Lichtpaten vor Ort kennenzulernen. Ganz im Sinne der Zahnräder gibt es viel Zeit zum Netzwerken und Austauschen über Perspektiven, Ansprüche und Möglichkeiten sozialen Engagements und Unternehmertums. Der Fokus wird dieses Mal auf den drei Themen „Flüchtlinge“, „Umwelt“ und „Vernetzung zwischen Muslimen auf lokaler Ebene“ liegen.

Sei dabei und lass Dich inspirieren!

WER?

Neugierige und engagierte Muslime aus Niedersachsen und Umgebung.

WANN?

+++Die Veranstaltung musste aus organisatorischen Gründen verschoben werden. Der neue Termin folgt bald.+++

WO?

Braunschweig (genaue Adresse wird bei Anmeldung bekannt gegeben)

 

Bei Fragen wende Dich bitte an: niedersachsen@zahnraeder-netzwerk.de

Es ist wieder soweit: ZahnräderX Niedersachsen lädt ein zum Meet & Greet!

 

onsa

Gib deiner Idee eine Plattform! Ganz nach diesem Motto bietet das Zahnräder-Netzwerk motivierten und ambitionierten Muslimen die Möglichkeit ihre Ideen und Projekte vorzustellen und mit kreativen Engagierten weiterzuentwickeln. Durch Netzwerktreffen und die jährliche Bundeskonferenz können zahlreiche Kontakte geknüpft und Synergien gebündelt werden, um Gesellschaft zu bereichern wird und dazu seinen eigenen Horizont zu erweitern.

Das Zahnräder Netzwerk kommt  am 18. Oktober 2015 erstmals in die Friedensstadt Osnabrück! Lerne das Netzwerk mit seiner Vision, seinen Zielen und
Mitgliedern kennen. Zudem wird sich das Projekt CharityWeek, ein Teilnehmerprojekt der Zahnräder Bundeskonferenz 2015, vorstellen. Einmal im Jahr veranstaltet Charity Week in verschiedenen Ländern eine Spendenaktion für Waisen und benachteiligte Kinder.

Beim Meet & Greet bekommt Ihr die Möglichkeit das Projekt CharityWeek und seine deutschen Vertreter näher kennenzulernen. Ganz im Sinne der Zahnräder gibt es viel Zeit zum Netzwerken und Austauschen über Perspektiven, Ansprüche und Möglichkeiten sozialen Engagements und Unternehmertums.

Sei dabei und lass Dich inspirieren!

WER?
Neugierige und engagierte Muslime aus Niedersachsen und Umgebung

WANN?
Sonntag, 18. Oktober 2015, ab 14:00 Uhr

WO?
Osnabrück (genaue Adresse wird bei Anmeldung bekannt gegeben)

ANMELDUNG:
E-Mail mit Namen an Niedersachsen@zahnraeder-netzwerk.de

 
ANMELDESCHLUSS:
11. Oktober 2015

Bei Fragen wende Dich bitte an: Niedersachsen@zahnraeder-netzwerk.de

 

Die sozialen Dimensionen muslimischer Feste

Besinnlichkeit, viel Harmonie, etwas Besonnenheit liegen in der Luft. Vorfreude, viel Aufregung, etwas Hektik liegt zwischen den regen Akten der Vorbereitungen. Und Glück, ganz viel Spannung, etwas Hoffnung umgibt die kleinen Köpfe, die sich über die Hände der Erwachsenen beugen und je einen schnellen Kuss auf diesen lassen, um ein kleines Taschengeld einzuheimsen. Es gibt besondere Tage unter Muslimen, Tage, die nicht nur mit ihrer Bedeutung, sondern auch mit der Verbringung dieser herausstechen. Nach einmonatigem Fasten beglückte uns das sogenannte Eid-ul Fitr, das Ramadanfest, und nun beseelt die muslimischen Kreise das Eid-ul Adha, das Opferfest.

Auch im Netzwerk wird an diesen Tagen innegehalten, die Vorzüge und Eigenschaften dieser gedacht, von jedem geteilt und von allen genossen. Besonders an diesen Tagen wird die auch sonst erlebte Einheit, der engumschnürte Zusammenhalt hervorgehoben, durch Aktivitäten und gegenseiten Beglückwünschungen emporgehoben, auf den präsenten Netzwerksockel. Ramadan verlief mit dem Bündel an gemeinsamen Iftaren in verschiedenen Städten auf eine ganz spezielle und erinnerungsträchtige Weise. Um unterschiedlichen Tischen saßen unterschiedliche Zahnräder in völlig unterschiedlichen Orten, rund um Deutschland versprühte das Netzwerk seinen Teamgeist, seinen Kern des sozialen Miteinanders. Und auch am Ramadanfest war die große Festlichkeit über das Netzwerkonstrukt gelegt, jeder beglückwünschte jeden, jeder freute sich wie der andere.

Eid ist mehr als ein Tag zwischen emsigen Gratulationen vor Moscheen, tobenden Kindern in Haushalten. Es ist mehr als die süßlich duftenden Gerüche in den Wohnungen oder die zahllose Ladung an Schuhen der Besucher vor der Haustür. Das Wesensmerkmal dieser Tage ist das Gefühl der Einheit, der Fokus auf diesem und die gebührende Auslebung von Seiten der Muslime. Es stärkt das zwischenmenschliche Verbundenheitsgefühl enorm, die soziale Ader eines jeden pocht auf an diesen Tagen, an diesem Tag. In unermüdlichem Takt.

Nicht nur, dass Eid unter Muslimen das Gefühl einer gemeinsam gelebten Freude schafft, auch das dringende Bedürfnis jene Freude mit nicht gemeinen Gemütern zu teilen regt sich und lässt an Nachbarstüren klopfen, um Teller befüllt mit traditionellem Baklava, nur eine Art der unzähligen Süßspeisen an Eid, oder deftigem Essen mit einem überschwänglichem Lächeln zu übergeben. Eid ist eine konstante Erinnerung an die so manche Zeit zu schwinden scheinenden sozialen Prägungen unserer Gesellschaft. Tage, die auf Gemeinnützigkeit deuten, auf verblasste Handlungen wie das selbstverständliche Zulächeln und Beglückwünschen von zwei Fremden oder das harmonische Beisammensitzen, vermengt mit reellen, ehrlichen Gesprächen, fernab von technokratisch bedingten Screenshotbeschüssen und Selfiewellen. Besonders in einem sozial konnotierten Netzwerk, wie der unserem, sind solche Tage gelebte Reminder. Um dieser Auslebung gerecht zu werden, bedarf es nichts weiter als Authentizität und Offenheit innerhalb der Kommunikation, Besonnenheit und Rücksicht innerhalb der Handlungen mit-und untereinander. Und dies erlebten wir sowohl im gesamten Ramadan, wie im darauffolgenden Fest, als auch heute, am Opferfest.

Erneut durchleben wir all die wunderschön verbindenden Gefühle, die gemeinsamen Emotionen, die dieser mit Familie und Freunden bepackte Tag in allen Ecken Deutschlands versprühen lässt. Als das Zahnräder Netzwerk sind wir neben der festlichen Stimmung, auch dem sozialen Pushpotenzial des Eid bewusst und weisen mit Elan und Nachdruck auf dieses hin. Lasst uns den Eid nicht um unser, sondern um unser aller Willen verbringen. Um der gemeinschaftlichen Symbolik nicht nur nachzusinnen, sondern nachzuahmen.

Wir wünschen Euch, jedem Einzelnen da draußen, ein wunderschönes und gesegnetes Opferfest. Auf dass uns die besonders heute spürbare Einheit nie verlässt.

 

zrrr

 Ein gelungenes Iftaressen von vielen: ZahnräderX Hessen

By |Donnerstag, 24 September, 2015|News|0 Comments

Interview #Begleithilfe

Zahnräder Konferenz 15_Tasnim Baghdadi_869Zahnräder Konferenz 15_Tasnim Baghdadi_865Die Interviewreihe der diesjährigen Zahnräderkonferenz startet mit dem Projekt „Begleithilfe“. Es geht um die Barrierefreiheit und aktive Teilnahme an der Gesellschaft von Senioren und Menschen mit Behinderung. Detaillierte InformZahnräder Konferenz 15_Tasnim Baghdadi_869ationen und einen Einblick hinter die Facetten erhaltet Ihr in einem sehr spannenden Interview.
Zahnräder Konferenz 15_Tasnim Baghdadi_869Zahnräder Konferenz 15_Tasnim Baghdadi_849

ZR: Stelle dich bzw. stellt euch in maximal 5 Sätzen persönlich vor.
Mein Name ist Ali Yildirim, bin Diplom-Kaufmann, Gründer von begleithilfe.de und fast blind. Die Idee zu begleithilfe.de kam mir im letzten Jahr. Ich wollte auf eine Messe für Blinde & Sehgeschädigte, musste den Besuch jedoch aufgrund mangelnder Begleiter absagen. Es musste eine zentrale Anlaufstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung geben, über die sie einfach und unkompliziert Begleitpersonen hätten buchen können. Diese Idee setze ich nun erst in Aachen und dann hoffentlich bundesweit um.

ZR: Worum geht’s bei eurem Projekt und wer ist beteiligt?
Es geht um Verantwortung und Fürsorge für andere Menschen, um die Sensibilisierung der Gesellschaft für ein besseres Miteinander und um mehr Lebensqualität für hilfsbedürftige Personen.
Auf begleithilfe.de können Senioren und Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörige nach Begleitpersonen in ihrer Nähe suchen, um Alltagsaufgaben oder Freizeitaktivitäten wahrzunehmen. Das können Arztbesuche oder Behördengänge sein, aber auch einmal ein Spaziergang im Park oder ein Museumsbesuch. All das, was für mobil uneingeschränkte Menschen zum alltäglichen Leben gehört.

ZR: Wie kann man euch unterstützen/ Was braucht ihr?
Bis zum 11.6. kann man uns bei unserer Crowdfunding-Kampagne auf oneplanetcrowd.de unterstützen, indem man entweder eine Kleinigkeit spendet und/oder über unser Crowdfunding schreibt oder spricht.
Darüber hinaus kann man uns natürlich mit Feedback zu unserem Projekt, mit relevanten Kontakten zu Medien, Verbänden, Vereinen oder Behörden unterstützen.

ZR: Wohin soll es gehen? (Ziele/Träume)
Das Ziel ist eine bundesweit zentrale Anlaufstelle, wenn es darum geht, Helfer für Alltagsaufgaben zu finden. Das Buchen einer Begleitperson soll so einfach sein wie das Buchen eines Flugtickets im Netz. Ohne komplizierte Anmeldeverfahren oder Jobanzeigen, auf die sich kein Mensch bewirbt.
Mein Traum ist es, dass die Zielgruppe der Senioren und Menschen mit Behinderung, die immer weiter zunimmt, ihr Verhalten verändert. Nicht mehr Aufgaben verschiebt, weil gerade kein Angehöriger zur Verfügung steht oder aufgrund dessen vereinsamt. Denn Vereinsamung hat einen großen Einfluss auf Demenz. Das können wir uns in einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht leisten.
Der soziale Mehrwert soll dann sein, dass sich die Gesellschaft hin zu einer besseren entwickelt. Eine Gesellschaft, in der Individuen Verantwortung für Mitmenschen übernehmen, eine inklusivere Gesellschaft wird.

ZR: Was hast du von der Zahnräder Konferenz 2015 mitgenommen?
Sehr viel Zuspruch und positives Feedback. Gerade nach der Verleihung der Auszeichnung für den 1. Platz sind viele Teilnehmer auf mich zugekommen, haben mich beglückwünscht und zum Ausdruck gebracht, wie toll sie die Idee finden. Dies hat für viel Motivation gesorgt.
Ich bedanke mich noch einmal bei allen, die mir diese schönen drei Tage beschert haben.

ZR: Was würdest du anderen Projekten/Startups mit auf den Weg geben?
Wie ich auch bei meiner Dankesrede gesagt habe: „Dranbleiben! Wenn ich es schaffe, schafft ihr es auch!“ Es kommt vor, dass andere einem so ein Projekt nicht zutrauen, Türen verschlossen werden und die Motivation am Tiefpunkt ist. Ich bin der Meinung, dass letztendlich diejenigen erfolgreich werden, die den längeren Atem haben. Und das bedeutet vor allem immer weiter an dem Projekt zu arbeiten, selbst wenn es jeden Tag nur ein bisschen sein sollte. Und: Den Glauben nicht verlieren!

ZR: Was ist das Motto, das dich in deiner Arbeit (deinem Projekt) motiviert?
„Wenn es für mich zum Guten ist, dann möge ich es bekommen“. Das beinhaltet, dass mich Rückschläge nicht zurückwerfen. Sonst würde ich als fast komplett Blinder nicht ein Startup gründen.
Wenn ich etwas nicht erreiche, dann war es auch nicht gut für mich. Also halte ich mich nicht länger daran auf und arbeite einfach wie gewohnt weiter.

By |Montag, 17 August, 2015|News|0 Comments

Mensch Westend! – redaktionelles Großecho in Multitönen

Direkt in Hessen und mitten in Wiesbaden liegt die multikulturelle Bezirksperle Deutschlands. Wiesbaden-Westend wird als eines der kleinsten Bezirke der hessischen Landeshauptstadt und gleichzeitig bevölkerungsdichtesten Stadtteile in Gesamtdeutschland verzeichnet. Über dem Bezirk scheint ein buntscheckiger Hauch zu liegen. Zwischen den international geprägten Ladenzeilen bewegen sich Menschen multinationalen Flairs. Die Fassaden Westends bergen verschiedenste Nationalitäten in sich, der Ausländeranteil des Bezirks beträgt um die 31%. Entgegen der etablierten Assoziation von Begriffen wie ausländerbesiedelt und kriminell-unruhig glänzt die multikulturelle Nische Wiesbadens mit einem idyllischen Gesellschaftsleben, wie sie für viele andere Ortsteile des Landes erstrebenswert ist. Der Flickenteppich Westends ist vielschichtig und mannigfaltig – auf ihr ruht etwas vom Balkan, ein wenig Osteuropa, ein großes Stück Deutschland. Und türkische und arabische Elemente verpassen dem Ganzen den passenden Orientstich. Der größte Anteil an Wiesbadens Studenten und Ausländern wohnt in Westend – dort leben sie ein friedliches und gleichermaßen farbenprächtiges Miteinander vor; ein schillerndes und doch in sich ruhendes Stück an hessischer Gemeinschaft.

Dass solch ein öffentliches Leben, geprägt und getönt durch gemischte kulturelle Strömungen viel zu spannend ist, als dass man es an sich vorbeiziehen lassen kann, ist wohl auch einer der Grundantriebe von Erdal Aslan gewesen, dem Redaktionsleiter der Stadtteilzeitung „Mensch!Westend“. Mit journalistischem Handwerk, seriöser Redaktionsführung auf der einen und frischem und modernem Anflug an leuchtender Vielfalt auf der anderen Seite schafft die Redaktion von Mensch!Westend einen plakativen Gegensatz zu der klassischen Lokalzeitung. Die Themenschwerpunkte schwimmen im selben lebhaften Spektrum, wie die Mentalität der Bewohnerschaft des gleichnamigen Ortes auch. Mal geht es um lokale Neuigkeiten rund um den Ort, mal um überregionale und internationale Geschehnisse, die vor allem aus politischem und soziokulturellem Aspekt sehr tiefgreifend sind. So berichtet beispielsweise eine Wiesbadener Bosniakin von ihren leibhaftigen Fluchterlebnissen, wie sie als 12-jähriges Mädchen auf Grund des Bosnienkrieges ihre Heimat verlassen musste. Auch der redaktionelle Leiter von Mensch!Westend Aslan greift selbst zum Stift und berichtet mit geballter Authentizität und Offenheit von den verschiedenen Zügen des muslimischen Fastenmonats Ramadan. In der Kolumnenecke meldet sich auch der Integrationsbeauftragte von Westend, Mustafa Akbulut zu Wort und gewährt Lesern einen kleinen und doch äußerst anregenden Einblick in die Wellritzstraße, die sich wohl durch die in den Gewürz-und Schmucksortiments auf den Straßen festgesetzte Atmosphäre der Türkei als das „kleine Istanbul“ Wiesbadens etabliert habe. Ein Klick entfernt lädt die Stadtteilmanagerin Ute Ledwoyt vom Kubis e.V. die Wiesbaden-Westendler zu einer langjährigen und traditionellen Verastaltungsreihe des Ortes ein.

Mensch!Westend schreibt viel und Mensch!Westend schreibt bunt. Es lässt zur Abwechslung mal die Reihe der Bürger sprechen, in verschiedenen Akzenten bildet sich ein klares Echo. Und es ruft, dass es gut ist, wie das Multikulti diesen Ort prägt und zu etwas ganz Eigenem formt. Eine im Takt der bunten Vielfalt aus der konventionellen Reihe tanzende Welt, so packend, dass sie Spuren hinterlässt und doch so friedlich, dass sie dabei nichts und niemanden anrempelt. Eine Stadtteilzeitung lässt all die Schönheiten von Diversität in Worte prasseln und leistet so eine unglaublich große Arbeit in einem doch so unglaublich kleinen Bezirk.

 

OvfZu25or6HtRfYzkREZi3qMgRVy6dO0pepFoKMLtF4

Wir gratulieren M!W herzlichst zum 3.Platz in der Kategorie Veterans!

 

Text: Büşra Delikaya                                                                                                        Bild: © Mâşite Atik

 

By |Sonntag, 9 August, 2015|News|0 Comments