Durch den malerischen Nordwesten Münchens schallt in diesen Tagen eine entschieden aber motivierend ertönende Aufforderung: #beamaker! Geballter Ansporn hinter ein kleines Sonderzeichen gepresst, macht er schon Wochen und Monate vor Beginn der sechsten Zahnräderkonferenz eine beachtliche Runde durch die soziale Netzwerklandschaft, lässt mit jedem Posting und jeder SaveTheDate-Grafik ein kleines Stückchen mehr Aufregung zurück, und vor allem ein großes Stück an Freude.

Denn der Mai begann gut und trat mit Vorfreude im Gepäck hervor, das Pfingstwochenende richtete sich derweil mit seiner Ankunft für eines der spannendsten Events dieses Jahres her. Ambitionierte Menschen aus allen Ecken Deutschlands trafen sich vom 13. bis zum 16.Mai im Münchner Umland, machten eine behagliche Idylle zu einem dynamischen Dreh-und Angelpunkt des Social Enterpreunerships. Keynote SpeakerInnen, ReferentInnen, StartUps, InteressentInnen und Teilnehmende – sie alle kamen mit verschiedensten Visionen, Einfällen und Gedanken, gebündelt und geschliffen, um sie dem Ideenpool der Zahnräder zuzuwerfen und aus vielen einzelnen Impulsen eine große treibenden Kraft zu kreieren.

Wuppertal, Petershagen, Heidelberg, Berlin, Köln, München

Am Freitag also begann die langersehnte Konferenz, die sechste im Bunde und Nachfolgerin fünf sich selbst übertreffender Organisationen. Es schien, München wusste von der Vorfreude. Das Wetter spielte überraschend gut mit, außer ein paar milden Brisen schien die Sonne durch. Gegen Mittag fuhren die ersten Autos vor, die ersten Teilnehmenden trafen ein und wurden vom Empfangskomitee mit breitem Lächeln und vorbereiteten Namenslisten begrüßt. Alles lief in akkurater Sorgfalt und nach Ablauf, trotzdem lag die Stimmung in einer angenehm lockeren Zwanglosigkeit, viele Bekannte sahen sich nach langer Zeit wieder, viele noch Fremde lernten sich kennen. In der Luft lag Wiedersehen und Aufeinandertreffen, die Geräuschskulisse passte sich mit den herzhaften Lachern, dem aufgeregtem Gemurmel und leicht hektisch eilenden Schritten der Gesamtstimmung der Auftaktsveranstaltung an, die mit einer kurzen Begrüßungsrede des Konferenzleiters Ismar Nesiren und der Vorstellung des Konferenzteams begann.

Unser Social-Media Team war auch dieses Jahr vollstens beschäftigt, sorgte fleißig für die virtuelle Anwesenheit aller. Auf Handyscreens wurde ununterbrochen getippt, die Kamerauslöser im Minutentakt zum Knipsen gebracht, Smartphones zum gewissenhaften Aufnehmen aller schönen Momenten – und von diesen gab es reichlich – in die Höhe gehoben. Neben Facebook, Instagram und Twitter reihte sich dieses Jahr zum ersten Mal auch die Messaging-App Snapchat ein, mit der Nutzer fast stündlich den Ablauf der Konferenz verfolgen konnten; von den Zwischenpausen, den Workshops bishin zu lustigen 1Minute-Einzel-Interviews Teilnehmender auf ausgeklügelte Fragen unserer diesjährigen Snapchatterin Sumeyya Soylu.

Was bei solchen Veranstaltungen, vor allem wenn sie mehrtägig sind, mit der bedeutsamste Faktor ist, sind die Moderatoren. Ihr Auftreten und ihre Art zeichnen den Verlauf aus und sind entscheidend für die durchgehende Atmosphäre der Gesamttreffs. So war es umso erfreulicher, dass Gülçimen Güven und Ümit Konuray die Moderatorrolle mit Bravour über die Zahnräderbühne brachten. Getreut dem diesjährigen Motto interagierten sie mit dem gespannten Publikum, boten immer mal wieder das Mikro an und ermutigten so zur regen Teilnahme, wodurch die Position jedes Einzelnen als ein bedeutender Teil des Gesamtgefüges, aber auch als potenzieller und individueller Maker gekonnt betont wurde. 

Wer sagt Team und Individuum seien widersprüchlich?

Die perfekte Mischung aus Teamspirit und individueller Geist war das erfolgreiche Rezept des Konferenzwochenendes. So fruchteten auf leerem Boden durch die Aufteilung der Teilnehmenden in 10 Gruppen herausragende 10 Ideen, 10 mögliche Projekte. Es wurde viel geschrieben, gezeichnet, gepinnt. Doch besonders viel wurde gebrainstormt. Wenn so viele kluge Köpfe zusammenkommen, sich mit völlig unterschiedlichen Expertisen involvieren, kann es schon leichtens zu einem Feuerwerk der Eingebungen kommen. Daher fiel es denkbar schwer unter allen Projektideen einen Sieger festzulegen. Die Wahl fiel schlußendlich auf optimosque – was dann ein ganzes Jahr an Mentoring gewann.

In diversen Workshops wurden zudem Fragen diskutiert, eine angenehm freundschaftliche Ebene für den bereichernden Ideen- und Meinungsaustausch hergestellt. Dabei konnten die Themenbereiche nicht unterschiedlicher ausfallen. Als Triebfeder und Speaker fungierten auch dieses Mal tolle Persönlichkeiten wie Shai Hoffmann und Florian Hoffmann, inspirierten mit ihren packenden Vorträgen, kurbelten den Motivationspensum mit kraft- und energievollen Worten noch einmal auf das Maximum an.

Neben diesen fesselten auch die StartUp- und ProjektinitiatorInnen das Publikum mit klugen Präsentationen und gehaltvollen Projekten. Dieses Jahr wurde erstmals auch Geflüchteten Raum für Projektideen geboten. Auch hier fiel die Siegerkürung bei der breiten Spitzenauswahl nicht minder schwer:

StartUps:

1.Platz: EDC&C

2.Platz: Unfilterne

3.Platz: WoW

Newcomer:

1.Platz: Restart

2.Platz: Arduino & Programming for Refugees

3.Platz: Recht auf Uni

Zum Abschluss der faszinierend aber doch erschöpfenden Tage, stand der bis ins Detail hinein wundervoll konzeptionierte Gala Abend an. Die Bühne bot Platz für musikalisches Talent wie dem starken Gesang von Nadina Memagic und einem fast schon märchenhaften Harfe Vorspiel von Houda El-Messari. Während im Hintergrund schönstmöglichste Live-Musik lief, konnten die ZahnräderInnen noch ein letztes Mal an diesem Abend bei angenehmstem Flair netzwerken und die Stimmung genießen, bevor es dann am Montag hieß: Time to say goodbye.

Aber, es war ja ohnehin nur ein Abschied auf Zeit. Der nächste Zahnräderflash kommt bestimmt.

Wir beglückwünschen die Sieger und alle StartUp- und ProjektinitatorInnen, danken dem Konferenzteam der 6. Zahnräderkonferenz für ein erneutes Übertreffen, neues Überragen und positives Überraschen im wunderschönen München – und allen Teilnehmenden, ohne die sich eine noch so perfekt geplante Konferenz niemals zu solch einem denkwürdigen Flash entwickeln könnte.